31.10.1977

Dunkle Aussichten

Berlins Regierender Bürgermeister Dietrich Stobbe kann einen Punkt seiner Prioritäten-Liste streichen: Für die Einbeziehung der Teilstadt in einen West-Ost-Energieverbund sehen seine Experten derzeit keine Chancen. Weder Polen noch die UdSSR sind bereit, der Bundesrepublik und West-Berlin in einem gemeinsamen Geschäft 01 oder Strom zu verkaufen. Zwar begründen sie ihre Ablehnung mit eigenen Lieferschwierigkeiten, doch im Rathaus Schöneberg gilt es als sicher, daß politische Vorbehalte ursächlich für das Desinteresse sind. Letzte Hoffnung für den Senat ist jetzt die Bundesregierung. Sie hat ihre Teilnahme an der von Sowjet-Chef Leonid Breschnew im Anschluß an das Belgrader KSZE-Nachfolgetreffen gewünschten europäischen Energiekonferenz davon abhängig gemacht, daß dabei auch die Energieversorgung West-Berlins geregelt wird.

DER SPIEGEL 45/1977
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