31.10.1977

DIESE WOCHE IM FERNSEHEN

Montag, 31. 10.
19.30 Uhr. ZDF. Die letzte Zeit
Amerikanischer Dokumentarfilm (Originaltitel: "Dying") über das Sterben. Beobachtet wurden drei Menschen während der letzten Monate ihres Lebens (siehe auch Seite 259).
20.15 Uhr. ARD. Monitor
Geplante Beiträge: Der Bundesgrenzschutz, Lieblingskind der Nation -- Stiefkind der Politiker? Steuervergünstigungen für CSU-Anhänger -- wie großzügig ist die bayerische Finanzverwaltung? Notunterkünfte in Bochum: Wie eine Stadt mit Randgruppen als Mieter umgeht. In der Gegenrede: Ministerpräsident Hans Filbinger.
20.15 Uhr. Bayern III. Der Student von Prag (sw)
1935 gedrehtes Remake des makabren Stummfilm-Klassikers von 1913. Regie: Artur Robison.
21.15 Uhr. ZDF. Der Gehülfe
Ein halbes Jahr lebte und arbeitete der Schweizer Schriftsteller Robert Walser (1878 bis 1956) Anfang des Jahrhunderts in einem kleinen Industriestädtchen am Zürichsee als Angestellter. Die Erfahrungen aus dieser Zeit verarbeitete er 1907 zu seinem Roman "Der Gehülfe". ZDF und Schweizer Fernsehen drehten aus dem Stoff einen Film, der -- so ein Kritiker -- "zur opulent-sinnlichen Umsetzung der Marxschen Erkenntnis" geriet, daß "der Kleinbürger nichts anderes ist als bloß der soziale Widerspruch der Aktion
21.45 Uhr. ARD. Am Ende ein neuer Mensch?
"Männliches" und "weibliches" Verhalten -- eine Frage der Erziehung oder des Erbguts? Bericht von Detlef Boldt und István Bury über die Thesen des US-Zoologen Edward Wilson.
Dienstag, 1. 11.
13.35 Uhr. ZDF. Gefährliche Stille US-Rührstück (1973) über ein taubstummes Kind. Regie: John Korty.
16.20 Uhr. ZDF. Ein Amerikaner in Paris
Vincente Minnellis Verfilmung (1951) des Broadway-Musicals (sieben Oscars) begründete den Starruhm von Gene Kelly und Leslie Caron.
20.00 Uhr. ZDF. Der Preis
Die Kritik beurteilte die Bühnen-Inszenierungen des Familiendramas von Arthur Miller reserviert und bemängelte. so die "FAZ", daß der "rein dialogisch ablaufende Aufklärungsprozeß nicht nur überkonstruiert, sondern auch angeschwollen von Platitüden" sei. Das ZDF bringt eine Studio-Inszenierung mit Wolfgang Kieling, Rolf Henninger und Werner Hinz. Das für diesen Abend geplante Dokumentarspiel "Der Tod des Camilo Torres oder Die Wirklichkeit hält viel aus" über das politische Wirken des 1966 erschossenen kolumbianischen Priesters wurde wegen der aktuellen Ereignisse abgesetzt.
21.00 Uhr. ARD. Ich will leben Das Behinderten-Drama beschreibt den Einsatz einer Mutter (Kathina Kaiser) für ihr unfallgeschädigtes Kind, das vom Vater (Heinz Bennent) aufgegeben wurde.
22.05 Uhr. ZDF. Kennzeichen D Geplante Beiträge: Günter Wallraffs Arbeitsmethoden. Der erste Auftritt der ehemaligen Renft-Combo-Mitglieder Christian Kunert und Gerulf Pannach anläßlich einer Solidaritätsveranstaltung für Rudolf Bahro. Außerdem ein Bericht über das "Brüsewitz-Zentrum" in Bad Oeynhausen.
22.45 Uhr. ARD. Schatten
Drei Bühnenstücke von Samuel Beckett. "Geister-Trio" und nur ein Gewölk" inszenierte Beckett Mitte des Jahres im Studio des Süddeutschen Rundfunks selbst (Photo: Klaus Herm, l.), bei "Not I" führte Anthony Page Regie.
Mittwoch, 2.11.
20.15 Uhr. ARD. Im Brennpunkt Berichte und Interviews zum Deutschen-Bild im Ausland.
20.15 Uhr. ZDF. Bilanz
Wer kommt nach Hanns Martin Schleyer? -- Bericht über die Situation bei den Arbeitgeber-Verbänden. Life-Interview mit Kurt Biedenkopf -- das Verhältnis der CDU zur Marktwirtschaft. Außerdem ein Beitrag über Indonesien als Ölquelle für die Bundesrepublik.
21.15 Uhr. ZDF. Die wilden Zwanziger (sw>
Der Krimi-Reißer (1939) mit James Cagney (Photo r.) -- um die Bandenkriege rivalisierender Alkoholschmuggler während der US-Prohibition -- gilt als ein Höhepunkt des Hollywood-Gangsterfilms der dreißiger Jahre. Auch dabei: Humphrey Bogart; Regie: Raoul Walsh. Deutsche Erstaufführung.
22.40 Uhr. ARD. Sport extra
Berichte über die Rückspiele der zweiten Runde (Achtelfinale) im Fußball-Europapokal.
Donnerstag, 3. 11.
20.15 Uhr. ARD. Bilder aus der Wissenschaft
Unter anderem ein Bericht über "Meteoriten -- Bomben aus dem Weltall".
21.15 Uhr. ZDF. Vor den Parteitagen Berichte und Interviews über Flügelkämpfe in den Parteien. Leitung: Detlef Sprickmann.
21.55 Uhr. Bayern III. Ein Adelsnest Larmoyant-lyrische Turgenjew-Verfilmung (1969) des russischen Regisseurs Andrej Michalkow-Kontschalowski.
21.55 Uhr. ARD. Titel, Thesen, Temperamente
Moderne Architektur muß nicht nur funktionell sein -- unter anderem werden Arbeiten des Architekten Walter von Lom gezeigt. Außerdem ein Porträt über den Schokoladenfabrikanten und Kunstsammler Peter Ludwig, der jetzt in Ost-Berlin amerikanische Kunst ausstellen durfte, und ein Beitrag über die Rückkehr zur Klassik im Ballett.
Freitag, 4. 11.
20.15 Uhr. ARD. Der Lord von Barmbeck
Nostalgisch bebilderter deutscher Spielfilm (1974) über den legendären Hamburger Tresorknacker der zwanziger Jahre. Die von Ottokar Runze nach der Autobiographie gedrehte Ganoven-Moritat mit Martin Lüttge als Lord von Barmbeck (Photo) erhielt, als sie in die Kinos kam, von der Kritik wohlwollenden Zuspruch.
21.45 Uhr. Nord III. Ein hübscher kleiner Strand (SW)
Französischer Kriminalfilm (1948) mit Gérard Philipe. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
22.45 Uhr. ARD. Das letzte Kommando
Der amerikanische Spielfilm (1973) über die Zech- und Bordell-Tour dreier US-Marinesoldaten -- mit Jack Nicholson in einer Glanzrolle als Rüpel
war in deutschen Kinos wenig erfolgreich. Regie: Hal Ashby.
Samstag, 5. 11.
20.15 Uhr. ARD. Der Löwe im Winter Der tragikomische Historienfilm (1968) um die Machtkämpfe am Hof des englischen Königs Heinrich II. wurde mit drei Oscars ausgezeichnet. Unter der Regie von Anthony Harvey spielen Peter O'Toole und Katherine Hephurn.
23.05 Uhr. ZDF. Vierzehn Jahre Sing-Sing
Biederes amerikanisches Gangster-Melodram (1947) mit Burt Lancaster (Photo r.) und Kirk Douglas. Regie: Byron Haskin.
Sonntag, 6. 11.
15.45 Uhr. ARD. Fischkonzert (1) Wiederholung des Films von Rolf Hädrich nach einem Roman des isländischen Nobelpreisträgers Halldor Laxness. Gemeinschaftsproduktion des NDR mit skandinavischen Fernsehanstalten. Der zweite Teil wird am 13. 11. ausgestrahlt.
17.45 Uhr. ARD. Die Zukunft liegt in Dixieland
Bericht über die künftige Entwicklung der amerikanischen Südstaaten von ARD-Korrespondent Gerd H. Pelletier.
20.15 Uhr. ARD. Das stille Geschäft Tatort-Krimi (NDR) mit Knut Hinz und Günther Ungeheuer.
21.55 Uhr. ARD. Die Stimme seines Herrn
Privatsekretär Ghishlaine Ernest John Kaes erzählt von seinem Arbeitgeber Ferdinand Porsche.
22.30 Uhr. ZDF. "Ich widerspreche mir nicht"
Der Film will den Schriftsteller, ehemaligen Fremdenlegionär und Weltkrieg-I-Leutnant mit Pour le mérite, Ernst Jünger, 82, zeigen, wie er sich selbst gern sieht -- als einen, der immer das geistige Abenteuer suchte und noch heute sucht.
22.40 Uhr. ARD. Kritik am Sonntagabend
Opern-Regisseure sind unzufrieden über Probenbedingungen an deutschen Bühnen. Die theaterkritische Sendung des SFB befragt Intendanten, Regisseure, Sänger und Bühnentechniker in Berlin, Hamburg und München nach ihren Arbeitsmöglichkeiten.

DER SPIEGEL 45/1977
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