07.03.2005

KONZERNEVerluste bei Porsche

Ein missglückter Versuch, in andere Geschäftsfelder vorzustoßen, bringt Porsche Verluste ein. Die Sportwagenfirma hatte vor knapp zwei Jahrzehnten unter dem damaligen Chef und Hobbypiloten Peter Werner Schutz auch Flugzeugmotoren hergestellt. Produktion und Verkauf sind längst eingestellt, aber für die ausgelieferten Motoren muss Porsche Ersatzteile vorrätig halten oder neu fertigen. Eine kleine Tochterfirma ist damit beschäftigt und erwirtschaftet jährlich einen Verlust in zweistelliger Millionenhöhe. Insgesamt ist Porsche hochprofitabel. Aber Konzernchef Wendelin Wiedeking mag den kleinen Verlustbringer nicht weiter durchschleppen. Seine ungewöhnliche Sanierungsidee: Der Konzern will alle Flugzeuge mit seinen Motoren aufkaufen und stilllegen. Er bietet den Besitzern sogar an, ihre Flugzeuge kostenlos mit einem neuen Antrieb eines anderen Herstellers auszurüsten. Doch viele Eigentümer weigern sich, weil der Porsche-Motor als überlegen gilt. Wiedeking war deshalb nicht traurig über eine Meldung aus den USA: Durch einen Hurrikan wurden mehrere Flugzeuge mit Porsche-Antrieb zerstört, wobei kein Mensch zu Schaden kam, weil die Maschinen am Boden standen.

DER SPIEGEL 10/2005
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KONZERNE:
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