13.06.2005

TERRORMotassadeq will bleiben

Anders als sein Landsmann Abdelghani Mzoudi will der als mutmaßlicher Terrorhelfer angeklagte Marokkaner Mounir al-Motassadeq, 31, Deutschland nicht freiwillig verlassen. Der Bundesgerichtshof hat Mzoudi vergangene Woche endgültig vom Terrorvorwurf freigesprochen; nun plant der 32-Jährige, binnen 14 Tagen auszureisen. Motassadeq hingegen will noch sein Studium an der Technischen Universität Hamburg-Harburg beenden. Gegen einen im vergangenen Jahr erlassenen Ausweisungsbescheid der Hansestadt werde er sich daher "bis zur letzten Instanz" wehren, so sein Verteidiger Udo Jacob. Motassadeq steht vor Gericht, weil er angeblich die Terroristen des 11. September 2001 unterstützt hat. Endet auch dieses Verfahren mit einem Freispruch, soll er nach dem Wunsch der Hamburger Innenbehörde sofort die Heimreise antreten müssen. Begründung: Es sei in jedem Fall bewiesen, dass Motassadeq ein Qaida-Ausbildungslager besucht habe und dem Terrorumfeld zuzuordnen sei.

DER SPIEGEL 24/2005
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