04.12.1978

Millionen-Disco im Airport

Der Einladungskarte für Bundes-Schickeria und Show-Prominenz war ein poppig verpacktes Buch beigelegt: Oscar Wildes "Bildnis des Dorian Gray". Denn der Ex-Rennfahrer Gerd Schüler und sein Partner Michael Presinger, die zum Ausbruch des Saturday Night Fevers am letzten Wochenende auf 1500 Quadratmeter Fläche mitten im Frankfurter Flughafen einluden, haben kulturellen Ehrgeiz. Ihr mit modernsten amerikanischen und japanischen Licht-, Ton-, Video- und Laseranlagen ausgerüstetes, für 2,5 Millionen Mark gestyltes Freizeit-Zentrum "Dorian Gray" soll "mehr sein als bloß eine Disco". Angeschlossen ist ein Jugendstil-Bistro sowie eine Boutique, über die eine "Dorian-Gray-Mode" lanciert werden soll, Eine "Dorian Gray"-Schallplattenserie soll folgen. Millionen-Discos in Hamburg und Berlin, die noch im Dezember eröffnen wollen, sieht Schüler nicht als Konkurrenz. Sein Slogan: "Jede Airline fliegt uns an."

DER SPIEGEL 49/1978
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