13.06.2005

PARLAMENTGroßeinsatz für Jobvermittler

Auf einen Großeinsatz im Deutschen Bundestag bereitet sich die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit vor: Die geplante Neuwahl werde bis zu 4200 der Parlamentsbeschäftigten den Job kosten. Dazu gehören nach Erhebungen der Behörde rund 2100 Mitarbeiter von Abgeordneten und Fraktionen in Berlin sowie ebenso viele Beschäftigte in den Wahlkreisbüros, deren Arbeitsverträge mit Ablauf der Legislaturperiode enden. Von ihnen wird nach Ansicht von Agenturexperten ein großer Teil einen neuen Job benötigen, weil ihre Abgeordneten nicht mehr ins Parlament kommen oder ihre Fraktionen an Stimmen einbüßen. Außerdem werden sich viele unverzüglich arbeitsuchend melden, weil sich laut einer neuen Bestimmung aus den Hartz-Reformen ansonsten ihr Leistungsanspruch mindert. Um den erwarteten Massenandrang zu kanalisieren, hat die zuständige Arbeitsagentur Berlin-Mitte bereits einen Notfallplan entworfen. Ende Juni und Anfang Juli will das Amt im Berliner Bundestag Informationsveranstaltungen durchführen. Zudem wird die Agentur im Parlament vorübergehend ein Büro eröffnen, wo sich betroffene Bundestagsbeschäftigte beraten lassen können. "Das läuft ab wie bei Massenentlassungen in einem Großkonzern", sagt ein Agenturexperte.

DER SPIEGEL 24/2005
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PARLAMENT:
Großeinsatz für Jobvermittler

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