26.09.1977

„Sie zogen sofort und feuerten“

Die Kundin aus Deutschland hatte beim Autovermieter in Den Haags Trompstraat schnelle deutsche Wagen verlangt, erst einen Audi 100, dann, weil der nicht da war, einen Mercedes, schließlich einen Ford Granada.
Als sie das Fahrzeug nicht zum vereinbarten Termin zurückbrachte und telephonisch auf Vertragsverlängerung drang, begann der Vermieter um sein Blech zu bangen und fragte bei der Polizei: ob es denn wohl auch seine Richtigkeit habe mit jener "Ursula Dietrich, Paulinenallee 50. Hamburg" (so die Führerscheindaten). Auskunft aus Hamburg: Das sei ein Falsifikat.
So bekam es die Kundin. als sie in Begleitung Montag letzter Woche persönlich in der Trompstraat erschien, mit der Polizei zu tun. Doch statt Auskunft zu geben, gaben die Deutschen unvermittelt Feuer. Getroffen von schwerem Pistolenkaliber brach ein 21 jähriger Polizist zusammen, und "Ursula Dietrich" entkam nebst Begleiter in einem gelben Opel Kadett.
Nachforschungen der holländischen Polizei bei anderen Autovermietern ergaben, daß die vorgebliche Dietrich auch in Utrecht aufgetaucht war und auch dort, beim Vermieter Budget am innerstädtischen Veemarkt, nach Audi und Mercedes gefragt hatte, ehe sie sich mit einem roten Taunus 1600 L bescheiden mußte. Als der Wagen letzten Donnerstag zurückgegeben wurde, wartete deshalb nun schon ein ganzes Polizeiaufgebot.
Der Dietrich-Begleiter betrat den Laden, in dem zwei Polizisten in Zivil hinterm Tresen saßen. Hauptwachtmeister Arie Kranenburg, 46, rief "Polizei. Hände hoch!" Und obwohl er keine Waffe im Anschlag hatte, fielen wieder Schüsse. Polizisten, die draußen bereitgestanden hatten, stürmten den Laden und überwältigten den Schützen. Zu spät: Kranenburg war tot, sein Kollege schwer verletzt, die "Dietrich" entkam im Getümmel.
"Sie zogen sofort die Pistolen und feuerten", resümierte später Utrechts Polizeisprecher Bekking, "wer von uns ist schon gefaßt auf Leute mit einer so perfekten Terrorausbildung?"
In der Tat: Was da unvermittelt hereinbrach, war der niederländischen Öffentlichkeit bis dahin mehr aus der Distanz geläufig, undurchsichtige Anarchoszenerie jenseits der Grenze. Gewalt, die dazu noch von manchen Medien eher beim westdeutschen Staat denn bei den Terroristen geortet wird. Und nun auf einmal, ganz brutal: Terror aus Deutschland.
Wunderte sich die Rotterdamer Zeitung "Het Vrije Volk": "Was früher in Filmen vorkam, später in Fernsehnachrichten aus dem Ausland, ist heute harte Wahrheit in den Niederlanden: Terror, Niederschießen von Menschen, ohne ein Wort zu verlieren."
Das Land traf ein Schock. Fahndungsaufrufe an die Bevölkerung, Scharfschützennester am Utrechter Polizeipräsidium, Verhaftungen allerorten: In Hilversum werden junge Frauen als deutsche Terroristinnen festgenommen, sie sind aber nur auf dem Weg zu einer Abtreibungsklinik. An der Grenze bei Aachen zwei RAF-Menschen verhaftet? Fehlalarm, nur zwei Bankräuber. In Den Haag tagt das Kabinett und behandelt auch Utrecht, Ministerpräsident Joop den Uyl sagt: "Eine außergewöhnlich ernste Angelegenheit." Terror-Reflexe fast schon wie in Deutschland.
Aus Wiesbaden herbeigeeilte Beamte des Bundeskriminalamts hatten den in Utrecht festgenommenen Deutschen bald als den 25jährigen Knut Folkerts identifiziert, der schon der Mittäterschaft am Buback-Mord verdächtig ist. Die geflüchtete Begleiterin wurde nach Fingerabdrücken und Beschreibung als Brigitte Mohnhaupt, 28, ausgemacht, die bereits eine viereinhalbjährige Freiheitsstrafe wegen Zugehörigkeit zu einer kriminellen Vereinigung hinter sich hat.
Alte Bekannte, alte Probleme. Wieder war es ein Tat/Täter-Gemisch aus äußerster Brutalität, gerissener Überlegsamkeit -- und kleinen Kunstfehlern, wie sie früher oder später bislang noch den meisten RAFs das Handwerk legten. Die plumpe Fälschung des Mohnhaupt-Dietrich-Führerscheins sprengte das ganze Stück, dafür aber war Folkerts" Tarnung als "Bernd Boris Siegfried Fries" fast schon vollendet. Der Name existiert und ist trotzdem frei zur Verwendung: So hieß ein im Bochumer Gefängnis Gestorbener.
Folkters' rabiater Auftritt schließlich war so kommentgemäß, ganz RAF 77: Er schoß mit Kaliber 38 um sich, und eine Handgranate hatte er auch noch in der Tasche.
ins Bild fügte sich für die Fahnder auch der Tatort. Denn die Niederlande sind schon seit Jahren von bundesdeutschen Anarchos in ihren Bewegungsraum einbezogen worden. Nach der Zerschlagung des ersten RAF-Kerns um Baader und Meinhof unternahmen Restkader Beschaffungsfahrten in das westliche Nachbarland und machten vorsorglich Quartier in konspirativen Wohnungen.
Zustatten kamen ihnen dabei die vielfältigen Tarnwinkel im Schmelztiegel Amsterdam, wo zwischen Touristen und Gastarbeitern aller Länder, Dealern aus dem Fernen Osten und Wochenend-Hippies aus dem deutschen Westen ein Fremder mit Colt unter der Jacke kaum ins Auge fällt.
An Zuspruch aus dem Gastland scheint es den RAF-Reisenden auch nicht gefehlt zu haben. Martialische Züge der -- wehrhaft -- auf Terroristenjagd gehenden Bundesrepublik ließen in der veröffentlichten Meinung der Niederlande die Aktionen der deutschen Terroristen oft eher läßlich erscheinen. Für linke Extremistengruppen hatte der Name RAF einen guten Klang, und nicht nur dort. In kaum einem anderen Land wurde soviel gegen die "Isolierfolter" protestiert, unter der die inhaftierten RAF-Mitglieder "leiden müssen".
Eine "Internationale Untersuchungskommission zur Klärung der Todesumstände von Ulrike Meinhof" tagte im Lande, und zu der Kommission gehörten prominente Holländer -- übrigens auch der Genfer Anwalt Payot, der im Fall Schleyer Mittlerdienste zwischen Bundesregierung und Entführern übernahm.
Die reisige Anarchistenszene hatte allerlei Gründe, sich lange Zeit in Holland gut aufgehoben zu fühlen, jedenfalls hob um 1973 großer Grenzverkehr an. Die achtköpfige Anarchistengruppe um Ilse Stachowiak, Margrit Schiller und den Heidelberger Ex-Anwalt Eberhard Becker beispielsweise hatte in Amsterdam gleich zwei konspirative Wohnungen zur Auswahl.
Ilse Stachowiak zuckte an Hollands Grenze ein später beziehungsreiches Dokument -- den mit Stachowiak-Photo versehenen Ausweis der Hamburgerin Susanne Albrecht, die neuerdings als mutmaßliche Ponto-Mörderin gesucht wird. Die wiederum fuhr mit eigenem Paß nach Holland, einmal, wie die Polizei feststellte, mit Bombenzutaten im Fond. Neben ihr im Auto: Silke Maier-Witt, ihrerseits seit dem Buback-Mord gesucht.
Gereist wurde auch andersherum. Auf der Fahrt nach Deutschland wurde 1974 der RAF-Paßfälscher Ronald Augustin trotz gezogener Dumdum-Pistole an der deutsch-holländischen Grenze überwältigt und aus dem Zug geholt.
Augustin wurde gelegentlich von dem Utrechter Rechtsanwalt Bakker-Schut betreut, Sprecher von Amnesty International in den Niederlanden. Auf die Frage, ob er auch den Knut Folkerts verteidigen werde, antwortete der Anwalt letzte Woche: "Men is hem hier liever kwijt dan rijk." Auf deutsch etwa: "Man ist in Holland heilfroh, wenn man ihn los ist."
Der Anwalt glaubte denn auch, Folkerts werde in die Bundesrepublik ausgeliefert -- die freilich prompt Desinteresse bekundete. Das Bonner Justizministerium ließ wissen, es denke nicht an einen Auslieferungsantrag, da Folkerts einen holländischen Staatsbürger erschossen habe und die Niederlande damit den ersten Zugriff für ein Gerichtsverfahren hätten -- wiewohl die Fahnder in Westdeutschland selber Belastendes in Menge beisammen haben. Der Mann, der da in Utrecht schoß, ist seit November 1976 auf der Flucht. Die Fahnder haben "gesicherte Erkenntnisse" (BKA) dafür, daß er einer der -- mindestens drei -- Buback-Attentäter war.
Den Verfassungsschützern ist Folkerts seit 1974 bekannt, als er mit anderen jungen Leuten -- unter ihnen Susanne Albrecht -- die Hamburger Dependance von Amnesty International besetzte und für ein "Ende der Isolationsfolter" in Stammheim demonstrierte. Der Weg in den Untergrund war vorgezeichnet.
Mit gut einem halben Dutzend Freunden und Genossen vertraut, die sich 1976 nacheinander als selbsternannte Guerilleros unter die Obhut des untergetauchten Baader-Anwalts Siegfried Haag begaben, fand auch Knut Folkerts eine Funktion im "bewaffneten Kampf" -- bei den Sonnenbergs, Klars, Mayers und Stolls, einer neuen BM-Nachfolgebande, der laut BKA "dritten Generation".
Knut Folkerts fiel den Fahndern Ende letzten Jahres wieder auf, als Haag und Begleiter Roland Mayer bei einer Verkehrskontrolle im Hessischen gefaßt wurden und sich im Wagen-Fond jene Regie-Pläne für spektakuläre Attentate fanden, die später allesamt in die Tat umgesetzt wurden. In den Haag-Papieren: der offene Name Knut Folkerts -- Alarm-Signal für badenwürttembergische Verfassungsschützer, gelegentlichen Treffs von Roland Mayer mit den Brüdern Knut und Uwe Folkerts in romantischen Neckarauen höchste Bedeutung beizumessen.
Knuts älterer Bruder Uwe, arbeitsloser Betriebswirt, war unterdessen auch im Aostatal gesichtet worden -- in einer Gruppe (Haag, Sabine Schmitz, Adelheid Schulz), die in Luino am Lago Maggiore und in Malters bei Luzern als Waffenkäufer auftrat.
Als das BKA am Nikolaustag 1976 im Fernsehen öffentlich nach den Hintermännern Haags fahndete und dabei nicht nur den untergetauchten Junior Knut, sondern auch den polizeilich noch nicht gesuchten Senior Uwe Folkerts im Bild zeigte, spielte der Betriebswirt noch den Gekränkten; er erstattete Strafanzeige wegen übler Nachrede, Verleumdung und Verfolgung Unschuldiger gegen BKA-Präsident Horst Herold und Bundesanwalt Felix Kaul -- Uwe Folkerts war nach erkennungsdienstlicher Behandlung zunächst auf freiem Fuß geblieben, es reichte noch nicht für einen Haftbefehl.
Als jedoch Observationsberichte aus der Schweiz und Norditalien immer deutlicher seine Mittäterschaft in der Haag-Bande illustrierten, griff die Polizei schließlich zu. Inzwischen waren Buback und seine beiden Begleiter erschossen, Sonnenberg und Verena Becker bei einer Schießerei bei Singen gefaßt worden. Uwe Folkerts wurde, zusammen mit einem anderen Haag-Konfidenten, auf dem Weg ins Singener Krankenhaus verhaftet -- "bei dem Versuch", so eine Presseerklärung des damals noch in Stuttgart residierenden Anwalts Croissant, "den Schwerverletzten zu besuchen, in dem er nach den ersten Meldungen seinen Bruder Knut vermutete".
Bruder Knut war indessen vom Bundeskriminalamt als jener mutmaßliche Mittäter bei dem Karlsruher Anschlag ausgemacht worden, der die Todesschützen vom Suzuki-Motorrad (vermutlich: Sonnenberg und Klar) an der Autobahn in einen Alfa Romeo aufnahm. Als er jetzt in Utrecht festgenommen wurde, hatte er eine olivfarbene Handgranate dabei -- in Aktionismus unterschied sich der Terrorist der dritten Generation nicht von der Terroristin der ersten, die an seiner Seite schoß und fürs erste entkam.
Die ehemalige Studentin Brigitte Mohnhaupt, 28, deren Daumenabdruck nach der Schießerei am 19. September in Den Haag in dem angemieteten Ford Granada gesichtet worden war und die nach dem Polizistenmord in Utrecht entkam, ist sozusagen Gründungsmitglied der Baader-Meinhof-Bande aus frühen Berliner Tagen.
Am 22. Juli 1976 -- während sie noch (von Mitte 1972 bis Anfang 1977) eine viereinhalbjährige Freiheitsstrafe verbüßte -- trat Brigitte Mohnhaupt als Zeugin der Verteidigung im Stammheimer RAF-Prozeß auf und berichtete freimütig über die Taktik und Strategie der Baaders und Ensslins im Jahre 1972, als beispielsweise die Entführung der drei alliierten Berliner Stadtkommandanten geplant war: "Andreas und Gudrun waren zu der Zeit mit mir in Berlin, und wir haben diese Sache dort organisiert." "Die Entführung" der Militärs, so Zeugin Mohnhaupt" habe damals schon den "materiellen Zweck" gehabt, "die Gefangenen zu befreien".
BM-Anschläge auf die US-Hauptquartiere in Frankfurt und Heidelberg (vier Tote) zählen zu den Gewalttaten, zu denen sich Brigitte Mohnhaupt später ausdrücklich bekannte: "Wir sind alle verantwortlich ... für die Angriffe auf die Headquarters." Offen und öffentlich unterstrich sie letztes Jahr noch im Zeugenstand in Stammheim die "Notwendigkeit, bewaffnet zu kämpfen".
Bis an die Zähne -- mit zwei schußbereiten 9-Millimeter-Pistolen und einer selbstgebastelten Handgranate -- war denn auch schon am 9. Juni 1972 jenes Pärchen bewaffnet, das zwei Tage nach der Verhaftung Gudrun Ensslins in Hamburg und acht Tage nach der Frankfurter Festnahme von Baader, Meins und Raspe Polizeiobservanten auf dem Hanseatenweg im West-Berliner Bezirk Tiergarten in die Arme lief: Bernhard Braun und Brigitte Mohnhaupt.
Einer ihrer Kontaktleute, offenkundig beschattet, war gerade im Begriff gewesen, eine konspirative Zweizimmerwohnung (Miete: 900 Mark) in der Steglitzer Grunewaldstraße 33 aufzulösen. Als der Vertrauensmann sich nach dem Verkauf einiger Möbelstücke mit dem Pärchen traf, war auch die Polizei mit von der Partie -- aus für Brigitte Mohnhaupt, viereinhalb Jahre lang.
Welche Rolle im einzelnen die Studentin bei RAF-Aktionen in Berlin und Hamburg gespielt hatte, ob sie zu den Bankräubern zählte, die 1971 in Kaiserslautern den Polizisten Herbert Schoner erschossen, wurde nie restlos geklärt. 1974 vom West-Berliner Landgericht wegen Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung verurteilt, stand sie mit auf der Befreiungsliste (25 Namen) jenes "Kommandos Holger Meins", das 1975 die deutsche Botschaft in Stockholm überfiel.
Mal schlug Brigitte Mohnhaupt in Berlin einer Vollzugsbeamtin ins Gesicht, mal kämpfte sie als "Sprecherin der Berliner Frauen" unter den "politischen Gefangenen" in diversen Hungerstreiks "für die Aufhebung der totalen Isolation und die Gewährleistung freier politischer Informationen aller Gefangenen".
Einen Hungerstreik, der von September 1974 bis Februar 1975 währte, brachen die Berliner BM-Häftlinge ab, nachdem Andreas Baader von Stuttgart aus mit Berlin telephoniert und
* Mit Begleiter Helmut Pohl 1973. Observationsphoto des Verfassungsschutzes.
ausdrücklich Brigitte Mohnhaupt aus der Moabiter Krankenzelle an den Apparat hatte rufen lassen.
Nach dem Selbstmord Ulrike Meinhofs im Mai 1976 wurde Brigitte Mohnhaupt von Berlin nach Stuttgart-Stammheim verlegt und plante dort, wie Ermittler mutmaßen, mit an jener Aktion "Big Raushole", die nach den Mißerfolgen mit Drenkmann und in Stockholm nun endlich, 1977, in Szene gehen sollte. Als sie im letzten Februar nach Verbüßung ihrer Strafe entlassen wurde, tauchte sie ab und suchte Kontakt zu den Kadern Siegfried Haags.
Daß es sie schließlich nach Holland verschlug, überraschte westdeutsche Fahnder nicht. Denn seit Jahren wurden Deutsche wie Holländer an der Grenze "einfach durchgewunken" -- so ein Leitender des Grenzschutzamtes Kleve, in dessen Bereich allein 30 öffentliche Übergänge liegen. Die Trennlinie zu den Niederlanden war so unauffällig zu passieren wie kaum eine andere zum Ausland. Einfach durchfahren läßt sich"s zumeist an den kleinen Grenzstellen -- sei es, weil der Beamte gar nicht erst aus dem Häuschen kommt, sei es, weil der Posten überhaupt nicht besetzt ist.
Problemlos auch das Leben unter weltoffenen Holländern, bei denen so schnell keiner fragt, wer mit wem wohnt. Das interessierte erst, als in Den Haag und Utrecht Schüsse fielen und unbezweifelbar wurde, daß Deutsche abgedrückt hatten. Prompt rief die Polizei die Bevölkerung auf, Tips über seit September plötzlich verlassene Mietwohnungen abzugeben. Wo Brigitte Mohnhaupt sich unmittelbar vor der Schießerei im Haag aufgehalten hatte, wußte die holländische Polizei auch bald: In der Nacht vom Sonntag zum Montag letzter Woche übernachtete sie im Haager Parkhotel, "eine sympathische, schick gekleidete junge Frau", wie ein Hotelangestellter sich erinnert. Und in einer Bar ließ die Terroristin unverfängliches Utensil zurück, eine Wochenendtasche.
Die darin enthaltenen Tonbänder lieferten keinerlei Namen oder Hinweise -- sie bargen Popmusik. Sonst fand sich, so ein Polizeisprecher, "was eine junge Frau so ins Wochenende mitnimmt, Kosmetika im Kulturbeutel, Spitzennachthemd" Stiefel, Unterwäsche, ein Kleid, Tampax-Taschentücher, deren Verpackung die gleichen Fingerabdrücke zeigt wie der gefälschte Führerschein, den Brigitte Mohnhaupt bei ihrer Flucht aus der Garage zurückließ".
Beziehungen zum Fall Schleyer? Da war, unter den von holländischen Fahndern sichergestellten Stücken, auch ein (noch unbespieltes) Video-Band. Von der Art, wie es die Entführer im Nachrichtenaustausch mit der Bundesregierung verwendeten.

DER SPIEGEL 40/1977
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