13.06.2005

AUTOKONZERNEImmer weniger Luxus

Bei DaimlerChrysler und BMW entwickelt sich der Ausflug ins Luxussegment zum teuren Flop. Die Absatzzahlen der Maybach- und Rolls-Royce-Limousinen, die schon im vorigen Jahr weit unter Plan blieben, sinken weiter. In den ersten vier Monaten dieses Jahres verkaufte BMW in den USA und Westeuropa gerade mal 189 Limousinen seiner britischen Tochter Rolls-Royce, 2004 waren es noch 196. Bei Maybach schrumpfte der Absatz in den USA und Westeuropa von 88 auf 75 Autos. DaimlerChrysler sind die Zahlen offenbar schon peinlich. So hat der Chef der Mercedes Car Group, Eckhard Cordes, seinen Mitarbeitern untersagt, die weltweiten Verkaufszahlen für den Maybach bekannt zu geben. Selbst für das vergangene Jahr, in dem ursprünglich 1000 Maybach-Exemplare ausgeliefert werden sollten, wird nur der Verkauf von "rund 500" genannt. Rolls-Royce wurde 792 Luxuswagen los und blieb damit ebenfalls deutlich unter seinem Absatzziel. Verabschieden aber werden sich BMW und DaimlerChrysler aus dem verlustträchtigen Geschäft nicht. Rolls-Royce hofft auf neue Modelle wie ein Cabrio, das 2007 auf den Markt kommt.

DER SPIEGEL 24/2005
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