01.05.1978

URTEILPatricia Hearst

Patricia Hearst, 23, Tochter des US-Zeitungsverlegers und Multimillionärs Randolph Hearst, muß nach einem Beschluß des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten ihre Strafe wegen Beteiligung an einem Bankraub im Jahre 1974 doch verbüßen. Das Gericht in Washington lehnte es ab, über einen Revisionsantrag, den die Hearst-Anwälte wegen "unfairer Praktiken" des Staatsanwalts während des Gerichtsverfahrens im Jahre 1976 gestellt hatten, zu beraten. In dem Prozeß war ihre Mandantin zu sieben Jahren Haft verurteilt worden, weil sie mit Angehörigen der Terroristen-Organisation "Symbionese Liberation Army", die sie zehn Wochen zuvor entführt hatten, einen Bankraub verübt hatte. Gegen eine Kaution von einer Million Dollar war Patricia Hearst für die Dauer des Verfahrens auf freien Fuß gesetzt worden. Sie wird noch mindestens 14 Monate ihrer Haft absitzen müssen, bevor sie auf Bewährung entlassen werden kann.

DER SPIEGEL 18/1978
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Patricia Hearst