23.05.2005

ELEKTRIZITÄTAtomstrom aus der Batterie

Für Träger eines Herzschrittmachers bedeutet eine leere Batterie eine kleine Operation; in einer Messsonde in der Tiefsee, der Arktis oder im Weltall ist ein Batteriewechsel oft sogar schlicht unmöglich. Wissenschaftler der US-amerikanischen University of Rochester haben deshalb damit begonnen, eine extrem langlebige Batterie zu entwickeln - und nutzen dazu die Energie zerfallender Atome. Die "Betavoltaik" genannte Technik ist im Prinzip seit 50 Jahren bekannt: Die beim radioaktiven Zerfall eines Gases frei werdenden hochenergetischen Elektronen werden dabei eingefangen, um auf einer Silizium-Diode einen elektrischen Strom zu erzeugen. Bislang allerdings war die Energieausbeute bei dieser Technik zu gering, um konkurrenzfähig zu sein. Deshalb stellten die US-Forscher jetzt eine Diode mit einer dreidimensionalen Oberfläche her, in deren Gruben sich die Elektronen weitaus besser einfangen lassen als zuvor. Immerhin auf das Zehnfache konnten sie mit einem ersten Prototyp die Energieausbeute steigern; mit einer ausgereiften 3-D-Diode, so hoffen sie, wäre dann der Bau einer Langzeitbatterie möglich.

DER SPIEGEL 21/2005
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ELEKTRIZITÄT:
Atomstrom aus der Batterie

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