13.06.2005

MATERIALFORSCHUNGSchrubber für Nano-Maschinen

Nano-Techniker konstruieren immer neue Minimotoren, Schalter, Röhrchen, Spiegel - und schaffen damit auch ein Reinigungsproblem: Schon kleinster Nano-Staub kann Funktionen lahm legen. Ein Putzinstrument für die Miniaturtechnologie hat jetzt der Materialforscher Pulickel Ajayan vom Polytechnischen Institut im amerikanischen Troy entwickelt. Die Borsten der Bürsten aus Kohlenstoff-NanoRöhrchen sind etwa tausendmal feiner als Borsten bisher verfügbarer Elektronik-Putzgeräte. Der Griff der Instrumente, die Zahnbürsten ähneln, ist 16 Mikrometer dick, also fünf- mal dünner als ein menschliches Haar. Mit einem der in dem Fachmagazin "Nature Materials" präsentierten Mini-Schrubber konnten Ajayan und seine Kollegen sogar Schwermetallionen aus Lösungen fischen. Mit einem anderen bewerkstelligten sie den Innenanstrich eines Röhrchens, dessen Durchmesser kleiner ist als der Punkt am Ende dieses Satzes.

DER SPIEGEL 24/2005
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Schrubber für Nano-Maschinen

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