01.05.1978

BERUFLICHESJulius Hackethal

Julius Hackethal, 56, Chirurg und von Standesfunktionären angefeindeter Ärztekritiker, ist von einem Schöffengericht in Frankfurt wegen Zweifel an seiner Unparteilichkeit als Gutachter ausgeschlossen worden. Der Vorsitzende Richter warf ihm vor, schon vor der Hauptverhandlung in einem Radio-Interview sein Gutachten abgegeben zu haben. Der Professor sollte ursprünglich als einer von vier Medizin-Experten im Prozeß gegen den indischen Arzt Homi Irani, dem unterlassene Hilfeleistung und der nachfolgende Tod des 19jährigen Patienten Karl-Heinz Isenhardt vorgeworfen werden (SPIEGEL 24/1977), gehört werden. Hackethal, der zunächst von dem Vater Karl-Heinz Isenhardts als Privatgutachter benannt worden war, wird weiterhin an dem Prozeß teilnehmen. Isenhardt-Anwalt Rainer Hamm ließ den Professor nach dem Ablehnungsbeschluß sofort als sachverständigen Zeugen laden. So kann Hackethal auch als Zeuge die schon im Interview erhobenen Vorwürfe gegen Irani (im Falle des Patienten Isenhardt seien dem Arzt acht mehr oder weniger gravierende Kunstfehler unterlaufen) vorbringen.

DER SPIEGEL 18/1978
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 18/1978
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

BERUFLICHES:
Julius Hackethal

  • UFO-Berichterstattung: "Natürlich sind das UFOs!"
  • NBA-Champion Toronto: Schüsse bei Meisterfeier
  • Golanhöhen: Siedlung "Beruchim" heißt jetzt "Trump Heights"
  • Video aus Hongkong: Marsch der Millionen im Zeitraffer