17.12.1979

PROZESSAstrid Proll

Astrid Proll, 32, über die seit September vor einer Großen Strafkammer des Landgerichts Frankfurt unter anderem wegen versuchten Mordes in zwei Fällen verhandelt wird, wurde am 26. Sitzungstag erheblich entlastet. Zwar befand die Staatsanwaltschaft, nachdem drei Beamte des Kölner Bundesamts für Verfassungsschutz wegen "Gefährdung der Staatssicherheit" unter Ausschluß der Öffentlichkeit gehört worden waren, die neuen Aussagen begründeten keine Zweifel an dem der Anklage zugrunde liegenden Tatbestand. Doch konnte die Verteidigung darauf hinweisen, einer der drei Verfassungsschützer habe nicht wahrgenommen, daß von Astrid Proll geschossen worden ist. Gerade im Widerspruch zwischen den Aussagen der drei Zeugen sieht die Verteidigung ein entlastendes Moment. Scharf griff Verteidiger Ulrich Preuß die Ermittler des Bundeskriminalamts an, die von dieser entlastenden Beobachtung gewußt haben müßten, diese jedoch nicht in die Ermittlungsakten eingebracht hätten.

DER SPIEGEL 51/1979
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