31.10.1977

HOHLSPIEGEL

Die "Frankfurter Allgemeine" über die Entführer, die im Namen von "Martyr Halima" den Lufthansa-Jet "Landshut" entführt hatten: "Halima ist für die Muslims einer der Namen Allahs. Er hebt die Geduld und die Sanftmut des Allerhöchsten hervor. In klassischer arabischer Sprache bezeichnet das Wort auch manchmal das fette Kamel. Auf Sanftmut weist auch die weibliche Form Halima hin; man könnte dabei auch an eine fette Kamelstute denken. Gabriele Kröcher-Tiedemann aber war weder sanftmütig noch ein Kamel. Sie wurde von den Entführern von Peter Lorenz freigepreßt und durfte nach Aden ausreisen."
Ein dänischer Fabrikant, der bei Warensendungen ins Ausland Angaben über Art und Gewicht der Waren machen mußte, bezweifelte, daß seine Formulare jemals von den Zollbehörden gelesen würden. Er setzte in die Rubrik "Art der Sendung" ein halbes Jahr lang Bezeichnungen ein wie: "Entschlafene Beamte", "Rosa Weihnachtsmänner" oder "Gebrauchte Hurrarufe". Die Formulare blieben unbeanstandet.
Der australische Sonderminister für EG-Angelegenheiten, J. W. Howard, hat errechnet, daß eine australische Kuh im 1.-Klasse-Abteil eines Jumbo-Jets von Melbourne nach Frankfurt transportiert werden könnte, ohne daß ihr Schlachtpreis dann gegenüber dem einer nach der EG-Rindfleischordnung subventionierten europäischen Kuh wettbewerbsunfähig wäre.

DER SPIEGEL 45/1977
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