01.05.1978

„Liebe Genossen, besinnt Euch!“

Das zweite Mal kommt Leonid Breschnew, 71, nun nach Bonn. Sein großes Konzept, den Rückstand der Sowjet-Union durch Entspannung und Zusammenarbeit mit dem Westen aufzuholen, trifft auf Widerstand -- nicht nur im Westen, sondern mehr noch in Moskau. Breschnew mußte Nationalisten und Konservativen Zugeständnisse machen, die wiederum die Entspannung gefährden. Dennoch hält er an dem einmal eingeschlagenen Kurs fest.
Kein Herrscher über Rußland, kein Zar, kein Lenin, Stalin oder Chruschtschow hat jemals eine solche Gewalttour unternommen.
Fünf Wochen bevor er zu seinem zweiten Staatsbesuch an den frühlingshaften deutschen Rhein reist, fuhr Leonid Iljitsch Breschnew, 71, Generalsekretär der KPdSU, Staatsoberhaupt und Marschall der Sowjet-Union, durch seines Reiches Kältekammer, das unwirtliche Sibirien.
Mit einer mächtigen Diesellok -- noch immer ist nicht die ganze Strecke der Transsibirischen Eisenbahn elektrifiziert -- klapperte der Gast aus dem fernen Westen die neu getünchten Stationen ab. Unlängst erst waren die Bahnhöfe, zum 75. Jubiläum ihrer Erbauung durch Zar Nikolaus II., gestrichen worden.
Breschnew küßte glatzköpfige Bürokraten und vollbusige Mädchen, traf sich täglich mit den örtlichen Partei- und Wirtschaftsfunktionären, besichtigte Fabriken, fragte Arbeiter nach Lohn und Unterkunft und ermunterte sie väterlich, mehr zu arbeiten.
Unbefangen fragte ein Jungarbeiter im Alu-Gußwerk Krasnojarsk schon mal zurück: "Wie gefällt Ihnen unsere Fabrik, Leonid Iljitsch?" Ungerührt antwortete der Genosse, man müsse die vorhandenen Möglichkeiten energischer nutzen.
Die Reise über 10 000 Kilometer in Rußlands Wilden Osten war offenkundig eine Demonstration -- persönlich wie politisch.
Persönlich zeigte sie, daß Breschnew, nunmehr seit 14 Jahren ununterbrochen an der Spitze der Sowjetpartei" nicht, wie immer wieder behauptet, todkrank oder auch nur schwer leidend sein kann -- oder aber wundersam genesen sein müßte.
War einst Mao Tse-tung, 72, zum Nachweis ungebrochener Vitalität über eine Stunde im Jangtsekiang geschwommen, so setzte sich Breschnew ehen in die Transsibirische Eisenbahn und fuhr dreizehn Tage lang nach Osten.
Zurück benutzte er, angeblich flugunfähig, gar einen Überschall-Jet und nahm am Tag nach dem auch für Jüngere anstrengenden Flug schon wieder morgens um zehn Uhr an einer Parlamentssitzung im Großen Kreml-Palast teil. Der Boß ist offenkundig, so der Moskauer ARD-Korrespondent Klaus Bednarz, "in Form wie seit Jahren nicht mehr".
Nicht einmal das Rauchen hat er sich (gegen jeden Rat) ganz abgewöhnt. Sein Hörgerät (aus deutscher Produktion) trägt er nicht mehr. Er scheint etwas fülliger geworden, aber nicht aufgedunsen.
Und selbstbewußt ist er wie eh. Da er sei" Berufsleben als Arbeiter begonnen hat, fühlt er sich wohl legitimiert, seinen Erfolg nun auch zu genießen. Gästen führt er gern die neuesten Photos von Leonid Breschnew vor. In Dnjepropetrowsk wurde eine große Breschnew-Büste aufgestellt. Ein bis dahin unbekannter Maler, sogleich zum "Verdienten Künstler" ernannt, fertigte ein zwei Meter hohes Konterfei von Breschnew in Marschalls-Uniform mit allen Orden.
Die Moskauer "Literaturzeitung" veröffentlichte Breschnews Autobiographie. Gelassen korrigierte der Chef die "Große Sowjet-Enzyklopädie", die seine Beförderung zum Generalmajor auf das Jahr 1943 verlegt hatte: Es war, nicht unwichtig in einer Militär-Hierarchie, erst 1944.
Er genießt es auch, von einem Auditorium Applaus zu erhalten, und er sagt sogar, daß ihm das gefällt. Eine Versammlung in Tula fragte er nach einer besonders schönen Passage mitten in der Rede: "Wieso applaudieren Sie denn nicht?"
Obwohl Breschnew auch von den Sibirjaken angemessen gefeiert wurde, ging es ihm auf seiner Ost-Reise am wenigsten um Beifall: Er wollte vielmehr Zeichen setzen, für welches Regierungsprogramm er sich jetzt noch stark fühlt.
Wie der Altrusse Alexander Solschenizyn einmal davon geträumt hatte, Sibirien "zu erwärmen und zu entfrosten" freilich auf Kosten eines Teils des Militärbudgets und des ganzen Weltraumprogramms -, so symbolisiert Sibirien für Leonid Breschnew den bislang nicht überbrückten Widerspruch zwischen der Wirklichkeit des Reiches und der Hoffnung seiner Menschen.
Geographische Lage, kontinenthafte Größe und immense Reichtümer machen Sibirien in der Phantasie der Sowjetführer zum Wundermittel gegen die drei Heimsuchungen, welche die Vormacht des Weltkommunismus bedrücken: die Schwäche ihrer Wirtschaft, der Wettstreit mit dem Westen, die Feindschaft Chinas.
Seit bald einem Jahrzehnt verfolgt Breschnew nun schon beharrlich das erstmals beim deutsch-sowjetischen Vertragsschluß 1970 sichtbar gewordene Ziel, Rußland durch eine fundamentale Änderung seiner Außenpolitik allseits zu sanieren: durch Öffnung zum Westen und durch Entspannung trotz des Fortbestehens der beiden Militärallianzen und trotz verbaler Verweigerung der ideologischen Koexistenz.
Im Tausch gegen die Schätze Sibiriens wollte er vom Kapitalismus Kredite und Know-how erlangen, durch Abrüstung eigene Mittel für die rückständige Sowjet-Wirtschaft freibekommen.
Damit wiederum sollte der Lebensstandard der Sowjetbürger auf das Niveau eines entwickelten Staates gehoben werden, was die Gewährung größerer Bürgerrechte erlaubt hätte.
Zwiefach hätte sich so die UdSSR ihren neuen Alliierten aus dem Lager des Klassenfeindes als Verteidiger des Abendlandes gegen die barbarischen Chinesen empfehlen können: Der Alptraum einer Einkreisung durch Feinde im Westen wie im Osten Rußlands wäre dahin, Sibirien gesichert.
Das Programm, waghalsig und konsequent, erwies sich wenn nicht als illusionär, so doch mindestens als überzogen. Sibiriens Reichtum ist schwer verkäuflich, die Sowjetwirtschaft zu anderen Gegenleistungen für die begehrten Importe kaum fähig.
Mit den sozialliberalen Westdeutschen lief Breschnews Programm noch halbwegs gut, trotz ostdeutschen Widerspruchs: Der Handelsverkehr vervierfachte sich, das Kreditvolumen ebenso, mit dem Antifaschisten Brandt und selbst dem früheren Wehrmachtsoffizier Schmidt ließ sich eine gemeinsame Sprache finden. Eine halbe Million westdeutscher Touristen besichtigte in den letzten fünf Jahren die UdSSR; 9259 Sowjetdeutsche konnten voriges Jahr ausreisen.
Mit den USA lief es dagegen überhaupt nicht gut. Ein Handelsvertrag und ein Hundert-Milliarden-Dollar-Geschäft über Erdgas scheiterten.
Das erste Abkommen zur Beschränkung der strategischen Rüstung (Salt I) wirkte sich für Moskau (wie für Washington) kaum kostensparend aus, Salt II zieht sich hin. Die glanzvolle KSZE-Veranstaltung in Helsinki wurde von Washington als Waffe gegen den Bestand des Sowjetregimes benutzt -- ohne daß der missionarische Jimmy Carter dies gewollt haben muß. Jedenfalls aber mußten Menschenrechtskampagne, Dissidenten-Verbrüderung und Rundfunk-Offensive von Moskau als Versuch angesehen werden, Rußland zu US-Freiheitsnormen zu bekehren.
Und dann jonglierte derselbe Carter auch noch mit der Neutronen-Waffe, die den Wert der sowjetischen Panzer-Armeen relativiert hätte. Verstört fragte die Sowjet-Agentur "Tass", ob Washington überhaupt noch an der Entspannung interessiert sei. Das Sowjet-Fernsehen brachte bereits Zuschauer-Briefe des Inhalts: "Verhandlungen bringen keinen Frieden."
Am schlechtesten lief Breschnews Entspannungsprogramm bei den Russen. Eine Opposition, die auch ein noch so unumstritten herrschender Generalsekretär nicht einfach überfahren kann, fürchtet die Risiken der Entspannung und die Resultate einer Verwestlichung der Sowjetgesellschaft. Die allein regierende Staatspartei der UdSSR ist nämlich nur nach außen jener gleichgeschaltete Monolith, als den ihn Sowjet-Feinde und Kalte Krieger im Westen zum eigenen oder fremden Grausen gern darstellen.
In Wahrheit sind in ihr jene Strömungen vereinigt, die sich in einer parlamentarischen Demokratie gemeinhin selbständig als Parteien organisieren: Reaktionäre Nationalisten, konservative Gegner riskanter Veränderungen, vergleichsweise progressive Reformer.
An Symptomen nur ist diese Rivalität feststellbar. So veröffentlichte die "Prawda" Ende Januar -- in Bonn hatte Sowjet-Botschafter Falin den Breschnew-Besuch gerade förmlich abgemeldet -- einen Leitartikel unter der Überschrift "Auf Autorität achten Darin erzählte das Blatt "zum Beispiel" die Geschichte eines Kolchos mit dem Namen "Erinnerung an Iljitsch", die dem Gedenken an Lenin (Vatersname: Iljitsch) gewidmet ist.
Da auch Breschnew diesen Vatersnamen führt, mußten sich argwöhnische "Prawda"-Leser fragen, ob das Blatt auf den Parteiführer beziehen wollte, was es über den Führer jenes Kolchos berichtete: Der zeige "Grobheit, Hochmut, Intoleranz gegenüber fremder Meinung. Darf ein, mit Verlaub: Führer derart seine Autorität ausnutzen? Die logische Folge ist die Amtsenthebung."
Nicht auf öffentlicher Tribüne, aber hinter verschlossenen Türen kämpft die KPdSU, die sich laut neuer Verfassung selbst als "Partei des ganzen Volkes" versteht, immer wieder um den Konsens zwischen den drei Richtungen, die ihre eigenen Repräsentanten und Apparate, ihre eigenen Zeitungen und sogar ihre eigenen Dissidenten haben, vor allem aber ihr eigenes Programm: > Die Sowjet-Nationalisten stützen sich auf Generalität und Rüstungswirtschaft, den militärisch-industriellen Komplex der UdSSR; ihre Publikationsmittel sind die Zeitschriften "Oktober" und "Junge Garde", sie begehren imperiale Größe und Expansion nach außen, Abschottung nach innen.
* Die Sowjet-Konservativen haben ihre Heimstatt unter den Parteifunktionären und ihren Stützpunkt im ZK-Apparat; ihre Blätter heißen "Sowjet-Rußland" und "Ogonjok" (Feuerchen), ihr defensives Programm: Erhaltung des Status quo im Innern wie in der Weltarena. > Die Sowjet-Reformer finden Beistand unter Technokraten, Managern, Intellektuellen und im diplomatischen Dienst, vielleicht sogar bei einigen gut informierten Abteilungen des Staatssicherheitsdienstes KGB; viele frühere Anhänger Chruschtschows gehören zu ihnen, sie bevorzugen die "Literaturzeitung".
Das organisatorische Zentrum dieser Reformer ist heute das persönliche Büro Breschnews" seit er sich, nach der Prager Intervention, vom Konservativen zum Progressiven gewandelt hat.
Solche Wandlungen sind eine Überlebensregel auf den höchsten Posten der Sowjet-Union: Nur durch Anpassung an Stimmungen und Sachzwänge, durch Koalitionen und Kompromisse kann sich ein Großer auch in der Sowjet-Gesellschaft auf. seinem Posten halten. Ausgangspunkt ist stets die konservative Mitte, bei der sich in Moskau wie andernorts die Mehrheit aufhält.
Von den führenden Figuren der Ära Breschnew ging Premier Kossygin noch vor dem Generalsekretär in die Reform-Richtung, während Chef-Ideologe Suslow, 75, den "weltrevolutionären Prozeß" beschleunigen wollte und Suslows nächster Mitarbeiter Ponomarjow, 73, vor vier Jahren verkündete, "daß in jedem Augenblick in diesem oder jenem Teil des (kapitalistischen) Systems eine Situation entstehen kann, da der Weg zu einer revolutionären gründlichen Umgestaltung gebahnt wird".
So etwas weckt Mißtrauen: Dann könnte womöglich die Sowjetarmee "brüderliche Hilfe" leisten -- offene Gegenposition zur Entspannung.
Allzu deutliches Abweichen von der konservativen Mittellinie kann freilich auch gefährlich werden. Die Nationalisten Schelepin und Schelest verloren ihren Sitz im Politbüro, der Reformfreund Poljanski auch. Staatschef Podgorny war voriges Jahr offensichtlich zu den Expansionisten übergegangen -- gleich nach einer Inspektionsreise zu Moskaus afrikanischen Freunden verlor er sein Amt.
Leonid Breschnew selbst hält sich wohl nur durch Zugeständnisse an die Nationalisten: Nie zuvor bekam eine russische Armee so viel Waffen wie unter Breschnew. Nie zuvor auch billigte der Kreml so weitreichende, wenn auch dank US-Abstinenz risikolose Unternehmungen wie den mehrfachen Griff ins entfernte Afrika.
Aber der Einsatz kubanischer Hilfstruppen in Angola und Äthiopien, dort geführt sogar durch den Ersten Vizechef der sowjetischen Landstreitkräfte, Armeegeneral Wassilij Petrow, war eine bedenkliche Konzession an die Sowjet-Expansionisten, weil sie Washington dazu trieb, Fortschritte bei der für Moskau lebenswichtigen Rüstungsbeschränkung vom Wohlverhalten in Afrika abhängig zu machen. Erfolge in Afrika aber braucht Breschnew wiederum, um seinen Generälen Rüstungsbeschränkungen schmackhaft zu machen -- ein Circulus vitiosus sovieticus.
Rußlands Militärs lassen sich gern vorn ungenutzten -- Potential der schimmernden Wehr ihrer Weltmacht faszinieren, wenn es ihnen auch weniger um den Export von Volksfront und Revolution geht als um Weltgeltung der ruhmreichen Waffen.
Die Offiziere sind oft nur traditionsbewußte Patrioten, die -- wie die Zarengeneräte in der Roten Armee -- der kommunistischen Partei dienen. weil sie die Kraft war, die Rußland aus der Inferiorität herausgeführt, den Anarchismus der Revolutionszeit überwunden und das Land gegen Hitler verteidigt hat.
Soziale Herkunft, Dauer der Parteizugehörigkeit und politische Schulung sind unwichtig für die Karriere eines Sowjetgenerals. Der kürzlich verstorbene Marschall Wassilewski etwa, Stalins letzter Kriegsminister, war Sohn eines Popen und trat erst 1938 der Partei bei, mit 43 Jahren. Der Vater des derzeitigen Moskauer Wehrkreis-Befehlshabers Wladimir Goworow gar diente einst als Unterleutnant in der Weißgardisten-Armee des Admirals Koltschak und trat erst 1942, mit 45, der Partei bei. Zwei Jahre später war er Marschall der Sowjet-Union.
Rußlands Militaristen finden eine Massenbasis bei slawophilen Chauvinisten, die Rußlands Verwestlichung schon immer gefürchtet haben. Sie leiden unter dem Import gefährlicher Ideen, welche die Sowjetgesellschaft zersetzen -- wirklich oder auch nur vermeintlich.
Ein Nationalist, selbst Litauer, nannte in der "Prawda" die musikalische Neufassung der "Pique Dame" nach Puschkin durch den Regisseur Ljubimow (für die Pariser Oper) eine "vorsätzliche Aktion der Zerstörung eines russischen Kultur-Denkmals".
Die Nationalisten haben ihren eigenen Klub -- die "Gesellschaft zur Erhaltung von Geschichtsdenkmälern und Kultur" (Vorstand: Marschall Tschuikow, 78). Sie beklagen Rußlands innere Schwäche: Landflucht und wachsende Kriminalität, Alkoholismus, Geburtenrückgang und die Scheidungsquote (jede dritte Ehe).
Wsewolod Kotschetow, Lieblingsautor der Nationalisten, beschuldigte in seinem Roman "Was willst Du eigentlich", veröffentlicht in der Zeitschrift "Oktober", den dekadenten Westen, er suche die Sowjetjugend zu korrumpieren: mit "Sexbomben" (einer US-Negersängerin auf Gastspielreise, deren Verrenkungen selbst eine frigide Frau schwängern könnten), mit Langhaarfrisuren, Pornographie und sogar der Mode, zwei Schlitze im Jackett zu tragen, so daß "die massiven Hinterteile ins Freie dringen".
Durch ausländischen Einfluß gäbe es in der UdSSR so böse Erscheinungen wie
geistige Unruhe an den Universitäten. Untergrundjournale und Flugblätter, völlige Zerstörung der früheren Idole und Autoritäten, den Ruhm der Frechheit ... Sexualismus der Atmosphäre ... Der (Jugendverband) Komsomol verkümmert, seine Versammlungen, seine politische Schulung verwandeln sich in reine Formalität, bloße Fassade, hinter der sich das private und sexuelle Leben abspielt, frei von allen Pflichten. Kotschetows aufgewühlten Lesern mag besonders mißfallen, daß junge Sowjetbürger zwei Wochenlöhne für ein Paar aus Polen importierte Jeans ausgeben. und zwei Monatslöhne für Original-US-Jeans.
So sehnen sieh denn viele Nationalisten zurück nach jenem Mann, unter dem noch Ordnung herrschte, der mit harter Hand regierte und die Deutschen besiegte: Stalin.
Als im Februar einer ihrer Denkungsart, der Verteidigungsminister Ustinow, in seiner Rede zum 60. Stiftungsfest der Roten Armee den "Genossen Stalin" erwähnte, klatschte das Auditorium begeistert etwa zwanzigmal.
Das Parteiorgan "Prawda" jedoch ließ in der Wiedergabe der Ustinow-Rede vor dem Namen Stalin den "Genossen" weg. Und Breschnew schrieb im Zusammenhang mit der von ihm durchgesetzten neuen Sowj et-Verfassung unmißverständlich von den "gesetzwidrigen Repressalien und Verletzungen der Prinzipien der Demokratie und der sozialistischen Gesetzlichkeit" in der Stalin-Zeit.
Die Partei habe nun "feste Garantien gegen Machtmißbräuche und Verletzungen der Bürgerrechte geschaffen" -- gewiß eine anspruchsvolle Behauptung angesichts sowjetischer Vergangenheit und auch Gegenwart: Heute werden weit mehr Dissidenten -- die man offenbar als ernste Gefahr empfindet -- verhaftet als zur Chruschtschow-Zeit. Kein Zweifel aber, Leonid Breschnew steht dafür, daß die Nationalisten in Moskau nicht die dominierende Kraft werden.
Er kann ihnen unwiderlegbar entgegenhalten, daß die Sowjet-Union trotz glänzender äußerer Stellung, trotz Weltraumfahrt und Hochseeflotte, Interkontinentalraketen und Afrika-Expansion der anderen Weltmacht nur militärisch gleichkommt, ökonomisch aber immer noch ein Entwicklungsland mit magerem Lebensstandard ist.
Selbst die Rüstungsproduktion läßt sich kaum noch ausweiten, weil die Wachstumsraten sinken -- von 5,7 auf 4,5 Prozent in der Industrie, beim gesamten Nationalprodukt auf 3,5 Prozent. Die Stahlproduktion stagniert, der Ausstoß der metallurgischen Fabriken, der Investitions-, Bau- und der Fleischindustrie sinkt absolut.
Die Weltmachtrolle, mit Milliardenkrediten für Kuba, Angola, Äthiopien. den Nahen Osten und Vietnam, kommt Moskau teuer zu stehen, von den Nachfolgekosten sowjetischer Waffenhilfe nicht zu reden: Der gesamte Ostblock zusammen zahlt weniger Entwicklungshilfe als die Bundesrepublik Deutschland. Für 1978 mußten wieder 15 Millionen Tonnen US-Getreide gekauft werden.
So pries denn Breschnew, wieder einmal, eine Wirtschaftsreform, vor allem eine Begünstigung des Privatlands der Kolchosbauern, aus dem die Vormacht des Kommunismus bereits ein Viertel ihrer Nahrungsmittel bezieht. Schon empfahl ein Wirtschaftsexperte, der Staat solle den Bauern eine zweite private Kuh genehmigen, widerlegte ein anderer vehement die These, so etwas sei ein Rückfall in den Kapitalismus.
Zu Jahresanfang schickte die Parteiführung einen geheimen Brief an die Funktionäre: "Die Lage der Wirtschaft ist ernst, die ernsteste seit vielen Jahren." Zugleich richtete sie einen offenen Brief an das ganze Volk, der mit der flehentlichen Bitte um Mehrarbeit ("Liebe Genossen, besinnt Euch schwere Mängel nannte:
Dutzende Millionen Arbeitsstunden gingen voriges Jahr durch Bummelei verloren, Schaden in der Industrie: über drei Milliarden Rubel (rund zehn Milliarden Mark). Allein in der Werkzeugmaschinen-Industrie stehen jeden Tag Zehntausende Drehbänke still. Während der Ernte ist jeder sechste Mähdrescher nicht einsatzfähig, 13 Prozent der Arbeitszeit können wegen defekter Trecker nicht genutzt werden.
"Große Mengen" Bodenfrüchte und Obst gehen bei Transport und Lagerung verloren. Im Schwarzerde-Gebiet, Rußlands Kornkammer, fallen ständig 40 Prozent aller Lastwagen und jeder zweite Hänger aus. Die funktionierenden Fahrzeuge sind nur sieben Stunden am Tag unterwegs.
Natürlich ging es auch im Wunderland Sibirien nicht besser. Breschnew besuchte die Öl- und Gasförderungsstätten von Tjumen, die ab 1980 fast die Hälfte des sowjetischen Bedarfs decken sollen. Auch dieser Plan läßt sich kaum erfüllen: Schon nächstes Jahr erreicht das Tjumen-Revier seinen höchsten Ausstoß, den es aber nur sieben bis acht Jahre halten könne, sagte Parteisekretär Welikopolski westlichen Besuchern.
Zudem taugt das unter arktischen Bedingungen überbeanspruchte sowjetische Gerät nicht viel. Geeignete Bohrstähle gibt es nur in den USA und Westdeutschland.
1976 hatten die Sowjet-Geologen ihre Planziele für die Exploration neuer Lagerstätten nicht erreicht, 1977 auch nicht. Eine CIA-Studie erwartet, daß die Sowjet-Union bald zum Öl-Importeur großen Umfangs wird. Schon wurden die sowjetischen Ölpreise erneut um 20 Prozent erhöht, zu zahlen zum Teil in West-Devisen, und die sozialistischen Bruderstaaten wurden dennoch von Moskau angehalten, sich woanders nach Erdöl umzusehen.
Die sowjetischen Benzinpreise mußten verdoppelt werden. Gleichzeitig verfünffachte sich der Kaffeepreis, die Hausfrauen begannen Hamsterkäufe nach Zucker, woraufhin das Preiskomitee eilig jede geplante Erhöhung der Lebensmittelpreise dementierte. Dabei stützt der Sowjetstaat die Preise von Fleisch, Brot und Milch bereits mit 64 Milliarden Mark im Jahr, und noch einmal mit 26 Milliarden die Medikamente und die Kinderkleidung.
Dafür reicht das Geld nur, weil der Staat gleichzeitig an den Löhnen spart. Im Schnitt verdient ein sowjetischer Werktätiger mit 456 Mark im Monat weit weniger, als in der Bundesrepublik ein Arbeitsloser an Unterstützung empfängt.
Auf seiner Sibirien-Reise, in Omsk, beschwor Breschnew die Arbeitsdisziplin so inständig, daß erfahrene "Prawda"-Leser aus dem Zeitungsbericht interpretierten, dort müsse wohl gestreikt worden sein -- und in der Sowjet-Union ist jeder Streik illegal.
In Irkutsk, der Hauptstadt Ostsibiriens, wo noch der Zarenadler ein Denkmal krönt, gab das Staatsoberhaupt den Funktionären Belehrung für Kleinarbeit:
Die Bearbeitung der Rohstoffe für die Zellulosewerke ist im Rückstand. Genossen, Sie müssen hier ernsthaft darüber nachdenken, wie die Situation in Ordnung zu bringen ist ...
Die Dinge müssen so organisiert werden, daß es zum Beispiel das ganze Jahr über frisches Gemüse in den Geschäften gibt. Sollte das etwa nicht zu machen sein? ... Aber nicht indem man die Produkte, sagen wir, aus dem Süden oder aus anderen Gebieten heranführt. Diese Transporte sind eine teure Angelegenheit. -- Ergeben sich Stockungen, löst das bei der Bevölkerung berechtigte Unzufriedenheit aus.
Wohin immer Breschnew kam, rügte er die nicht termingerechte Übergabe von Fabriken oder nichtausgenutzte Produktionskapazitäten: "Aber schon wird Geld für den Neubau eines gleichen Werkes gefordert." Und: "Einer schiebt die Schuld dem andern zu, daß es kein Baumaterial und keine Röhren gibt."
Er drohte damit, Schuldige "streng zur Rechenschaft zu ziehen". Er muß "viel darüber nachdenken, wie wir das Personal im Fernen Osten halten" -- die meisten Neuankömmlinge kehren bald wieder in die wärmere Heimat zurück. Grund laut Breschnew: Mangel an Waren, Wohnungen, Kultur- und Dienstleistungseinrichtungen sowie an Fleisch, Gemüse, Milch.
Die Erschließung der sibirischen Reichtümer wirft ungeheure Probleme auf: Jeder Kilometer Bahnbau durch die Wildnis, durch Sümpfe, über Berge, im Permafrost kostet über drei Millionen Mark. 9000 westdeutsche Laster (Preis: eine Milliarde) rollen dort.
In sowjetischer Sicht ist die rohstoffarme Bundesrepublik Deutschland, die mit einem Viertel der Bevölkerung ungefähr das gleiche Sozialprodukt erbringt wie die riesige UdSSR, der ideale Partner für ein Verbund-Geschäft gewaltiger Dimension. Sowjet-Planer denken an den Export ganzer westdeutscher Produktionsstätten -- eine Vision, die erprobten westdeutschen Managern noch heute ungläubiges Staunen entlockt (siehe Seite 28).
Denn abgesehen davon, daß westliche Industrielle vor Investitionen solchen Umfangs wissen möchten, wie es um den Gewinn steht, birgt ein regelrechter Verbund erhebliche politische Risiken -- und zwar gar nicht mal so sehr für ein von sowjetischen Energielieferungen abhängiges Westeuropa, sondern für die Sowjet-Union selbst.
Niemand kann sagen, zu welch gefährlichem Wandel der Ostblock durch noch mehr Annäherung an den Westen und noch mehr Kooperation mit ihm getrieben wird, wie sehr er die jetzt schon sichtbaren Risse im Herrschaftssystem aufreißen, den Protest von Dissidenten anheizen und den Konsumhunger der Massen hochputschen wird.
Sicher scheint aber, daß das jetzige Konzept, dem ein Zug von politischem "Grand Design" nicht abzusprechen ist, an die Person Breschnews gebunden ist. Und mehrmals sah es schon so aus, als sei der Generalsekretär halbwegs in den Ruhestand versetzt.
So berichtete der Sowjet-Soziologe Boris Rabbot nach seiner Emigration in der "Washington Post", Breschnew habe nach dem Scheitern des sowjetisch-amerikanischen Handelsvertrags seinen Rücktritt angeboten.
Mehrmals verschwand Breschnew seither aus der Öffentlichkeit, so als die Kubaner mit Sowjet-Waffen ihren Freunden in Angola brüderliche Hilfe leisteten, so bei Moskaus nächster Afrika-Safari, der Intervention in Äthiopien Ende vorigen Jahres. Immer war sein Fernbleiben von Gerüchten begleitet, immer kehrte er wieder.
Am 8. Dezember 1977 schließlich half ein trauriger Breschnew, den Sarg des Marschalls Wassilewski zu tragen; fünf Tage später soll er noch vor dem ZK eine vernichtende Rede über den Zustand der Wirtschaft gehalten haben. Dann tauchte er abermals weg.
An dem Tag, an dem im Westen Weihnachten war, sandte er ein Friedenssignal: Die "Prawda" veröffentlichte ein Interview mit dem Abwesenden, in dem er von seinem "für die nächste Zeit bevorstehenden Besuch" in der Bundesrepublik kündete. Dabei waren gerade seine Verabredungen mit den Moskau-Durchreisenden Brandt und Bahr abgesagt worden.
Am 5. Januar führte das Sowjet-Fernsehen einen etwas maladen Breschnew vor: Matt, blaß und stotternd verlieh er seinen nächsten Genossen Orden.
Wenn hinter all diesen Gerüchten und Geschichten eine Autoritätskrise ablief, war sie spätestens am 31. Januar vorbei. Denn da erschien Breschnew wieder in der Öffentlichkeit und widmete sich mit bewährter Energie seinen Geschäften.
Er empfing die Chefs seines erweiterten Einflußbereichs, einen nach dem anderen: aus dem Jemen, aus Libyen, Syrien, Kubas Raúl Castro, dazu Palästinas Arafat, dann noch die Premiers von Polen und der DDR, schließlich den jugoslawischen Botschafter und Österreichs Kanzler Kreisky.
Zwischendurch ließ sich Breschnew mit dem "Siegesorden" dekorieren, einer Auszeichnung für Feldherrn-Verdienste im letzten Weltkrieg, die neben Stalin und neun Sowjetmarschällen auch Eisenhower und Montgomery erhielten.
Zumindest an Moskaus schwierigster Front, der chinesischen, kann von Sieg freilich nicht die Rede sein, nicht mal von Ausgleich wie mit dem Westen.
Auf seinem Sibirien-Ausflug besuchte Marschall Breschnew, im zivilen Schneideranzug, eine Raketen-Einheit bei Nowosibirsk und warnte vor einer Aggression, "woher sie auch kommen mag". Er beobachtete Testflüge in Irkutsk und Panzertruppen in Tschita. In der Nähe sah er eine Kaserne wieder, in der er als Rekrut gedient hatte.
In der Nähe von Chabarowsk, am Ussuri, beobachtete der Kremlherr, 40 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt, ein taktisches Manöver von mot-Schützen, Panzer-Artillerie, Flak und Luftwaffe mit "modernsten", also atomaren, Kampfmitteln.
Vor Wladiwostok veranstaltete die sowjetische Pazifikflotte in Gegenwart des Oberbefehlshabers Großadmiral Gorschkow für den obersten Kriegsherrn ein "zweiseitiges" Seegefecht.
Überall lobte Breschnew die "Kampfbereitschaft" der Soldaten, erinnerte er an die "heilige Pflicht", die "heiligen Grenzen unserer Heimat" zu schützen. Derweil gab in der Hauptstadt die Parteipresse bekannt, daß ein schon im Februar unternommener neuer Verständigungsversuch mit Peking gescheitert sei.
Kein Zweifel: Moskau braucht Ruhe in Europa. Und so proklamierte denn Breschnew in Richtung Westen "keine wichtigere Aufgabe als die reale Abrüstung".
Vieles an Moskaus West-Politik der letzten Monate bleibt dennoch widersprüchlich, inkonsequent, erklärbar wohl nur durch das labile Gleichgewicht der Moskauer Führungsgruppen.
So erfuhr Bonn noch während Breschnews sibirischer Expedition -- am 31. März, dem Tag, als Carters Verzicht auf die Neutronenbombe erklärt wurde -- durch Sowjet-Botschafter Falin von Breschnews Entscheidung, nun endlich seine wiederholt aufgeschobene Bonn-Visite zu machen. Am 4. April gab Moskau die Reise bekannt.
Am selben Abend aber beschwerte sich der Moskauer Propaganda-Sender "Frieden und Fortschritt" noch über eine "antisowjetische Kampagne" westdeutscher Massenmedien, sogar "solcher" die den Ruf von Liberalen haben wie die Zeitschrift SPIEGEL".
Seit geraumer Zeit schon hatte die Sowjetpresse ein von Krisen geschütteltes Westdeutschland gemalt, in dem Arbeitslose hungern, uniformierte SS-Leute marschieren und CSU-Strauß, so die "Iswestija", einen "faschistischen Staatsstreich" vorbereitet.
Doch nun war Westdeutschland plötzlich wieder ein vertrauenswürdiger Partner, mit dem man "auch komplizierte internationale Probleme" regeln kann.
Sowjetische Korrespondenten, die seit Monaten ihren Arbeitsplatz Bonn und Umgebung in dunklen Farben geschildert hatten, schalteten wieder auf rosa um. Nikolai Portugalow in der Moskauer "Literaturzeitung": "Bonn hat allen Grund, optimistisch zu sein."
Kollege Poljanow, ehemals Erster Vize-Chefredakteur der "Iswestija", meldete in seinem Blatt aus Bonn: "Mit einem guten Gefühl erwarten Millionen Westdeutsche die Ankunft des hohen sowjetischen Gastes."
Freilich -- da reiste doch vier Wochen vor Breschnew ein kleiner, alerter China-Mann, der Außenhandelsminister Li Tschiang, nach Bonn zu Kanzler Schmidt, dann nach Süddeutschland zu MBB, schloß einen· kleinen Stahlpakt mit Thyssen, Mannesmann und Kloeckner und fragte Wirtschaftsminister Lambsdorff nach Dingen, die sich auch Breschnew wünscht -- Fabrikausrüstungen, Know-how" Patente.
Dann empfahl auch noch CSU-Zimmermann, Westdeutschland solle Chinas Volksbefreiungsarmee "einige zehntausend Panzerabwehrwaffen" liefern. "Die Nato rüstet China aus", meldete die Sowjet-Agentur "Nowosti" am 29. März.
In Rußland ging wieder Einkreisungsfurcht um, und sei es auch nur die Sorge, die westdeutschen Wunschpartner könnten sich wirtschaftlich in Fernost durch 800 Millionen Chinesen stärker verlockt fühlen als durch Moskaus menschenleeres Sibirien.
So versucht denn, vielfachen Zwängen folgend, Bonn-Besucher Breschnew noch einmal, und vielleicht das letzte Mal, seinen großen Handel mit den Deutschen in Schwung zu bringen. Rechtfertigung gegenüber sowjetischen Nationalisten wie Konservativen liefert ihm sogar die Sowjet-Geschichte.
Staatsgründer Lenin ("Lerne vom Deutschen!") hatte zwei Jahre vor seinem Tode mit den Deutschen den Vertrag von Rapallo geschlossen, der dem jungen Sowjetstaat einen Handelsvertrag und erstmals diplomatische Anerkennung einbrachte.
Amerika zog erst elf Jahre später nach, obwohl Moskau schon damals vor den USA die gleiche Verlockung ausgebreitet hatte wie später vor der Bundesrepublik: die Ausbeutung der Rohstoffe Sibiriens.

DER SPIEGEL 18/1978
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