13.06.2005

GEDENKTAGEFriedman kommt

Die Rückkehr von Michel Friedman ins öffentliche Leben macht Fortschritte. Nachdem der Jurist und Talkmaster beim Evangelischen Kirchentag in Hannover vor drei Wochen nicht reden durfte, weil die Delegierten Anstoß an seinen ukrainischen Verbindungen nahmen, wurde er jetzt vom Vorsitzenden der Berliner Jüdischen Gemeinde, Albert Meyer, eingeladen, die Ansprache zum 67. Jahrestag der als "Kristallnacht" bekannt gewordenen nationalsozialistischen Pogrome zu halten. "Es ist mir gelungen", schreibt Meyer in seinem letzten Tätigkeitsbericht, "Herrn Friedman als Redner für den 9. November 2005 zu gewinnen." Andere Optionen wurden offenbar nicht erwogen, die "Repräsentantenversammlung", das Parlament der Gemeinde, nicht gefragt, ob es Friedman hören möchte. "Da Herr Friedman auch historische Qualifikationen hat, dürfte er ziemlich deutlich für uns alle dokumentieren, welchen Stellenwert der 9. November hat." Friedman hat zuletzt den Roman "Kaddisch vor Morgengrauen" veröffentlicht (SPIEGEL 21/2005).

DER SPIEGEL 24/2005
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GEDENKTAGE:
Friedman kommt

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