26.02.1979

„Ungezogene Kinder im Garten Chinas“

Chinesischer Schlag gegen Vietnam, Sowjet-Drohungen gegen China -- nach drei Indochina-Kriegen zeichnete sich in Südostasien der vierte, vielleicht gefahrlichste, ab. Die neue Großmacht China wollte der Welt beweisen, daß sie es wagte, ihrem Todfeind Sowjet-Union entgegenzutreten. Kalkuliertes Risiko unter Kommunisten?
Mitte Februar hingen dunkle Wolken über dem chinesisch-vietnamesischen Grenzgebiet. So konnten Amerikas Himmelssatelliten, über dieser vermeintlich unbedeutend gewordenen Gegend ohnehin spärlich gesät, nicht ausmachen, was sich am Boden tat.
Auch der Funkverkehr deutete auf nichts Ungewöhnliches hin. Das wenige, was die amerikanischen Horchposten an der Peripherie Südostasiens auffangen konnten, war praktisch wertlos. Ein Spionage-Schiff in den Golf von Tonkin zu schicken, erwogen die Amerikaner wohl, ließen aber davon ab, um jedes Risiko zu vermeiden: Zu viele Sowjet-Schiffe kreuzten dort schon.
So sah sich die stärkste Militärmacht der Welt wieder einmal überrascht, als sich am Morgen des 17. Februar 1979 auf einem ihr vertrauten Schauplatz der Vorhang zu einem völlig neuen Kriegstheater hob: Um 4.30 Uhr traten drei chinesische Armeegruppen, wahrscheinlich 160 000 Mann stark, an der gesamten 700 Kilometer breiten Grenze zum Angriff auf Vietnam an.
Vier Jahre nur nach dem Ende des über 30jährigen Indochina-Krieges standen vietnamesische Ortsnamen wieder in der Weltpresse, kämpften neue Feinde in den Dschungeln Hinterindiens: nicht mehr japanische Imperialisten, französische Kolonialisten oder amerikanische Antikommunisten, sondern Kommunisten unter sich, asiatische Kommunisten, Nachbarvölker. Der neue "marxistisch-marxistische Krieg" veranlaßte den Pariser "Monde" zu schreiben: "Wagen wir die Wette: Es wird noch mehr davon geben."
Hinter der Invasionsarmee drohte die Dynamik von über 800 Millionen Chinesen, stand der provokatorische Unfehlbarkeitsanspruch einer uralten Ordnungsmacht in Asien.
Hinter Vietnam aber stand kraft Freundschaftsvertrag vom 3. November 1978 Moskau, jene nun gut 60jährige Sowjetmacht, die alle Existenzkrisen glücklich überwunden hat, deren Führer aber zunehmend unter dem beklemmenden Eindruck stehen, daß die letzte große Konfrontation irgendwann über sie hereinbrechen könnte. Ein sowjetischer Flottenverband mit einem schweren Kreuzer nahm Kurs auf das Südchinesische Meer.
Lautstärke und Gereiztheit, mit denen Moskau reagierte, deuten darauf hin, daß selbst die wachsame UdSSR von den Chinesen überrascht wurde.
Außenminister Gromyko konnte wegen einer Alarm-Konferenz nicht, wie es sich gehört hätte, seinen tschechoslowakischen Kollegen Chnoupek auf dem Moskauer Flughafen empfangen; Parteichef Breschnew befand sich außerhalb der Sowjethauptstadt auf Urlaub. 30 Stunden nach Beginn der chinesischen Offensive verlautbarte die sowjetische Regierung böse: "Die herrsehenden Kreise in Peking sollten einhalten, bevor es zu spät ist."
Sofort nach dieser Erklärung brach in der Sowjet-Union und in der DDR eine Propaganda-Kampagne sondergleichen gegen den überführten Erzfeind China los. In Fabriken, Kolchosen und Wohnbezirken versammelten sich die Sowjetbürger unter den noch aus dem US-Krieg stammenden Losungen unverbrüchlicher Solidarität mit Vietnam.
Radio Moskau verbreitete Greuelnachrichten von Kindern, die durch Chinesen in Sümpfen ertränkt, und von Dorfbewohnern, die mit Flammenwerfern ausgeräuchert worden seien. Die "Prawda" hatte auch ein Gedicht gegen die Chinesen parat, das schlicht mit "Wahnsinnige" betitelt war:
Kaum hat sich mühsam der Frieden gefestigt --
da kommt neuen "Gangstern" die Idee,
in das leidgeprüfte, rissige Haus der
Vietnamesen einzusteigen.
Die dreimal Geschundenen
schon wieder quälen?
Derlei vollbringen
Wahnsinnige nur.
Seine Feindseligkeit ins Nachbarland
trug ein verrückter Opiumsüchtiger.
Ihr Menschen auf dem schönen Planeten Erde
Alle zusammen müssen wir sagen:
Halt, Ihr Wahnsinnigen! So frech
darf man nicht mit Füßen treten
Wahrheit, Freiheit und Gewissen.
Der Ostblock zog sich von den Berliner Filmfestspielen zurück -- wegen des US-Films "Die durch die Hölle gehen", in dem Vietcong ihre US-Gefangenen zum Russischen Roulette zwingen.
In Prag demonstrierten begeisterte junge Leute gegen die Intervention der Chinesen. Bei der polnischen Bevölkerung brach vorübergehend eine panikartige Besorgnis aus, die gerade einberufenen Rekruten könnten in den Fernen Osten geschickt werden. Das Gerücht ging um, der Warschauer Vertrag, die Gründungsurkunde der Militärallianz des Ostblocks, sei in diesem Sinne revidiert worden.
Wie oft beim Stichwort Aggression fielen den Wortkriegern allerlei deutsche Bezüge ein. Vietnam warf der chinesischen Propaganda "Goebbels"-Stil vor. Das jüngst von Peking abgefallene Albanien befand, Chinas "Erklärungen für die "Strafaktion" könnten Wort für Wort von Adolf Hitler stammen".
Überrascht durch die Invasion wurde offenbar auch die Regierung in Hanoi. Der Oberbefehlshaber ihrer Armee weilte in Rumänien, der Premier, mehrere Minister und der Generalstabschef waren gleichfalls außer Landes.
Sie schliefen im Regierungs-Gästehaus der kambodschanischen Hauptstadt und blieben zunächst einmal auch in dem noch immer gespenstisch leeren PnomPenh. Am Tag darauf unterzeichneten sie mit ihrem kambodschanischen Satelliten einen Vertrag über "Freundschaft und Zusammenarbeit", wie sie ihn 1976 mit ihrem Satelliten Laos abgeschlossen hatten: Das Papier legalisiert die Anwesenheit vietnamesischer Truppen nun auch in Kambodscha. 16 vietnamesische Divisionen stehen derzeit in Kambodscha, vier weitere in Laos -- die Mehrheit der regulären 31 Großverbände Vietnams ist mithin im Ausland stationiert.
Damit herrscht Hanoi über ganz Indochina -- und damit forderte es die Aggressoren von jenseits der Grenze heraus. Der Konflikt kündigte sich von langer Hand an -- nicht viel anders als vor anderen Kriegen auch.
Monatelang beschuldigten sich beide Seiten ernster Grenzverletzungen, ehe sie einander straften: erst Vietnam den Nachbarn Kambodscha, dann China den Nachbarn Vietnam. Kommentar des Moskauer Fernsehens: "Dies sind nicht die Zeiten des chinesischen Feudalismus, und solch ein Krieg darf nicht ungestraft bleiben."
Am 9. Februar hatte das vietnamesische Außenministerium beim chinesischen Geschäftsträger in Hanoi gegen Übergriffe und "viele Verbrechen" protestiert.
Am 10. Februar hielt die Pekinger Nachrichtenagentur "Hsinhua" den Vietnamesen vor, seit Januar hätten die Nachbarn im Schutz von Dunkelheit, Nebel und Geschützfeuer 50mal die Grenze verletzt.
Am 14. Februar konterte Vietnam: 2158 Grenzverletzungen in den vergangenen fünf Jahren (zuzüglich 568 Fälle "illegaler Bearbeitung vietnamesischen Bodens") sowie "wahnsinnige Kriegsvorbereitungen". Am 17. Februar summierte Peking 700 Grenzzwischenfälle mit 300 Toten innerhalb der letzten sechs Monate.
Was dann im einzelnen an der Front geschah, enthielten die chinesischen Medien sogar der eigenen Bevölkerung vor. Es ging ja angeblich nur um Grenzverteidigung. Das in Public-Relations erfahrenere Vietnam verteilte über seine weiter funktionierende Botschaft in Peking Meldungen mit seiner Sicht der Dinge und lud auch Journalisten aus fünf Ländern in die Garnisonstadt Lang Son ein: Sie sahen flüchtende Bauern und marschierende Soldaten -- viel mehr Sichtbares fand vom chinesisch-vietnamesischen Krieg nicht statt mitten im Zeitalter der Medien.
Der sowjetischen Propaganda lieferte Chinas Strafaktion einen einzigartigen Coup: Rußlands alte China-Angst schien nun begründet, alle die hysterischen, phantastischen Warnungen Moskaus vor den Pekinger Kriegstreibern waren offenbar berechtigt. Die Sowjetführung: "Bewiesen wird damit auch die verbrecherische Leichtfertigkeit, mit der die chinesische Führung zu den Waffen greift."
Hinter dem stets lächelnden Gesicht der friedfertigen Chinesen, Freunden fleißiger Arbeit, tüchtig in Handel und Wandel, denen das Kriegshandwerk jahrtausendelang lästig war, deren feminin wirkende, rotwangige Soldaten sich an albernen Bajonett-Pirouetten ergötzten: Hinter dieser schönen Maske tauchte plötzlich das kalte Antlitz von Killern auf.
Die Pragmatiker, die vernünftig und zielstrebig auf schleunige Modernisierung von Ackerbau und Industrie aus waren, erschienen nun vielen als kampfeslüsterne Abenteurer. Böses Erwachen nach der China-Begeisterung des Westens: Stürzte sich das menschenreichste Land der Welt selbst vom Podest einer großen Friedensmacht? War die kunstvoll geflochtene Diplomatie Tengs -- die Verständigung mit Japan, Amerika, Westeuropa -- nur Tarnung für Gewaltpolitik?
In westlichen Augen kam der Entschluß zum Angriff auf Vietnam einem Ausbruch fernöstlicher Irrationalität nahe: Mißtrauisch schaute die Welt auf ein China, das offenbar auch in der Außenpolitik so aggressiv und unberechenbar agierte wie früher schon in seinen inneren Wirren.
Was also trieb die Chinesen, alle diese Risiken in Kauf zu nehmen?
Eine Bedrohung durch sowjetische Raketenrampen im "Kuba Asiens", wie China Vietnam genannt hat, konnte unmöglich die Ursache für den Schlag gewesen sein: Vietnam besitzt keine Mittelstrecken-Raketen, die China bedrohen könnten.
Wollte China dann vielleicht den Einkreisungsring durch Rußland im Norden und Vietnam im Süden zerbrechen, solange es dazu in der Lage ist? Das wäre mit einer "begrenzten" Strafaktion schwerlich getan.
Beabsichtigte China die Annäherung zwischen den USA und der Sowjet-Union in der Entspannungspolitik aufzuhalten, wollte es -- mit unangemessen starken Mitteln -- Salt II verhindern? Dafür hatte es nicht genug Garantien, daß die USA die "Lektion" billigten.
Möglich schien, daß die Machthaber in Peking nach jahrzehntelanger Isolation unfähig geworden sind, die Außenwelt angemessen zu beurteilen -- wofür eine Reihe außenpolitischer Fehler spricht, etwa der Besuch des Vorsitzenden Hua auf dem Balkan und, während der persischen Revolution, beim Schah.
In chinesischer Sicht sahen die Motive für den "Gegenangriff" ganz anders aus. Danach war die Aktion sorgfältig vorbereitet, waren die politischen wie militärischen Risiken als hinnehmbar kalkuliert. Aus der traditionellen Sicherheits- und Machtpolitik Chinas ist der Schlag gegen Vietnam rational erklärbar: Er entspricht dem Verhalten einer Großmacht.
China demonstrierte, daß es nicht mehr der schlafende Riese der Vergangenheit ist, Spielball selbst kleiner Staaten. In Washington kündigte Teng auf einem Empfang der Gesellschaft für Auswärtige Politik an:
Wir können Vietnam nicht überall den wilden Mann spielen lassan. Im Interesse von Weltfrieden und Stabilität und im Interesse unseres eigenen Landes könnten wir uns gezwungen sehen, gegen unseren Willen zu handeln.
Vietnam, das mit dem Degen Rußlands rasseln konnte, fuhr fort, China herauszufordern: Es vertrieb seine chinesische Minderheit, es lieferte seinen Teil an Grenzverletzungen, es stürzte Chinas Verbündete in Kambodscha mit militärischen Mitteln.
Jahrelang hatte China die Welt vor dem sowjetischen Expansionismus gewarnt und Westeuropa wie die USA beschuldigt, gegenüber Moskau Appeasement-Politik zu treiben. Jetzt forderte ein kleiner sowjetischer Satellitenstaat China vor seiner eigenen Haustür heraus. Wenn Peking seinen Willen, den sowjetischen Expansionismus in Südostasien einzudämmen, nicht bewiese, wurden die Länder in dieser Region -- die Moskau jahrelang erfolglos für ein sogenanntes kollektives Sicherheitssystem zu gewinnen suchte -- künftig dem sowjetischen Druck kaum noch Widerstand leisten.
In chinesischer Sicht wollte China nach den sowjetischen Erfolgen in Angola und Äthiopien, Afghanistan und womöglich auch noch in Persien dem Westen zeigen, daß nicht nur Vietnam ein Papiertiger ist, sondern auch dessen großer Bruder UdSSR.
Wenn China als künftige Vormacht Asiens und potentieller Partner des Westens gelten wollte, dann mußte es nach eigenem Verständnis selbst etwas tun, um Moskau und dessen Alliierten Vietnam Paroli zu bieten.
Der chinesische Ausdruck für "Strafexpedition" (fa-hsing kung-tschi) paßt in das Vokabular des alten Tributdenkens der Kaiserzeit: China tritt in seinem Umfeld, das dem Kreis seiner ehemaligen Vasallen entspricht, als fordernde Großmacht auf. Das bedeutet: Unbotmäßigkeit von Randvölkern gegen das Zentrum wird geahndet.
"Geschütze donnern, der Rauch der Schlacht verdunkelt den Himmel, laut brüllt das Südchinesische Meer; und die Augen der ganzen Welt blicken auf Hsi-scha, den heroischen Archipel." So beginnt eine 30 Strophen lange Heldenballade des chinesischen Parteidichters Tschang Jung-mei, die in China jedes Schulkind auswendig lernen muß.
Sie beschreibt das dreitägige Scharmützel, mit dem chinesische Patrouillenboote Anfang Januar 1974 südvietnamesische Kampfverbände von den Paracel-Inseln vertrieben.
Im Gegensatz zu den hohen Erwartungen des Dichters blieb der übrigen Welt außerhalb Chinas und Vietnams die Kanonade um ein Dutzend nahezu unbewohnter Korallenriffs unbekannt.
Aber es war -- von Waffen- und Materialhilfe abgesehen -- der einzige aktive Beitrag des kommunistischen China im Krieg gegen das von den USA unterstützte Regime in Saigon.
Zwei Jahre später -- Amerika war aus Saigon vertrieben, der vietnamesische Süden durch die Truppen des kommunistischen Nordens befreit -- gab die Post Vietnams eine Sonderbriefmarke heraus, auf der die Paracel-Inseln als vietnamesisches Territorium ausgewiesen waren.
Peking reagierte wütend auf diese "ungeheure Provokation". Chinas Außenminister Huang Hua erklärte vor den politischen und militärischen Spitzen: "Für den Fall, daß Vietnam es wagen sollte, die Hsi-scha-Inseln annektieren zu wollen", hätte die Zentrale bereits genaue Weisungen an die dortige Garnison gegeben: nämlich jede "Verletzung der Souveränität Chinas unter allen Umständen entschlossen, gründlich und sauber zu bereinigen".
Das war Pekings erste Drohung mit dem heißen Krieg. Daß es bei dem verbissenen Streit der roten Nachbarn auch um gewaltige Erdöl-Lager geht, die unter den wertlosen Korallenbänken vermutet werden, verschwiegen bis heute beide Seiten. Begründet wird der beiderseitige Anspruch mit dem Hinweis auf "historische Grenzen".
Nun hat es aber scharf gezogene und beiderseits anerkannte Grenzen in der über 2000 Jahre alten Geschichte der feindlichen Nachbarn weder auf dem Lande noch auf dem Wasser gegeben. Historisch gesehen, könnte China große Teile Vietnams wie Vietnam weite Teile Südchinas in Anspruch nehmen.
Was der Mensch unterließ, besorgt auf dem Land seit der Vorzeit die Natur. Das bis zu 3000 Meter hohe annamitische Gebirge, die östliche Fortsetzung der Himalaja-Kette, überwiegend von schwer zugänglichen Regenwäldern bedeckt, ist die natürliche Barriere Vietnams gegen China im Norden und Laos im Westen.
Die einzigen Durchbrüche in dem Felsmassiv sind die zerklüfteten Täler
* Mit Rosalynn Carter.
des Roten und des Schwarzen Flusses, durch die schon im vierten Jahrhundert vor Christus Viet-Stämme aus Zentralchina, von den Chinesen verdrängt, nach Süden auswichen.
Die Dynastie der chinesischen Han-Kaiser annektierte den Süden, setzte eine Militärverwaltung ein, und für 1000 Jahre zählte das heutige Vietnam zum "Reich der Mitte".
Die Oberschicht, die meisten mit Chinesen verschwägert, nahm sehr schnell Kultur, Sprache und Religion ihres Herrenvolkes an. Um so heftiger aber war der Widerstand gegen die Besatzer unter den Bauern: Eine Kette von Aufständen, alle blutig erstickt, begründete den wachen Haß der Vietnamesen auf den mächtigen Nachbarn.
Die Nationalhelden Vietnams sind auch heute noch jene Märtyrer, die im Freiheitskampf gegen die Chinesen starben. So ist den legendären Schwestern Trung, die im Jahr 40 nach Christus den ersten Bauernaufstand gegen den Han-Kaiser anführten, die wichtigste Pagode von Hanoi geweiht. Als Chinas Premier Tschou En-lai 1954 erstmals Hanoi besuchte, konnte er seine Gespräche erst beginnen, nachdem er dem Denkmal der Guerilla-Frauen seine Reverenz erwiesen hatte.
Eine der Hauptstraßen Saigons ist nach dem Freiheitshelden Le Loi benannt, einem Fischer, der nach der Legende mit Hilfe eines Zauberschwertes die chinesische Übermacht bezwang und selbst zum Kaiser aufstieg. Und in Saigon erinnert das wichtigste Denkmal an den Admiral Tran Hung Dao, der 1284 die chinesische Flotte besiegte, indem er sie in seichtes Gewässer lockte, wo sich die Schiffe an Tausenden versteckter Bambuspfähle leck liefen.
Der latente Widerstand hatte Erfolg: Das militärisch unterjochte Siedlungsgebiet der Viet, das die Bezeichnung "Annam" (befriedeter Süden) führte, konnte die Fremdherrschaft abschütteln und gründete mit dem Königreich Dai-Viet seine eigene Dynastie. Aus den Königen wurden ab dem elften Jahrhundert sogar Kaiser, dem sehr viel mächtigeren Kaiser in China zum Tribut verpflichtet.
Für Peking war das Land Annam neben Japan und Korea "ein kleinerer Bruder", der, so die Lehre des Konfuzius, "dem großen Bruder zu gehorchen hat".
Rivalisierende Kaiser und Hofbeamte teilten das Land, nur noch einmal gelang es einem Führer des Volkes, die Bevormundung durch den Nachbarn abzuschütteln. Tay Son Nguyen Hue, ein Sohn der nichtvietnamesischen Bergvölker, marschierte 1787 gegen den von China gestützten Vietnam-Kaiser Le. Er stürzte den Potentaten, vertrieb die Chinesen und machte sich zum Kaiser Quang Trung. Doch sogar der erfolgreiche Rebell hielt sich an die konfuzianische Lehre: Vietnam zollte dem Pekinger Hof auch weiterhin Tribut.
Selbst als die Franzosen das Land stückweise besetzten und dem Hof von Annam einen Vertrag über "Hilfe gegen jegliche fremde Aggression und innere Aufstände" aufzwangen, setzten die Vietnamesen ihr Unterwerfungs-Ritual gegenüber Peking noch fort.
Der vietnamesische Historiker Hoang Van Chi begründet die nur schwer verständliche Fügsamkeit so:
Obzwar die chinesische Kultur anfangs für Vietnam sehr fruchtbar war, wurde sie zusammen mit der konfuzianischen Schule zu einer Formel, die jeden Kopf in die. selbe überlieferte Form einfügte und damit unabhängige Gedanken und den Geist der Erneuerung ausschloß ... Die Unterwerfung der Vietnamesen unter den westlichen Kolonialismus war die Folge der langen Versklavung in der erstarrten chinesischen Kultur.
Das eigentliche Ziel, für das die Kolonialmacht Frankreich in Annam und später in Tonkin an Land gegangen war, lag in China: Entlang dem Roten Fluß wollten die Franzosen nach Südchina vordringen und die von Peking verschlossenen Türen zu Chinas Märkten notfalls mit dem Bajonett aufbrechen.
So ist auch eine der technischen Pioniertaten in Asien, der französische Eisenbahnbau, das Resultat französischer China-Strategie, für das von Frankreich besetzte Vietnam blieb er so gut wie ohne Nutzen.
Denn die erste rund 1000 Kilometer lange Gleisstrecke, unter unsagbaren Mühen und Menschenopfern auf 107 Brücken und durch 172 Tunnels quer durch Gebirge und Dschungel gelegt, führt von dem vietnamesischen Nordhafen Haiphong über Hanoi grenzüberschreitend in das chinesische Kunming, die Hauptstadt der Grenzprovinz Jünnan.
Erst der gemeinsame Antikolonialismus in den Jahren zwischen den Weltkriegen brachte die nationalistisch gesinnte Opposition aus China und Vietnam zusammen. Die Ideen des chinesischen Republik-Gründers Sun Jat-sen begeisterten Mao und Tschou En-lai ebenso wie die Vietnamesen Ho Tschiminh und Pham Van Dong.
Die politischen Freunde entdeckten viele gemeinsame Wurzeln: Die vietnamesische Sprache besteht zu gut fünfzig Prozent aus chinesischen Lehnwörtern, Vietnams Schrift, im 14. Jahrhundert aus chinesischen Zeichen entwickelt, bekam 300 Jahre später erst durch europäische Missionare ihre lateinische Transkription.
Als nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges auf Beschluß der Alliierten 180 000 chinesische Kuomintang-Soldaten den Norden Vietnams besetzten, waren die vietnamesischen Kommunisten sogar bereit, mit den Besatzern zu kollaborieren. Sie sammelten Geld und schenkten dem China-Gouverneur General Tschiang Fa-kwei ein goldenes Opium-Rauchservice: Die Aussicht, eine chinesische Provinz zu werden, war ihnen lieber als der Sieg der rechten Nationalisten in Vietnam.
Ein Stück Parteigeschichte, die Ho Tschi-minhs Kommunisten schnell vergaßen, als in China der Kommunist Mao die Macht übernahm: Für wenige Jahre, bis zum Ausbruch der chinesischen Kulturrevolution, waren Peking und Hanoi wirklich verbunden "wie Lippen und Zähne": das revolutionäre China als Vorbild für ein revolutionäres Vietnam.
Doch das Hegemonie-Streben der Hanoier Führung, der in aller Offenheit vorgetragene Anspruch, den Befreiungskrieg nicht nur für Vietnam, sondern für ganz Indochina zu führen, irritierte schon bald die chinesischen Genossen.
Vor allem Tschou En-lai war angewidert vom vietnamesischen Größenwahn. Tschou über den vietnamesischen Kriegshelden General Giap: "Ein aufgeblasener Unteroffizier."
Vietnam hingegen mokierte sich unverblümt über die chinesische Kulturrevolution, deren Chaos in die militante Disziplin der permanenten vietnamesischen Generalmobilmachung nicht paßte. In diese Phase, zwischen 1965 und 1970, fiel die folgenschwere Neuorientierung Hanois auf die UdSSR.
Noch einmal gelang es China, seinen Willen gegen Hanoi durchzusetzen: Im April 1970 trafen sich in Kanton die Führer der vier in Indochina kämpfenden Befreiungsfronten: der Vietcong Südvietnams, die Pathet Lao von Laos, Kambodschas Rote Khmer und die Volksbefreiungsarmee Nordvietnams.
Unter der Aufsicht von Tschou versprachen die Delegierten am quadratischen Tisch feierlich, auch nach dem Sieg die Selbständigkeit des Nachbarn zu garantieren. Vietnam, Kambodscha und Laos, drei kleine Brüder, besser noch, ein geteiltes Vietnam, also vier, das paßte auch in die Vorstellungen Pekings über die politische Landschaft vor seiner Haustür.
Es kam anders. Und noch vor dem Sieg in Südvietnam wurde klar, daß Hanoi trotz aller Versprechungen den Traum von einem vereinten und kampfstarken Indochina nicht aufgegeben hatte. Nur mit chinesischer Hilfe gelang in Kambodscha den Roten Khmer der vollständige Sieg, Hanoi und Moskau verweigerten ihnen -- die Lieferung schwerer Waffen.
Gegen den Willen Pekings setzte Hanoi die schnelle Wiedervereinigung beider Teile Vietnams durch und begann mit dem Nachbarn Kambodscha einen blutigen Grenzstreit.
Im März 1978 kam es an der Landgrenze zwischen Vietnam und China auch bereits zur ersten Kampfberührung zwischen feindlichen Panzerverbänden -- was beide Seiten energisch dementierten. Ein asiatischer Diplomat in Hanoi zum SPIEGEL: "Peking ist über die ungezogenen Kinder am südlichen Garten von China verärgert."
In der Nacht zum 1. Mai 1970, als US-Truppen in Kambodscha einrückten, hatte US-Präsident Nixon seine Entscheidung zur Invasion im Fernsehen so begründet: "Wenn die Karten aufgedeckt sind", dürften die USA nicht als ein "bemitleidenswerter, hilfloser Riese" dastehen. "Was heute nacht auf die Probe gestellt wird, ist nicht unsere Stärke, sondern unser Wille und Charakter."
Zu solch seltsamer Beweisführung war auch das kommunistische China mehrfach schon bereit gewesen -- zum Risiko aus Staatsräson. In Korea verjagten die Chinesen die Truppen der USA, die bereits einen Atomschlag erwogen, von Chinas Jalu-Grenze bis zum 38. Breitengrad. Dort blieben sie stehen -- eine begrenzte Aktion.
1958 lieferten sie Taiwan Artillerie-Gefechte auf den Inseln Quemoi und Matsu -- und landeten dennoch nicht auf den Inseln. 1962 griffen sie Indien an -- und erklärten nach Monaten Gebirgskrieg einseitig den Waffenstillstand. Die Kriegsgefangenen und die erbeuteten Waffen gaben sie zurück.
1969 lieferten sie der UdSSR Grenzgefechte am Ussuri -- und ließen es nicht zum großen Krieg kommen. Ein sowjetischer Diplomat meinte hernach gegenüber dem SPIEGEL, Moskau habe China "eine Lektion" erteilt, die es nicht vergessen werde. Doch die umstrittene Insel Damanski/Tschenpao ist heute noch chinesisch.
Die lange Vorbereitungszeit für den Vietnam-Schlag deutet darauf hin, daß Pekings Politiker auch dieses Unternehmen sorgfältig geplant und abgewogen hatten.
Sie evakuierten annähernd eine halbe Million Chinesen aus einem 30 Kilometer tiefen Grenzstreifen zur Sowjet-Union und stellten damit eine russische Reaktion in Rechnung. Die USA und Japan wurden im Grundsatz, wenn auch nicht über Zeitpunkt und Umfang der Aktion, durch Teng persönlich unterrichtet. Drei Tage vor dem Angriff meldete die Taiwan-Zeitung "Lien-ho", in Japan sei man über mögliche Gegenmaßnahmen Chinas informiert worden.
Das Risiko, das westliche Ausland könne sich von einem aggressiven China abwenden, wurde offensichtlich als gering erachtet. China rechne mit der Unpopularität seines "Gegenangriffs" in der Welt, berichtete die jugoslawische "Politika" vorige Woche aus Peking. Aber es glaube, daß diese schädliche Reaktion nicht lange anhalten werde. Die Chinesen hätten keine Alternative.
Bis Ende voriger Woche jedenfalls hatten sie richtig kalkuliert. Am Mittwoch, während der Kampfhandlungen, traf EG-Kommissar Roy Jenkins in Peking ein. Auf seinem ersten Bankett versicherte er: "Jeder von uns hat ein außerordentliches Interesse an Stärke und Wohlstand des anderen." Abgesandte des bundesdeutschen Konzerns MBB unterschrieben in Peking ein Abkommen über den Verkauf von Fernseh-Satelliten, Hubschraubern und medizinischem Gerät.
Amerikas Finanzminister Blumenthal trat seinen angekündigten Trip nach Peking an. Der Sowjet-Experte des US-Außenministeriums, Marshall Shulman, gab als politische Marschroute der USA bekannt: keine diplomatischen Beziehungen zu Vietnam (deren Aufnahme bevorstand), keine Verschiebung der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu China, die für diese Woche terminiert war. Shulman: "Normalisierung liegt in unserem Interesse."
Für Moskau wiederum war Tengs Offensive das Resultat einer Zusammenarbeit der USA mit China -- zugleich signalisierte der Kreml damit seiner Bevölkerung, daß auch seine Möglichkeiten zum Eingreifen nur begrenzt waren, wenn er nicht die Amerikaner auf den Plan rufen und damit den ganz großen Krieg wagen wollte. Die Ironie der chinesischen Strategie: Sie rechnete damit, daß die UdSSR vor einem Weltkrieg zurückschrecken würde.
* Nordvietnams Pham Van Dong, Kambodscha-Prinz Sihanouk, Laos-Prinz Souvanna Phong, Südvietnams Hou Tho.
Einen direkten Nuklearangriff konnte sich die Sowjet-Union schon deshalb kaum leisten, weil China heute in der Lage ist, atomar bestückte Fernraketen bis Moskau zu lenken. Die Gefahr eines sowjetischen Eingreifens in den Vietnam-Konflikt mit eigenen militärischen Mitteln veranschlagten die Pekinger Planer daher offensichtlich als relativ gering.
Vorstellbar blieb eine sowjetische Strafexpedition: ein Blitzfeldzug mit beweglichen Großverbänden gegen chinesische Zentren, nach deren Zerstörung Rückzug hinter die Grenze.
Solch ein Jagdunternehmen konnte nach chinesischer Rechnung aus der Mongolei in Richtung Peking erfolgen oder gegen das schwach besiedelte Sinkiang geführt werden oder sich auf die Industriegebiete und Ölvorkommen in der Mandschurei erstrecken -- in jedem Fall eine waghalsige Kampagne.
Schon der tiefe Winter sprach gegen solche Aktionen: Im Amur- und Ussuri-Gebiet lag der Schnee vier Meter hoch. Der amerikanische Experte Shulman hielt derartige Attacken überhaupt für "unwahrscheinlich".
Denn höchst fraglich war, ob die Sowjet-Union für das ferne Vietnam derartige Risiken eingehen wollte. Moskau war immer viel eher geneigt, Hilfstruppen die Kastanien aus dem Feuer holen zu lassen, etwa die Kubaner.
Der UdSSR selbst blieb -- wenn sie nicht als Papiertiger dastehen wollte -, die Hilfe für Vietnam zu steigern. Und so priesen die Sowjets in ihrer ersten Verlautbarung die Fähigkeit Vietnams, aus eigener Kraft zu siegen.
Dies war in der Tat die größte Gefahr für China -- daß die Strafaktion am Opfer scheiterte. Die Rechnung, sich nach verabfolgter "Lektion", also der Vernichtung größerer vietnamesischer Einheiten, aus Feindesland zurückzuziehen, war Ende voriger Woche offenbar nicht aufgegangen.
"Chinas Macht reicht so weit, wie seine Infanterie marschieren kann", umriß ein Militärdiplomat in Fernost die Möglichkeiten der technisch unterentwickelten Volksbefreiungsarmee. Wie weit aber wollte Chinas Infanterie marschieren?
Vizeaußenminister Ho Jing unterrichtete am Dienstag den libanesischen Botschafter als Doyen des diplomatischen Korps in Peking, die chinesischen Truppen zögen sich bereits zurück. Gleich darauf dementierte das chinesische Außenministerium die Nachricht.
Der vietnamesische Gegenschlag lief zu diesem Zeitpunkt erst an: Taktisch geschickt -- nach der Mao-Regel: "Der Feind greift an, wir gehen zurück" -- hatte Hanoi das Gros seiner regulären Truppen aus den Grenzgebieten zurückgezogen und den ersten Widerstand örtlichen Milizen überlassen. Ein US-Diplomat: "Peking rechnete nicht damit, daß die Vietnamesen das tun, was die Chinesen tun würden, wenn die Russen sie angreifen."
Doch die Vietnamesen mußten auch schon reguläre Einheiten aus Nordlaos in die vietnamesische Nordprovinz Hoang Lien Son in Marsch setzen und angeblich sogar ein Drittel ihrer Garnison aus Kambodscha abziehen -- gemäß dem chinesischen Kalkül, Vietnam in einen Zweifrontenkrieg zu verstricken.
Denn in Kambodscha ist der Krieg keineswegs zu Ende. Dort kämpfen noch schätzungsweise 20 000 Partisanen der Roten Khmer gegen die vietnamesischen Besatzer.
Ihr Untergrundsender, stationiert in Südchina, meldete vorige Woche ein Dutzend Angriffe. Vor drei Wochen eroberten die Roten Khmer die Provinzstadt Takeo und hielten sie drei Tage lang.
Nach Erkenntnissen des thailändischen Geheimdienstes verfügen die Widerständler über gepanzerte Fahrzeuge und Artillerie. Waffen, Munition und Lebensmittel wurden noch vor dem Einmarsch der Vietnamesen in großen Mengen in die Berge geschafft.
Die Magazine in den Städten sind leer, die Besatzer leiden unter Versorgungsschwierigkeiten. Aus diesem Grunde auch sind die Bewohner noch nicht wieder in die Städte zurückgekehrt.
Die Moral der Besatzer gilt als schlecht: Die Partisanen machen keine Gefangenen. Sie töten die von den Vietnamesen eingesetzten Dorfbürgermeister. Der historische Haß der kambodschanischen Bevölkerung auf die Vietnamesen beginnt die Freude über die Befreiung vom Steinzeit-Kommunismus der Roten Khmer zu verdrängen.
Deshalb schien es vorige Woche so, als könne sich an Stelle der "begrenzten Aktion" Chinas in Indochina ein neuer langer Krieg anbahnen, mit schweren Verlusten auf allen Seiten -- wobei Peking am Ende womöglich eine Lektion empfängt, anstatt eine auszuteilen.
"Sie denken, wir hätten keine Chance gegen die Chinesen?" fragte voriges Jahr Vietnams Vizeaußenminister Nguyen Co Thach Journalisten in der Uno. "Bedenken Sie, daß Vietnam in seiner Geschichte erfolgreich gegen einige sehr große Länder gekämpft hat."

DER SPIEGEL 9/1979
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