10.01.2005

Kino in Kürze„Napola - Elite für den Führer“

"Napola - Elite für den Führer" . Nicht für die Schule, sondern für den Endsieg lernen wir - frei nach diesem Motto bildeten die sogenannten Napola (Nationalpolitische Erziehungsanstalten) junge Männer zu skrupellosen Nazis aus. Auch der 17-jährige Friedrich (Max Riemelt), ein talentierter Boxer, landet im Jahr 1942 auf einer dieser Kaderschmieden. Die ganz normalen Freuden und Leiden der Pubertät bestimmen das Internatsleben, aber auch gnadenloser Drill, ideologische Scharfmacherei und am Ende sogar eine mörderische Hatz auf entflohene Kriegsgefangene. Doch wer wollte, so suggeriert der Regisseur und Drehbuch-Co-Autor Dennis Gansel ("Mädchen Mädchen!"), konnte unter allen Umständen ein anständiger Mensch bleiben - oder wenigstens den Heldentod sterben. Diese naive Unschuldsvermutung hält Gansel, 31, für das Recht seiner Generation, die "keine Altlasten" mit sich "herumschleppen" muss.

DER SPIEGEL 2/2005
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Kino in Kürze:
„Napola - Elite für den Führer“

  • Medienberichte: Aufregung um rätselhaften "Blob" im Zoo von Paris
  • Lage in Nordsyrien: "Manchmal muss man sie ein bisschen kämpfen lassen"
  • Videoanalyse aus Brüssel: "Der Gipfel droht zum Frustgipfel zu werden"
  • Weltall-Tourismus: Virgin Galactic stellt Raumanzüge vor