01.05.1978

Türkei: Schwarzer Markt für die Mark

Rund ein Fünftel aller Importe des Landes wird nach Schätzungen der türkischen Regierung mit illegal beschafften Devisen bezahlt. Wegen hoher Auslandsschulden können türkische Importeure auf dem üblichen Wege kaum noch Dollar, Mark oder Franken beschaffen; für das laufende Jahr stehen knapp 400 Millionen Dollar in Devisen zur Verfügung, während mit Importen für etwa fünf Milliarden Dollar gerechnet wird. So ist ein Großteil der türkischen Unternehmen auf den Schwarzmarkt angewiesen. Die meisten Devisen stammen von türkischen Gastarbeitern in Westeuropa, vor allem in der Bundesrepublik. Immer spärlicher fließen die Einkommen in harter Währung per Überweisung auf türkische Bankkonten: Auf dem Schwarzmarkt lassen sie sich mit Aufschlägen bis zu 30 Prozent in die heimische Lira eintauschen.

DER SPIEGEL 18/1978
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