13.06.2005

KUNSTMARKTNeustart in Frankfurt

Verblüfft sein dürfte die Kunstszene über diese Berufung: Der Frankfurter Galerist Michael Neff soll den Retter in der Not spielen - und die Leitung der Kunstmesse "Art Frankfurt" übernehmen. Seit 16 Jahren gibt's diese Messe für zeitgenössische Kunst, in den vergangenen Jahren hatte sie stark an Renommee verloren. Von der bisherigen Leiterin Marianne El Hariri hat man sich vorvergangene Woche getrennt. Unter Neff, 37, soll sich nun alles ändern: die Zahl und Auswahl der Händler, das Erscheinungsbild, das Datum und sogar der Name. "Die 'Titanic' ist hier schon untergegangen, dann können wir doch nicht mit einer 'Titanic II.' wiederauferstehen. Wir werden uns einfach jedes Jahr einen neuen Titel ausdenken", sagt der neue Messechef. Unkonventioneller wird's künftig auch in den Messehallen selbst zugehen. "Man könnte zum Beispiel auf die üblichen Messestände verzichten, einfach mal die Stellwände einreißen und eine Art große Schau veranstalten. Ganz sicher sollen die Künstler selbst viel mehr mitgestalten." Er wolle vor allem erreichen, dass Frankfurt wieder als Konkurrenz zu den Messen in Köln und Berlin gelte, sagt er. Im nächsten Jahr ist die Premiere.

DER SPIEGEL 24/2005
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KUNSTMARKT:
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