13.06.2005

John Brown

John Brown , 65, amerikanischer Unternehmer und evangelikaler Christ aus Texas, glaubt, die Bibel gebe auch Auskunft über Fundstellen für Öl in Israel. Mit einer in Texas zusammengestellten Mannschaft, einer nach Angaben der Heiligen Schrift gezeichneten Landkarte und sieben Millionen Dollar, einer Spende evangelikaler Glaubensbrüder, begann der Geschäftsmann vergangenen Monat im Norden Israels zu bohren. Jahrzehntelang haben Ölprospektoren in Israel vergebens nach bedeutenden Ölvorkommen gesucht. Nahezu 500 Bohrungen waren ohne Erfolg niedergebracht worden. Doch Brown ist zuversichtlich: "Ich glaube, Gott hat die Vision vom Öl für Israel in mein Herz gesenkt", Gott werde ihn nicht scheitern lassen. Schließlich geht es ja auch ganz profan um Macht. "Öl wäre für Israel ein großer strategischer Vorteil" gegenüber seinen arabischen Feinden, sagt Brown, "es würde die politische und ökonomische Struktur der Region über Nacht verändern".

DER SPIEGEL 24/2005
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