23.05.2005

EUROPARabattschlacht mit den Briten

Die für Juni geplante Einigung über den EU-Haushalt von 2007 bis 2013 droht an Großbritannien zu scheitern. Nach Einschätzung der Bundesregierung ist Tony Blairs Regierung nicht zu Konzessionen beim sogenannten Briten-Rabatt bereit, der Londons jährlichen EU-Beitrag ermäßigt - zuletzt um 4,6 Milliarden Euro. "Das läuft nicht bis Juni", befürchtet ein Berliner Spitzenbeamter. Ohne britisches Entgegenkommen beim Rabatt, den Premierministerin Margret Thatcher 1984 aushandelte, gebe es aber "keine Einigung". Deshalb drohen Deutsche und Franzosen, in diesem Fall würden sie selbst weiter auf strengen Etat-Obergrenzen beharren, um ihre eigenen Zahlungen nach Brüssel zu deckeln. Dabei bleibe er "mit allem Nachdruck", erklärte Schröder vergangene Woche. Frankreichs Präsident Jacques Chirac forderte, die EU müsse den "britischen Scheck neu regeln". Sollten die Briten wie befürchtet hart bleiben, könnte nach Einschätzung Berlins erst nächstes Jahr ein neuer Anlauf starten, um den Sieben-Jahres-Etat mit einem Gesamtvolumen von über einer Billion Euro zu beschließen.

DER SPIEGEL 21/2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 21/2005
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

EUROPA:
Rabattschlacht mit den Briten

  • Eklat im Weißen Haus: Pelosi bricht Treffen mit Trump ab
  • Beeindruckendes Unterwasservideo: Taucher filmt Riesentintenfisch-Ei
  • Rennen in Australien: Solarfahrzeug brennt lichterloh
  • Walforschung per Drohne: "Wir sehen, wie diese Tiere ihre Beute manipulieren"