01.05.1978

Neue Strauß-Bänder

Die Abhöraffäre um den CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß scheint sich auszuweiten. Nachdem der "Süddeutschen Zeitung" zu Jahresbeginn die Mitschrift eines Telephonats von Strauß mit dem jetzigen Chefredakteur des "Bayernkurier", Wilfried Scharnagl, zum Lockheed-Fall zugeschickt worden war, erhielt nun die "Frankfurter Allgemeine" neue Lauschet-Post: einen in Heidelberg aufgegebenen anonymen Brief nebst Tonband. Der Absender schrieb, er habe zahlreiche Bänder, auf denen über Jahre hinweg Strauß-Gespräche aufgezeichnet worden seien; für 50 000 Mark überlasse er die Bänder der Zeitung. Das beigelegte Muster sollte beweisen, daß die Bänder echt seien. Strauß identifizierte denn auch das Band als "wahrscheinlich echt": Allem Anschein nach handele es sich um ein Gespräch aus dem Jahre 1974, das wohl von einem Autotelephon aus geführt worden sei. Die "FAZ" ging nicht auf die Forderung des anonymen Schreibers ein, am 18. April in einem Inserat das Einverständnis zu dem Handel zu signalisieren.

DER SPIEGEL 18/1978
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