23.05.2005

KONZERNESchutzschild für die TUI

Der Rückzug der WestLB als Großaktionär beim Reiseveranstalter TUI hat für den Konzern einen angenehmen Nebeneffekt. Vorstandschef Michael Frenzel dürfte es künftig leichter fallen, sich gegen eine feindliche Übernahme zu wehren. Grund: Nach dem WestLB-Ausstieg erhielten die TUI-Manager Post von EU-Behörden, die eine Umstellung der Anteilscheine von Inhaber- in Namensaktien nahe legte. Auslöser für das Schreiben ist eine EU-Vorschrift, wonach sich Fluglinien, auch die der TUI, überwiegend in europäischem Besitz befinden müssen, um die Verkehrsrechte nicht zu verlieren. Eine Auflistung der einzelnen Aktieninhaber war zuvor nicht nötig, weil etwa eine US-Übernahme dank der WestLB-Beteiligung von gut 30 Prozent kaum möglich gewesen wäre. Auf der Hauptversammlung am 11. Mai segneten die Aktionäre den Antrag mit großer Mehrheit ab - und verschafften Konzernchef Frenzel damit ein Frühwarnsystem gegen aggressive Investoren, die den Touristik- und Logistikkonzern gern zerschlagen würden.

DER SPIEGEL 21/2005
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KONZERNE:
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