01.05.1978

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 1. 5.
16.80 Uhr. ZDF. Guys and Dolls -- Schwere Jungen, leichte Mädchen
Das US-Musical, mit über 1200 Aufführungen ein Broadway-Evergreen, wird in Joseph L. Mankicwiczs Kino-Verfilmung (1956) mit Super-Besetzung gezeigt: Frank Sinatra, Marion Brande und Jean Simmons.
18.00 Uhr. ARD. In der Hölle ist der Teufel los (sw)
Henry C. Potters Kinogroteske (1941) um zwei verrückte Kulissenschieber, die mit aberwitzigem Ulk eine Revue-Aufführung durcheinanderbringen, gilt unter Cinéasten als eines der gelungensten Hollywood-Amüsements. Mit "Hellzapoppin" (Originaltitel) startet die ARD eine vierteilige Reihe mit Lustspielen des Außenseiter-Regisseurs.
18.15 Uhr. ZDF. Aus Forschung und Technik
Mit einem ausführlichen Bericht von der Internationalen Luftfahrtausstellung in Hannover.
21.15 Uhr. ARD. Haus Vaterland
In den Goldenen Zwanzigern war das Berliner "Haus Vaterland" ein beliebtes Vergnügungs-Etablissement für Provinzonkels. Aus Songs und Sketchen dieser Zeit montierte das Berliner Schiller-Theater eine erfolgreiche "Zeitrevue aus der Revuezeit". Regie: Stefan Wigger.
21.15 Uhr. West III. Reed -- Mexico in Aufruhr (Wh., sw)
Nach der gleichnamigen Reportage des US-Journalisten und Mitbegründers der amerikanischen KP, John Reed, drehte der Mexikaner Paul Leduc 1971 diesen Film über die mexikanische Revolution.
22.50 Uhr. ZDF. Eishockey-Weltmeisterschaft: Deutschland -- Kanada Aufzeichnung aus Prag.
23.00 Uhr. ARD. Bis zum letzten Patienten
Englischer Spielfilm (1972) von Jack Gold ("Freitag und Robinson"), eine Parodie auf amerikanische Arzt-Serien. Deutsche Erstaufführung.
Dienstag, 2. 5.
21.00 Uhr. ARD. Report
Geplant sind aktuelle Interviews zum Breschnew-Besuch, Beiträge über "Mißstände im Werkschutz", über die Deutschland-Kenntnisse sowjetischer Schüler und über "Lücken im Jugendarbeitsschutz-Gesetz".
21.20 Uhr. ZDF. Besuch nach fünf Jahren
Sondersendung zur Breschnew-Reise nach Bonn.
22.00 Uhr. ZDF. Oberhausen 1978 Bericht von den 24. Westdeutschen Kurzfilmtagen in Oberhausen.
22.45 Uhr. ZDF. Montreux "77 Volker Kriegel schildert den Niedergang des schweizerischen Jazz-Festivals "vom idealistischen Ausgangspunkt vor elf Jahren bis zu jenem gigantischen Festival, das heute nur noch von den Platten-Konzernen beherrscht wird".
23.00 Uhr. ARD. Auf den ersten Blick Werner Höfer im Gespräch mit "einem unverhofften Gast".
Mittwoch, 3. 5.
20.15 Uhr. ZDF. Endspiel um den Fußball-Europapokal der Pokalsieger Geplante Live-Übertragung vom Spiel Austria Wien gegen RSC Anderlecht in Paris.
21.45 Uhr. ARD. Titel, Thesen, Temperamente
Das Magazin untersucht, ob sich der Dollarverfall auch auf "das kulturelle Leben der GIs auswirkt". Anläßlich des Oberhausener Festivals ein Beitrag über den deutschen Kurzfilm. 22.05 Uhr. Nord III. Hester Street (Wh., sw)
Zwischen Amerikas lauten Kriegs- und Action-Filmen ein Off-Hollywood-Stück, ohne Stars und Aufwand. Die Erstlingsarbeit (1975) der Regisseurin Joan Micklin Silver -- Überraschungserfolg in US-Kinos und der Bundesrepublik -- skizziert im kärglichen Schwarzweiß-Stil alter Photographien den Alltag osteuropäischer Juden, die um die Jahrhundertwende in New York Fuß fassen wollten.
22.50 Uhr. ZDF. Koralle Meier (Wh.) Martin Sperrs satirisches Volksstück, in dem "dümmlich-egoistische Spießbürgerlichkeit und falsche Anpassung an die bestehende Ordnung als Nährboden" für Faschismus dargestellt werden TV-Regie: Heinz Schirk.
Donnerstag, 4.5.
16.10 Uhr. ARD. Die Bundesrepublik -- der unheimliche Nachbar? Paul Mautner und Henri Ménudier analysieren "das Zerrbild der Bundesrepublik in Frankreich".
16.25 Uhr. ZDF. Sabrina (sw) Humphrey Bogart über seine Rolle in Billy Wilders Love-Story (1953) mit Audrey Hepburn: "Scheiße".
16.55 Uhr. ARD. Mein Mann, der Cowboy (sw)
Harmloser amerikanischer Cowboy-Schwank (1938) mit Gary Cooper und Meile Oberon. Regie: Henry C. Potter.
18.25 Uhr. ARD. Die sechs großen Jahre des Gustav Stresemann
Jürgen Corleis vom Hessischen Rundfunk versucht "eine gerechte Einschätzung des großen Weimarer Politikers
20.15 Uhr. ARD. Mit Krummstab und scharfer Zunge
"Eine der erstaunlichsten Erscheinungen im sozialistischen Polen. die Volksfrömmigkeit". hat TV-Journalist Peter Gatter in seinem Report untersucht: "80 Prozent der Polen sind Katholiken, vier Fünftel davon praktizieren ihren Glauben."
20.15 Uhr. West III. Kameradschaft (Wh., sw)
Der Proletkult-Film. in dem G. W. Pabst optimistisch Völker- und Klassenverbrüderung beschwört, entstand 1931 mit deutschen und französischen Schauspielern in den Bergwerken bei Gelsenkirchen. Thema: Bei einem Grubenunglück will die Werksleitung verhindern, daß deutsche Arbeiter eingeschlossenen französischen Kumpeln helfen.
20.30 Uhr. ZDF. Notizen aus der Provinz
Satirischer von Dieter Hildebrandt.
21.00 Uhr. ZDF. Kennzeichen D
Die Sendung bringt zum 40. Todestag Carl von Ossietzkys eine ausführliche Würdigung des Publizisten und Friedens-Nobelpreisträgers. Außerdem ist ein Bericht über neonazistische Aktivitäten in der Bundesrepublik vorgesehen.
22.10 Uhr. West III. Werner Herzog Porträt des "Stroszek"-Regisseurs von Erwin Keusch und Christian Weisenborn.
Freitag, 5. 5.
20.15 Uhr. ARD. Die Farmerstochter (sw)
Henry C. Potters Kino-Lustspiel (1947) über den Aufstieg eines Dienstmädchens zur Kongreßabgeordneten wird als deutsche Erstaufführung gezeigt. Mit Loretta Young und Joseph Cotten.
21.45 Uhr. Nord III. III nach Neun
Mit Robert Jungk und dem schleswigholsteinischen Ministerpräsidenten Stoltenberg.
21.55 Uhr. ARD. Plusminus
Das Wirtschaftsmagazin fragt, ob sich das neue Krankheitskosten-Dämpfungsgesetz bewährt und kritisiert die bundesdeutschen Baubehörden, die oft eine sinnvolle Nutzung der Sonnenenergien für die Industrie verhindern.
22.20 Uhr. ZDF. Aspekte
Berichte über die Ruhrfestspiele, die "gewerkschaftliche Kulturarbeit" und über die Ausstellung "1. Mai-Salon" in West-Berlin. Moderator: Dieter Schwarzenau.
23.05 Uhr. ZDF. Die kleinen Füchse (sw)
Das Hollywood-Werk (1941) nach einem Theaterstück von Lillian Hellman gilt US-Kritikern als "Wendepunkt in der Geschichte des Films". Mit "deutlich antikapitalistischer Tendenz" (ZDF) porträtiert Regisseur William Wyler eine skrupellose, intrigante Bankiersfrau (Bette Davis, Photo), die in ihrer Profitgier über Leichen geht.
Samstag, 6. 5.
20.15 Uhr. ZDF. Das verschollene Inka-Gold
Walter Ulbrich, ZDF-Spezialist für mehrteilige Abenteuer-Sagas ("Der Seewolf"), hat diesen Fernsehfilm um einen US-Ingenieur, der in Peru einen sagenhaften Goldschatz aufspüren will, nach einer Novelle von Jack London geschrieben. Regie: Wolfgang Staudte.
22.05 Uhr. ARD. Je später der Abend Reinhard Münchenhagen empfängt die Schlagersängerin Dunja Rajter und den Filmemacher Hark Bohm ("Moritz, lieber Moritz").
23.05 Uhr. ARD. Science Fiction: Sie sind verdammt (Wh., sw)
Seinen kühl-stilisierten Science-Fiction-Film (1962) versteht der amerikanische Regisseur Joseph Losey als "Visinn von der totalen Beherrschung des Menschen": Mit staatlicher Billigung werden Kinder, die durch eine Atom-Explosion radioaktiv verseucht wurden, in einer Höhle gefangengehalten und zu Überlebenden einer "Endzeit-Katastrophe" programmiert.
Sonntag, 7.5.
19.30 Uhr. ZDF. Cowboys mit Pferdestärken
"Wildcaters"' selbständige Fernfahrer, sind "für viele Amerikaner ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit geworden". ZDF-Autor Alexander von Wetter hat einen Truck-Besitzer von Kalifornien bis nach New York begleitet und dabei das Gruseln gelernt: "Sie halten sich nicht an Gesetze und erledigen ein mörderisches Pensum."
20.15 Uhr. ARD. Auf den Hund gekommen
Die "einzige Möglichkeit, an eine Regiearbeit heranzukommen", sah die Schauspielerin Rosemarie Fendel darin, ein eigenes Drehbuch zu inszenieren. Ihr Debut-Film -- eine Komödie um zwei Frauen, einen alten Gammler und einen Hund -- ist zum Teil ein Stück aus ihrem Leben: "Ich habe einen ungarischen Hirtenhund, der mal so eine Freundschaft mit einem Gammler hatte."
21.00 Uhr. West III. Fast eine Revolution (1)
Mit der Reportage "Der lange Marsch nach links" eröffnet West III eine Dokumentar-Reihe über die Geschichte der Studentenbewegung.
22.00 Uhr. ARD. Krisenherd Italien Feature von Wolf Feller, ARD-Korrespondent in Rom.
22.45 Uhr. ARD. Kritik am Sonntagabend
Über "Möglichkeiten und Grenzen des Kabelfernsehens".

DER SPIEGEL 18/1978
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