11.04.2005

Bernhard Vogel

Bernhard Vogel , 72, Chef der christdemokratischen Konrad-Adenauer-Stiftung, traf letzte Woche auf einem Besuch in China einen alten Bekannten wieder: Pekings Ex-Botschafter in Deutschland, Mei Zhaorong. Ihre erste Begegnung, erinnerten sich beide, verlief unter weniger angenehmen Umständen: 1994 hatte Vogel als thüringischer Ministerpräsident den damaligen chinesischen Regierungschef Li Peng empfangen und ein diplomatisches Desaster erlebt. Li, einer der Verantwortlichen für das Tiananmen-Massaker am 4. Juni 1989, verlangte bei seinem Besuch des Goethe-Hauses in Weimar beleidigt, den Vorplatz räumen zu lassen. Dort protestierten Demonstranten, darunter etliche Sozialdemokraten, laut gegen den chinesischen Funktionär. Doch Vogel weigerte sich - und der Pekinger Gast brach seine Visite in Thüringen erzürnt ab. Elf Jahre danach, mit einem inzwischen pensionierten Li, haben die Chinesen dem Deutschen offenkundig verziehen.

DER SPIEGEL 15/2005
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