01.02.1947

München kam nicht

Auf der Tagung des Verbandes der Radrennbahnen, bei denen Fragen der Organisation und Durchführung der deutschen Meisterschaften beschlossen wurden, trafen sich Bahnbesitzer und Radfahrer aller Zonen (außer der russischen).
Vergeblich wartete man auf die schwarzen Schafe, die Münchener Bahnbesitzer, die sich während der "Wildwest"-Zustände (als noch kein Verband existierte) eine Lizenz verschafft hatten. Sie veranstalten nun von sich aus in Bayern Rennen, verpflichten Fahrer und wollen für alle in Bayern vorhandenen Bahnen Genehmigung zur Abhaltung von Rennen erteilen, selbstverständlich mit entsprechender Vergütung. Die Münchener hatten ihr Kommen zugesagt. Sie kamen nicht.
"Das wird dann noch auf das politische Gleis geschoben", sagte Schrittmacher Krautz, Nürnberg, "aber die werden schon sehen, was sie davon haben, wenn sie auf der Felge fahren müssen." Die Verteilung der Reifen und Schläuche für die Radsportler wird von der britischen Zone aus vorgenommen.
Man vertagte sich. Im Hinblick auf den Karneval (der abgesagt ist) wurde als nächster Tagungsort Köln in Aussicht genommen. Erich Möller war jedenfalls sehr dafür.

DER SPIEGEL 5/1947
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