23.05.2005

Prinzessin Máxima der Niederlande

Prinzessin Máxima der Niederlande , 34, ehemalige Angestellte der Deutschen Bank, wurde an ihrem Geburtstag mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert. Fünf Staatsrechtsgelehrte bestätigten in einer TV-Magazin-Sendung, dass ihr die niederländische Staatsbürgerschaft - Voraussetzung um Mitglied des Königshauses zu werden - auf Grund eines fehlerbeladenen Naturalisierungsverfahrens verliehen worden sei. Die Vorwürfe reichten von Rechtsungleichheit gegenüber anderen Migranten bis Amtsmissbrauch. So sei sie innerhalb von acht Tagen eingebürgert worden - normalerweise dauere ein Einbürgerungsverfahren wenigstens vier Jahre. Der Antrag auf Staatsbürgerschaft hätte außerdem von dem für Máxima zuständigen Bürgermeister in Den Haag bearbeitet werden müssen und nicht vom Kabinett der Königin, die den Vorgang wiederum an das Justizministerium weitergeleitet habe. Selbst bei der Zahlung der anfallenden Gebühren sei es zu einer Unregelmäßigkeit gekommen. Die üblichen 272 Euro an Verwaltungsgebühren, die innerhalb von 13 Wochen bezahlt werden müssen, beglich Máxima, die eine jährliche Apanage von etwa 820 000 Euro erhält, erst nach 14 Monaten. Ein Sprecher des Königshauses beruhigte empörte Niederländer mit dem Hinweis: "Allemaal oud nieuws - alles alte Neuigkeiten."

DER SPIEGEL 21/2005
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