26.09.1977

„Der Bulle mit dem biederen Gesicht“

Seit den letzten Terror-Anschlägen ist der Ruf nach ihm lauter denn je geworden, aber ständig aktiv ist er vorerst nur in Berlin: der Polizist zu Fuß, der Schupo an der Ecke. 756 Kontaktbereichsbeamte bemühen sich um Tuchfühlung zum Bürger. Sie sollen in ihrem Viertel „Hund und Katze, jeden Winkel, jeden verdienten Bürger, aber auch jeden Kanalpenner kennen“. Kritiker sehen in dieser Art Volks-Polizist ein Instrument der Bespitzelung, der unzulässigen Schnüffelei. Das Gros der Berliner aber ist offenbar angetan vom eigenen Schutzmann.
Beim Bier verpfiff ein Spielklubbesitzer die Konkurrenz -- da werde "schwarz gezockt".
Eine alte Dame bat zu ihrem verstörten Untermieter -- der hatte eine Leiche entdeckt, aber die Polizei nicht alarmiert.
Gesucht wurde eine anonyme Tierfreundin -- die einem Friseur angedroht hatte, sie werde Rocker auf ihn hetzen: Der Haarschneider hatte Taubenfutter, das vor seinem Laden ausgestreut war, in den Gully gefegt.
Die Bearbeitung dieser West-Berliner Alltagsfälle erfolgte auf dem Fuß. Es waren die ersten Aufgaben, die Berlins erste Kontaktbereichsbeamten, in Doppelstreife, 1973 zu erledigen hatten.
Vier Jahre nach jenem Anlauf ist der Schutzmann an der Ecke harter Kern des "Berliner Modells" geworden, einer weitgehenden Polizeireform in der 500 Quadratkilometer großen Stadt. 756 Kontaktbereichsbeamte, kurz Kobs genannt, walten diesen Sommer ihres neuartigen Amtes:
Anders als die Revierpolizisten in nahezu allen deutschen Regionen, die nur noch auf Anforderung erscheinen, ihre Streifen im Auto abrollen und auf immer größere Distanz zum Bürger geraten, soll der Kob ein Volks-Polizist in des Wortes schönerer Bedeutung sein, wachsamer Hüter des Gesetzes zwar. aber auch Kumpel und Beichtvater, der seine Leute kennt.
Kobs sind mindestens 40 Jahre alt, seit 20 Jahren im Dienst, durch einen Lehrgang mit Psychologischem vertraut -- der Einsatz der speziell geschulten Truppe ist für Berlins Polizeipräsident Klaus Hübner "die qualifizierte Endform schutzpolizeilicher Tätigkeit überhaupt".
Durch "den persönlichen, ja menschlichen dauernden Kontakt" erhofft er sich eine "neue, personifizierte Brücke des Vertrauens zwischen den Bürgern und der Polizei". Und auch in der Verbrechensbekämpfung sollen die Schupos zu Fuß mehr bringen. Hübner: "Wir gehen damit eine Wurzel der Kriminalität, nämlich die Anonymität der modernen Großstadt. direkt an."
Das leuchtete auch in anderen Großkommunen ein. Bremen, Hamburg. Mainz, München. Wien planen Ähnliches. So konsequent wie in Berlin aber war die Polizei nirgends sonst.
So werden in der Stadt mit der größten Polizeidichte der Welt (auf einen Polizisten kommen 136 Einwohner, gegenüber etwa 235 in Hamburg) 2000 Polizeibeamte aus Meldedienst und Verwaltung Zug um Zug durch Angestellte ersetzt und wieder im Vollzugsdienst eingesetzt. Schupo- und Kripoführung wurden bereits zu Beginn der Reform der größeren Mobilität wegen zusammengelegt. An die Stelle der herkömmlichen Reviere treten 31 Großabschnitte und die bereits eingerichteten Kontaktbereiche.
Die Kobs unterscheiden sich nicht nur durch den Verzicht auf Motorisierung und Stubendienst von den 12 580 Normalschupos der Stadt. Sie haben keine feste Dienstzeit, und sie versehen ihre Arbeit "eigenverantwortlich", nach Gutdünken gewissermaßen. Freigiebig verteilte Visitenkarten sollen den Bekanntheitsgrad im jeweiligen Bereich -- mal 1,4 Kilometer Straße, mal ein Viertel mit 1275 bis 3500 Bewohnern -- ständig erhöhen. Und allzeit sollen sie präsent sein, wie einst der Wachtmeesta mit der Pickelhaube.
Anders jedoch als der Schutzmann der Jahrhundertwende, dem der Polizeipräsident von Hinckeldey jährlich 300 Taler auszahlen ließ, damit er "aufs sorgfältigste darüber wache, daß keine Menschenansammlungen stattfinden und daß die Kutscher die Pferde nicht mißhandeln", anders auch als die herkömmliche Fußstreife, deren Wirkungsbereich in der Regel "an der Baufluchtlinie" endet, verstehen sich die Kobs laut Hübner als "verindividualisierte Polizei":
Einerseits "Dorfpolizist im Großstadtdschungel, nur ohne Schlachtefest", wie Kob Harry Krüger den Job beschreibt, andererseits intimer Kenner von Sozialstruktur und allem, was die Polizei sonst noch interessiert -- und mit Minifunk ans Datennetz angeschlossen.
Die Kobs, malt der Berliner Polizeidirektor Otto Ilius aus, sollen "Hund und Katze, jeden Winkel, jeden verdienten Bürger, aber auch jeden Kanalpenner kennen". Womöglich wohl auch ein paar Linke.
Denn: Während das Gros der Bevölkerung die neuen Bullies "fast abgöttisch in Empfang nahm", wie Kob Karl-Heinz Günther vom Kaiserdamm sagt, hat eine Minderheit Visionen von Denunziation und Bespitzelung. Im Frühsommer verurteilte die 11. Große Strafkammer des Landgerichts den Studenten Achim Meister wegen übler Nachrede zu 400 Mark Geldstrafe. Er hatte ein kommunistisches Flugblatt verteilt, in dem die Kob-Riege "dem alten faschistischen Blockwartsystem" nahezu gleichgesetzt wurde.
Daß Konflikte bereits, programmiert seien, unterstellt der Berliner Rechtsanwalt und Kob-Kritiker Hans-Joachim Ehrig. Schon die Auswertung der Kob-Beobachtungen über "feingewebliche Bevölkerungsstrukturen" im Viertel berge die Gefahr des Mißbrauchs -- und womöglich "die Nahtstelle zu dem, was man Bekämpfung der Linken nennen könnte".
Ähnliches fragt sich die Hermsdorfer Lehrerin Renate Luhmer, 28. "Mein Nachbar", notierte sie in einem Gedächtnisprotokoll, "ruft mich an und teilt mir befremdet mit, die Polizei habe ihn nach mir befragt -- lauter persönliche Sachen: Um wieviel Uhr ich das Haus morgens verlasse, wann ich wiederkomme, ob ich ständig da bin, ob schon mal andere Leute bei mir wohnen, was für welche, wo meine Arbeitsstelle ist, ob ich im vergangenen Monat ständig da war, etc." Die Beamtin: "Mein Nachbar fragte den Kob, ob ich was ausgefressen hätte und warum er das alles wissen wolle; er erhielt keine Antwort."
Auch die Wohngemeinschafts-Mieter diverser Fabriketagen in der ehemaligen Kreuzberger Schokoladenfirma Fresöni, eine Gruppe der Drogenentzugsgemeinschaft von "Release" darunter, fühlen sich "vom Kob keineswegs normal behandelt" -- selbst wenn höchst Normales geschieht. Der "Bulle stand plötzlich auf der Etage und machte ein biederes Gesicht", klagte unlängst ein Student auf einer Versammlung der Fresöni-Mieter. Dann habe er ihn aushorchen wollen, ob Hasch im Haus sei und so.
In der Wohnung an der Ecke aber ist der Schutzmann von der Ecke stets willkommen. Die meisten Kob-Kunden kommen, nach ihrem Schupo befragt, geradezu ins Schwärmen.
Wenn etwa die Charlottenburger Hauswartsfrau Elsa Suppe. 65. aus Sachsen stammend, sieh wieder mal "nicht in die Gesetze hineinfitzen" kann, braut sie "en Deppchen Gaffee" und lauert hinter der Gardine, bis sie ihres Beamten ansichtig wird. Der hilft ihr dann beim Antrag ans Sozialamt, und sie strahlt: "Wie 'ne richtiche Familje".
Bei einer ehemaligen Prostituierten, 47, von der Potsdamer Straße verklärt sich selbst unangenehme Erinnerung. Ihren Kob kannte sie bereits als "schärfsten Hund im Revier", der "einem nicht mal die Zigaretten ließ". Heute läßt sie hingegen sogar von ihrem Futzi ab, Cola mit Weinbrand, und begrüßt den Macker von der Polizei mit Handschlag.
August Böttcher wiederum, 71, pensionierter Oberingenieur von Siemens. hat seinen Kontaktbeamten als "aufopfernde" Bezugsperson erlebt: "Der war zu uns wie ein Vater zu seine Kinder." Und in der "Arche Noah", im Zuhälterrevier am Stuttgarter Platz ("Stutti"), preist Kohlenträger Dieter Ulbricht, 38, den dortigen Kob an: "Der kennt die Jungs schon, wiese Piepels waren. Trotzdem, Mensch issa."
Das Zwischenmenschliche allerdings macht nur einen kleinen Part des bürgernahen Polizeieinsatzes aus. Ob ein Haftbefehl vollstreckt oder eine Kreuzung entschärft werden muß, ob ein abgemeldetes Fahrzeug am Straßenrand steht oder verbotenes Glücksspiel ansteht -- am Sachkenner vor Ort führt in Berlin kaum noch ein Weg vorbei.
Und zeitlich strapaziert sehen sich die Kobs vor allem bei Kranken, Bedürftigen und Alten. Da werden sie zuweilen gefordert, als "seien sie das Sozialamt persönlich" -- so der Spott eines Streifenwagen-Kollegen.
Da schreibt eine alte Dame aus dem Pflegeheim ("Bitte kümmern Sie sich um mich, ehe ich an Herzeleid zugrunde gehe"). Der Kob kümmert. Belästigt ein krähender Hahn nachts gegen drei in Moabit die schlafbedürftigen Einwohner -- der freundliche Helfer spürt ihn auf. Aber da lädt auch mal Puffmutter Luise in ihre Betriebsräume am Stutti zur Weihnachtsfeier. Und die "Obrigkeit" (Festredner) singt brav mit: Es ist ein Ros' entsprungen.
Selbstmordgefährdete Damen müssen "aus ihrer Vereinsamung gerissen" werden; wegen des "Vertrauensvorsprunges", wie es in der Dienstliste heißt, verhandeln Kobs auch mit vorstellig werdenden Berliner Wahnkranken. Und wenn gute Worte versagen,
* Beamter Lewandowski in einer Bar am Stuttgarter Platz.
"entmagnetisieren" sie die eingebildeten Bestrahlungs-Opfer mit dem Funkgerät. Kobs gibt es in der Haftanstalt Tegel, "der größten Wohngemeinschaft der Stadt" (das Amtsblatt "Polizeischau"), in der "Kontaktstelle für Gestrauchelte", im "Arbeitskreis der Nichtseßhaftenhilfe".
Kob Krüger beispielsweise, in dessen Charlottenburger Bereich Gymnasium, Realschule, Bildungszentrum und Hauptschule liegen, hält wöchentlich seine elf Stunden Unterricht -- fast ebensoviel wie ein Religionslehrer. Aus polizeilicher Sicht erläutert er "das Verhältnis vom Strichjungen zum Homosexuellen", doziert über die "Gefahren des Rauchens" oder treibt den Kindern das Wort Bulle aus. "Der Bulle", sagt er dann, "ist schöner als die Kuh, zur Veredelung gedacht und ohnedies das stärkere Tier." Logisch.
Krügers Zuspruch half zumindest im Falle einer minderjährigen Schülerin, die trotz erheblicher Amtsvorbehalte ihr Baby selber großziehen darf. Bei Treffen mit dem Schupo macht das Mädchen nun einen tiefen Knicks, und gelegentlich schenkte es ihm einen selbstgebrannten Keramik-Ascher.
Ein von Krüger mit aufmunternden Worten bedachter Rentner vermachte ihm testamentarisch als "bestem Freund" eine kleine Barschaft. Krüger steckte sie, als es soweit war, "in eine gute Kiste und eine Blumenplatte auf dem Grab". Einzige Trauergäste bei der Beerdigung: er und seine Frau.
Daß die sozialen Aktivitäten auch anders herum Gutes hinterlassen, verspürte der Polizeimann bereits, als er nach 26 planmäßig abgesessenen Jahren im "kleinen Sicherheits- und Ordnungsdienst" vom Streifenfahrer zum Fußpolizisten umgesetzt wurde. Da hatte er "eigentlich zum erstenmal das Gefühl, gerne Schutzmann zu sein
Ähnliches empfindet Kollege Egon Strompski, wenn er im Ku"damm-Seitenbereich um Kant- und Bleibtreustraße sein 100 000 Quadratmeter großes Geviert mit 3200 Einwohnern, den 19 Kneipen (von denen er einige zeitweilig hat schließen lassen) und den 23 Antiquitätenhändlern (deren Trödelbücher er kontrolliert) umrundet. Im Mietshaus Kantstraße 114 palavert er mal mit den acht staatenlosen Bewohnern, fünf Ägyptern, fünf Tunesiern, vier Italienern, drei Tschechen, einem Griechen, einem Jordanier, zwei Marokkanern und zwei Spaniern; eine frisch geschiedene Türkin behütete er vor dem jähen Zorn des Ex-Ehemannes, und einem jugoslawischen Flickschuster verdeutschte er nach einem Unfall die Usancen des Kfz-Versicherungswesens.
So gut wie täglich besucht der stämmige Reviergänger zwei Stammkundinnen -- eine Juwelierin, die nach einem Überfall nur noch ihn als Beschützer zu sehen wünscht; und die Oma Köhler, 72, im Gemüseladen mit eigenem Eingeweckten, vor dem er während des Heimwegs der Schulkinder die ausgestellten Obstkisten sichert. Die Klau-Quote sei dadurch, so hat die Inhaberin ("Bei mir alten Frau traun se sich, bei Bolle sind se zu feije") errechnet, um 75 Prozent gesunken.
Selbst ein schwarzer Kater mußte einmal passen. Er war zuweilen aufs Fensterbrett gesprungen und hatte die Singvögel der Rentnerin Else Schmidt bedroht. Der Kob entzog ihm die sichere Position -- mit Schmierseife. Sicher: Nicht jeder ist auf den Beistand der volkstümelnden Schutzleute versessen. "Tante Emma" beispielsweise, im kleinen Kolonialladen an der Schinkelstraße, hält vom "Umgang mit den beamteten Bezugspersonen mit großem Selbstbewußtsein" (so der Polizeipfarrer Johannes Meyer) schon aus höherrangigem Rechtsinteresse nicht sehr viel: "Hier ist Wildwest, und ich wohne im Hochparterre ohne Jalousien", sagt sie, "ich möchte mir keine Scheiben einschmeißen lassen."
Auch in den vierzig Absteigen, Kneipen oder Hotels am bewegten Stuttgarter Platz verdrückt sich mancher Zecher lieber auf die Toilette, wenn sich die Ankunft von Kob Alfred ("Lewis") Lewandowski abzeichnet -- in der Regel durch dicken Zigarrenqualm; ein Konfident: "Det siehste meilenweit."
Obwohl "Lewis'" Rat im "Café Kinkel", in der "Arche Noah" oder der "SOS-Bar" geschätzt ist, etwa von Prostituierten, Zuhältern oder ehemaligen Haftinsassen, sieht das ein "Arche-Noah"-Stammgast ("Ick bin jeden Tag hier, da wirste nie besoffen") nur relativ: "Der schiebt doch nen janz ruhigen Job, weil allet vanünftig is, mehr oder weniger, wa."
Von einem "gewissen Gluckendenken", sagt Kontaktpolizist Strompski, seien wohl alle Kobs inzwischen befallen, mit Unterschieden höchstens, die sich aus der Region ergeben. In den alten Quartieren mit organisch gewachsenen Strukturen wächst des Kobs Familiensinn rascher als in Trabanten-Siedlungen mit ihrer typischen Anonymität und der hohen Mobilität der Bewohner. Dort vollzieht sich, so ein Beamter in der Gropiusstadt, "der Abbau der Barriere zwischen Polizei und Bürger schon aus einem Grund langsamer" -- man trifft sich weniger.
Wegen eines falsch geparkten Fahrzeugs nur kamen zwei Steglitzer Jungunternehmer aus der Birkbuschstraße, Hersteller elektronischer Geräte, mit ihrem zuständigen Kontaktbereichsbeamten ins Gespräch. Es lohnte sich. Die "menschlichen Qualitäten" des Kob Christian Böß verkehrten nicht nur, so der vollbärtige Geschäftsführer Hans Schlegel, 29, "unsere bislang nicht sehr positive Einstellung zur Berliner Polizei" ins Gegenteil.
Der Kob verhalf den Tüftlern, die gerade einen elektronischen Analyse-Automaten für Eiweiß- und Fettuntersuchungen zur Serienreife entwickelten, auch zu einem Finanzier aus seinem Bekanntenkreis. "Völlig uneigennützig" (Schlegel) stellte er danach ein eigenes Patent zur Verfügung -- über eine schraublos lösbare Klemme für Drahtverbindungen -- und übernahm gar selber die Lizenzgebühren für ein weiteres Jahr.
Teamwork mit den Bürgern akzeptierte Kob Karl-Heinz Klitzing in der Moabiter Wilhelmshavener Straße, um eine Hausgemeinschaft von ihrem ungestümen Hauswart zu befreien. Mal ließ der junge Mann nächtelang Musik aus seinen Stereo-Boxen dröhnen, mal setzte es dumpfe Hammerschläge morgens gegen 3.30 Uhr, dann wieder knallte er zur Schlafenszeit mit seiner Gaspistole, setzte einen Müllbehälter in Brand, schlug einen Mieter krankenhausreif. 40 Einsätze von Funkstreifenwagen waren bereits ergebnislos verlaufen, ehe Mieter Böttcher dem Kob für alle Fälle die Haustürschlüssel übergab.
Mit dem Hausbewohner im dritten Stock per Lichtsignal in Kontakt, postierte sich der Beamte danach nächtens und am Feierabend in einer Tornische, um den Störenfried "auf frischer Tat zu erwischen". Es klappte, und als das von Klitzing mit inspirierte Räumungsurteil erging, kam es im Haus zur Siegesfeier. Mieter Hans-Günter Perl, Oberamtsrat bei der Krankenkasse, lud zu Kaffee und Kuchen. Ehrengast: der Kob samt Frau.
"Solche Bratkartoffelverhältnisse", sagt Polizei-Direktor Günther Freund, seien dringend erwünscht im Sinne der Reform. So lasse sich aus dem "randständigen Bullen ein Mitmensch in Uniform" machen, den "der Bürger kennt und dem er mit Informationen dazu verhilft, seinen schwierigen Sicherheitsauftrag zu erfüllen".
Für Hauswartsfrau Suppe und Ehemann Walter brachte die Pionierzeit der Kobs schon tiefe Trauer. Ihr erster Kob, zugleich ein Mann der ersten Stunde, starb Anfang dieses Jahres. Sein Bild steht nun auf dem Vertiko, im Silberrahmen.

DER SPIEGEL 40/1977
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