13.06.2005

13. Juni 2005 Betr.: WTO

Wenn der US-Flugzeugkonzern Boeing das europäische Airbus-Konsortium verklagt, wenn ostdeutsche Fleischproduzenten den Begriff der "Thüringer" Bratwurst schützen wollen oder Baumwollfarmer aus Burkina Faso um ihre Exportchancen fürchten - dann ist die Welthandelsorganisation (WTO) gefragt. Sie soll den freien Handel garantieren helfen und Streitigkeiten unter den 148 Mitgliedstaaten schlichten. Nicht immer gelingt das zur Zufriedenheit aller, und Kritiker werfen der Organisation sogar vor, sie agiere vor allem auf Kosten der armen Länder. Im Rahmen der Serie über die Folgen der Globalisierung beschreibt SPIEGEL-Reporter Klaus Brinkbäumer, 38, wie die rund 600 WTO-Mitarbeiter in der Genfer Zentrale um Ausgleich im internationalen Handel ringen - stets unter dem Druck nationaler Regierungen und mächtiger Interessenverbände. Eine Woche lang konnte sich Brinkbäumer in dem grauen Büropalast am Genfer See umsehen, erst misstrauisch beäugt, dann freundlich akzeptiert. Sein Fazit: "Die WTO ist sehr viel besser als ihr Ruf, aber längst nicht gut genug, um die bestehenden Konflikte lösen zu können" (Seite 94).

DER SPIEGEL 24/2005
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13. Juni 2005 Betr.: WTO

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