12.09.1977

„Ich hörte die Schreie“

Unter seinen Opfern waren meine Freunde, ja mein eigener Bruder. Ich sah Hunderte von Leichen, ich erfuhr von schrecklichen Massakern. Ich erlebte, wie eine ganze Nation unter Todesschmerzen auf die Ebene der nackten Existenz herabsank, wie das Volk eingeschüchtert wurde von Räubern, die auf Idi Amins Befehl töteten.
Seit seiner Machtübernahme im Jahre 1971 habe ich dem Mann gedient, der sich Schritt für Schritt als der grausamste Killer Afrikas entpuppte.
Manches Mal habe ich an eine Flucht gedacht, aber dann doch immer wieder die Entscheidung aufgeschoben. Als Vertrauter Amins glaubte ich mich sicher. Zudem redete ich mir ein, daß mein Fortgang nichts an diesem Regime ändern würde. Überdies: Es war das Regime einer Minderheit, ein lächerlich unfähiges Regime, ein Übergang, weiter nichts.
Die Wende kam für mich mit dem Martyrium des anglikanischen Erzbischofs Janani Luwum am 16. Februar 1977. Ebenso wie er wurden damals
*Copyright © 1977 Paddington Press Ltd.
zwei Minister hingemetzelt, mit denen ich jahrelang gut befreundet war.
Nach diesen Morden erkannte ich, daß ich keine Wahl mehr hatte. Ich mußte fliehen, um zu überleben -mehr noch: weil es meine Pflicht war. Denn was ich erlebt hatte, würde meinen Aussagen eine besondere Glaubwürdigkeit verleihen. Ich entschloß mich, die Wahrheit über Amins Schreckensherrschaft zu sagen, soweit ich sie kannte.
Für einen Außenstehenden erscheint Amins Regime unerklärlich. Wie konnte ein solcher Mann die Macht an sich reißen und sie bewahren? Das endgültige Urteil mag künftigen Historikern überlassen bleiben, aber ich glaube, daß die Antwort in der unmittelbaren Vergangenheit Ugandas liegt, in der Amin seine ungewöhnlichen Charakterzüge zur Geltung bringen konnte.
Man sollte diesen Idi Amin nicht unterschätzen. Gewiß, er ist beinahe Analphabet; er ist politisch naiv; er ist äußerst unberechenbar; er ist unerhört grausam. Aber er ist auch umgänglich und großzügig; und er ist ungewöhnlich begabt, rasch und zweckentsprechend zu handeln, offenkundige Schwächen zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen und sich in seiner Räuberbande als Anführer durchzusetzen.
Diese unabhängige Persönlichkeit, deren Brutalität in den ersten Jahren weitgehend verborgen blieb, trat zugleich mit dem Zerfall der Demokratie in Erscheinung, der Uganda seit dem Beginn seiner Unabhängigkeit im Jahre 1962 bis zum heutigen Tag prägt.
Ich habe sehr früh die Hauptfiguren des politischen Dramas kennengelernt, das in meinem Land über die Bühne ging. Als Sohn eines Kolonialbeamten wurde ich sehr bald mit den Verwaltungsgeschäften vertraut.
Während meiner Grundschulzeit verbrachte ich ein Jahr in Busesa. Der dortige Schulrektor, Mr. Kibedi, war Amins zukünftiger Schwiegervater. Später ging ich auf das Busoga College in Mwiri, zu dessen Schülern der erste Premierminister des unabhängigen Uganda, Milton Obote, gehörte.
In dieser Zeit lernte ich Idi Anm kennen. Mein älterer Bruder Kisajja und Anm hatten sich in die Schwestern Mary und Maliamu, die Töchter meines früheren Rektors Kibedi, verliebt. Maliamu wurde später Amins Hauptfrau, mein Bruder bekam einen Sohn von Mary. Nach ugandischen Begriffen gehörte ich daher derselben Familie an wie Amin.
Während meiner College-Jahre kam ich mehrmals mit Amin zusammen. Die erste Begegnung verlief ganz formlos. Ich erinnere mich, daß ich vor allem von Amins Körperbau beeindruckt war: Selbst für einen Soldaten -- Amin war damals Feldwebel bei den King's African Rifles -- ist 1,92 Meter ein stattliches Maß.
Nach meinem Studium auf der Makerere-Universität trat ich im April 1962 als Verwaltungsbeamter in den Staatsdienst ein. Ich bekam den Posten eines Zweiten Sekretärs im Büro des Premierministers.
Am 9. Oktober 1962 erhielt Uganda die Unabhängigkeit, Obote wurde Premierminister. Sechs Monate später wurde die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) gegründet. Ich reiste als Mitglied eines OAU-Expertenausschusses nach Addis Abeba, außerdem nahm ich an der Konferenz der Verteidigungskommission der OAU in Accra in Ghana teil.
Nach meiner Rückkehr aus Accra ernannte mich Obote zu seinem Privatsekretär. Es war eine anspruchsvolle Stellung. Um meinen Aufgaben gerecht werden zu können, mußte ich in ein Haus ziehen, das auf dem Gelände der Präsidentenresidenz lag.
Als Sekretär Obotes wurde ich bald in eine Operation verwickelt, bei der es darum ging, kongolesische Rebellen zu unterstützen, die von Mobutus Truppen bis an die Grenze Ugandas gedrängt wurden. Obote hatte Amin, der inzwischen Stellvertretender Befehlshaber der ugandischen Armee geworden war. mit der Hilfsaktion betraut.
Obote und ich unterhielten eine direkte Funkverbindung mit Amin. Der Codename unseres Senders war "Sperling", der von Amin "Kisu". Am dringendsten brauchten die Rebellen Waffen und Transportmittel. Sie besaßen kein Bargeld, dafür jedoch ganze Wagenladungen von Gold und Elfenbein. die sie beim Rückzug an sich genommen hatten.
Als ihr Kontaktmann verkaufte Amin Gold und Elfenbein der Rebellen und kaufte Waffen für sie. Bei dieser Operation offenbarten sich mir zum erstenmal Amins Hauptcharakterzüge.
Mir gegenüber benahm er sieh immer charmant, ich fand es leicht, mit ihm zusammenzuarbeiten. Er verriet jedoch auch einen brutalen Sinn fürs Praktische, dazu Individualität und Unternehmungsgeist. Zum erstenmal sah ich jetzt die Auswirkungen seiner ungewöhnlichen Intelligenz, mit der er skrupellos jeden Vorteil wahrnahm.
Über Amins Geschäfte mit dem kongolesischen Gold und Elfenbein wurde nie Buch geführt. So konnte er einfach für sich selber regelmäßig bei der Bank hohe Summen einzahlen -- bis zu 300 000 Shilling auf einmal, insgesamt rund eine Million Dollar.
Gerüchte über seinen plötzlichen Reichtum begannen durchzusickern. Ein Abgeordneter beantragte eine Untersuchung, das Parlament genehmigte den Antrag.
Bald darauf bemächtigte sich Obote der alleinigen Regierungsmacht, hob die Verfassung auf, nahm selber den Titel Präsident an und ließ fünf Minister verhaften, von denen vier die Vorwürfe gegen Amin unterstützt hatten. Er überredete einige der kongolesischen Rebellen, die in Uganda im Exil lebten, entlastende Aussagen zugunsten Amins zu machen, und rettete so den Mann, der ihn schließlich stürzen sollte.
Amin wurde zum unbestrittenen Günstling Obotes. Bei den Politikern fand Obote immer weniger Rückhalt, und so mußte er sich stark auf die Armee stützen.
Drei Jahre lang blieb Amin unentbehrlich. Zugleich aber stellte er für Obote eine ständig wachsende Bedrohung dar. Aus anfänglicher Rivalität wurde im Dezember 1969 schlagartig offene Feindschaft, als Amin in den Verdacht geriet, ein Attentat auf Obote versucht zu haben.
Einen Monat später wurde der Brigadier Pierino Okoya zusammen mit seiner Frau erschossen, nachdem er Amin Vorhaltungen wegen der mangelnden Disziplin der Armee gemacht hatte. Wieder fiel der Verdacht auf Idi Amin.
Im September 1970 -- Amin war zu einem offiziellen Besuch nach Kairo geflogen entschloß sich Obote endlich, den Gegenspieler auszuschalten. Obote mühte sich, die Untersuchung des Okoya-Mordes abzuschließen, damit er Amin, gegen den er nun handfeste Beweise hatte, gleich nach dessen Rückkehr verhaften lassen könnte. Amin bekam sogar Anweisung, seinen Aufenthalt in Kairo zu verlängern, wodurch Obote Zeit zu gewinnen hoffte.
Doch Amin besaß einen guten Nachrichtendienst. Seine Kontaktleute ließen ihm mitteilen, daß etwas in der Luft lag, und er kehrte überraschend nach Uganda zurück. Zufällig sah ich ihn auf meiner Fahrt nach Entebbe:
Sein Wagen kam mir entgegen. Wir winkten einander zu. Später rief ich Obote an, um ihm zu sagen, daß der Oberbefehlshaber der Armee aus Kairo zurück sei. Er war völlig überrascht. Ich hatte zum erstenmal miterlebt, wie Amin sein Gespür für das Unvorhersehbare zu nutzen verstand - eine Eigenschaft, die ihm seitdem immer wieder zustatten kam.
Obote fühlte sich dennoch sicher genug, im Januar 1971 an der Commonwealth-Konferenz in Singapur teilzunehmen. Kurz vor unserem Abflug von Entebbe hatte er in einem kleinen VIP-Raum des Flughafens noch eine geheime Unterredung mit einigen Offizieren, dem Innenminister und Beamten des Geheimdienstes.
Amin hielt sich in einem anderen Raum auf, fast ganz allein, denn niemand wollte mit ihm reden - aus Angst, der Kollaboration mit ihm verdächtig zu werden. Da ich der Meinung war, so könne man den Oberbefehlshaber der Armee nicht behandeln, unterhielt ich mich eine Zeitlang mit ihm . Bei der Gelegenheit bat er mich, ihm etwas aus Singapur mitzubringen, und ich versprach es ihm.
In Singapur rief mich kurz vor unserem Rückflug nach der Beendigung der Konferenz ein Regierungsbeamter beiseite und sagte mir, im Rundfunk sei gerade gemeldet worden, daß es zu Hause Schwierigkeiten gebe. Während wir dann auf unseren Abflug warteten, telephonierte Obote verzweifelt mit dem Polizeipräsidium in Kampala. Er sprach mit einem höheren Offizier, und der sagte ihm, die Polizei warte ab -- offensichtlich herrschte in Kampala heillose Verwirrung.
Als ich ein paar Stunden nach der Zwischenlandung in Bombay im Cockpit saß und mir die Rundfunknachrichten anhörte, brachte die BBC eine Meldung, nach der Obote gestürzt worden sei, die Armee die Macht in Uganda übernommen habe und Obotes Delegation sich auf dem Rückflug von Singapur befinde. Zumindest der letzte Teil der Meldung stimmte -- vermutlich also auch der Rest.
Ich ging in das Abteil erster Klasse zurück. Kaum hatte Obote mich erblickt, da beugte er sich vor und fragte. ob es etwas Neues gebe. "ja, Exzellenz. die Armee hat die Macht übernommen." Obote brachte kein Wort heraus. Ich ging weiter zu den anderen Ministern und wiederholte ihnen die Meldung. Außenminister Sam Odaka sagte in seiner humorvollen Art: "Tja, jetzt haben wir kein Land mehr."
Gegen 20 Uhr landeten wir in Nairobi, am nächsten Tag flogen wir weiter nach Daressalam. Mir war daran gelegen, so schnell wie möglich nach Uganda heimzukehren und mich ins Privatleben zurückzuziehen. Ich riet deshalb mein Büro in Kampala an.
Nach dem Putsch wird Amin wie ein Held gefeiert.
Am Apparat meldete sich meine Sekretärin, sie hatte komischerweise ihren Posten behalten. ich sagte ihr, daß ich Amin sprechen wollte. Er war nicht da. Ich bat sie, sich bei ihm zu erkundigen ob ich nach Hause kommen könne.
Später rief ich noch einmal an und bekam Amin zu sprechen. Er erklärte mir, er habe schon Anweisungen gegeben, mich am Flughafen abzuholen. "Wir werden feiern", sagte er. "Wann kommen Sie?"
Diese offenherzige Einladung überraschte mich, und ich buchte sogleich den Rückflug. Schon am nächsten Tag, vier Tage nach dem Putsch, flog ich frühmorgens ab, ohne daß ich Obote noch einmal gesehen hätte. Einer seiner Leibwächter, der mit mir zurückfliegen wollte, begleitete mich.
Auf dem Flughafen von Entebbe wurde ich von einem der Männer Amins begrüßt: von Ismail, dem Fahrer, den ich von früher her kannte und der jetzt mit dem BMW des Präsidenten auf die Rollbahn gekommen war.
Ganz offensichtlich wollte mich Amin beruhigen, indem er ein mir vertrautes Gesicht zu meiner Begrüßung präsentierte -- eine rücksichtsvolle Geste, die nicht zu seinem brutalen Charakter zu passen scheint, in Wirklichkeit aber typisch für ihn ist.
Auf der Fahrt vom Flughafen nach Kampala erzählte mir Ismail, mein Haus sei geplündert worden. Es war jedoch kein allzu großer Schaden entstanden. Ich wurde sofort zu Amins Residenz gefahren, die er in "Kommmandostelle" umbenannt hatte.
Amins erste Frage: "Was haben Sie mir aus Singapur mitgebracht?" Ich war völlig verdutzt. Nach allem, was geschehen war, wirkte diese Begrüßung unpassend. Ich antwortete: "Ich habe Ihnen tatsächlich etwas mitgebracht -- ein kleines Radio und Stoff für Ihre Frau -, aber ich habe die Sachen nicht bei mir, weil mein Gepäck noch in Nairobi liegt."
Amin bedankte sich und wandte sich zu den Beamten, die bei ihm waren: "Ich hatte ihn gebeten, mir etwas mitzubringen, und das hat er tatsächlich getan."
Dann erkundigte er sich: "Haben Sie Ihre Familie schon gesehen?" Ich verneinte.
"Ich bin sicher, daß sie sich Ihretwegen Sorgen macht", sagte er. "Wenn Sie keinen Wagen haben, nehmen Sie den Mercedes."
Dann setzte er noch hinzu: "Fahren Sie übers Wochenende nach Hause und kommen Sie Montag zurück. Gehen Sie in Ihr Büro und machen Sie weiter, als ob nichts geschehen ware.
Ich traute meinen Ohren nicht. Gewiß, er hatte keinen Grund, mir zu mißtrauen, und doch schien mir sein Verhalten ungewöhnlich. Amins Fahrer fuhr mich dann mit dem Mercedes zu meiner Frau Teresa.
Die ugandische Bevölkerung feierte Idi Amin nach dem Putsch als einen Helden. Wochenlang nahmen diese Feiern fast seine ganze Zeit in Anspruch.
Amin war nicht der Typ, der nur im Büro sitzt. Vielmehr bereitete es ihm sichtlich Freude, ständig mit Wagen und Hubschrauber unterwegs zu sein. Wohin immer er auch fuhr, stets mußten wir mitkommen: Er wollte mit setnem Kabinett und den hohen Regierungsbeamten angeben. Oft war tagelang kaum jemand in Kampala zurückgelassen worden, der die Verwaltungsarbeit hätte erledigen können.
Amins Reisen durch das Land liefen bald nach einem festen Schema ab. Aus dem Radio erfuhren die Leute, daß der Präsident die Absicht habe, in einem bestimmten Gebiet zu erscheinen. Die Einwohner der betroffenen Ortschaften zimmerten über Nacht eine Plattform, und am folgenden Morgen versammelten sie sich und warteten darauf, daß Amin zu ihnen sprach.
Er kam mit dem Hubsehrauber, hielt eine Rede, sah sich ein paar Tänze an, nahm Geschenke entgegen -- einmal wurden ihm 900 Stück Vieh übergeben
drückte einige Hände, sprang wieder in seinen Hubschrauber und flog weg -- zusammen mit seinem Regierungsgefolge. Unsere Aufgabe bestand darin, während seiner Rede auf der Plattform zu sitzen, mit ihm zu trinken und ihm dann zu seiner nächsten Station zu folgen.
Amins Popularität beruhte vor allem darauf, daß er eine unbeliebte Regierung gestürzt hatte und daß er Leute freiließ, die unter Obote verhaftet worden waren.
Unter den aus dem Gefängnis Entlassenen befanden sich der frühere Premierminister und Führer der Demokratischen Partei Benedicto Kiwanuka, der später zum Obersten Richter ernannt (und noch später ermordet) wurde, ferner Brigadier Opolot, ehemals Amins Vorgesetzter und Rivale (Amin gewährte ihm hochherzig die Auszah-
* Rechts (mit Sonnenbrille): Minister Erinayo Oryema, der im Februar 1917 ermordet wurde.
lung seiner rückständigen Gehälter, die sich während seiner fünfjährigen Gefängniszeit angesammelt hatten), und Grace Ibingira, Minister und angesehener Anwalt, der vor kurzem als Amins Gesandter bei der Uno in New York auftrat.
Zuerst war auch die Regierung mi ihm zufrieden. Amin bestand zwar darauf, daß einige seiner eigenen Leute Minister wurden, zum Beispiel Oberstleutnant Obitre-Gama (Innenminister) und Charles Oboth-Ofumi (Verteidigungsminister), doch in den meisten Fällen gab er sich besondere Mühe für sein Kabinett die fähigsten Männer auszuwählen. Übrigens rief er mich mehrmals an, um von mir Auskunft über verschiedene Kandidaten zu bekommen.
Die einzelnen Stämme Ugandas waren einigermaßen gerecht vertreten, die Mischung aus Christen und Moslems war ausgeglichen. Aufgrund der Ratschläge, die Amin empfing, wurde das Kabinett mit erfahrenen, tüchtigen Männern besetzt.
Die Minister werden in die Armee übernommen.
Ich war sein Erster Privatsekretär, außerdem ernannte er mich zum Kabinettssekretär und Ständigen Sekretär des Präsidenten-Büros. Als Kabinettssekretär war ich verantwortlich für die Sitzungsprotokolle des Kabinetts und die Überwachung der Kabinettsbeschlüsse. Als Ständiger Sekretär des Büros war ich zugleich Chef der Verwaltung und hatte den Präsidenten über die Arbeit aller Ministerien zu unterrichten.
Diese drei Aufgaben -- die später drei Männern übertragen wurden -- verschafften mir eine einzigartige Position. Aber es war auch eine unmögliche: Allein konnte ich die anfallende Arbeit nicht bewältigen. Ich machte deshalb von mir aus den Vorschlag, mich als Ersten Privatsekretär möglichst bald abzulösen.
Vor der ersten Kabinettssitzung entschloß sich Amin, sein vorwiegend aus Zivilisten bestehendes Kabinett in ein pseudo-militärisches zu verwandeln. Er nahm allen Ministern den Eid als Offiziersanwärter ab und gab ihnen Uniformen.
Keiner der Minister erhielt einen höheren Rang als den eines Offiziersanwärters. Der Vorteil für Amin: Er konnte jetzt die Übernahme seiner Minister in die Armee als Vorwand benutzen, sie der militärischen Disziplin zu unterwerfen, wann immer es ihm notwendig erschien.
Auf der ersten Kabinettssitzung sprach der Präsident, in Uniform, eine Weile von dem Vertrauen, das er dem neuen Kabinett entgegenbringe. Er wünsche, daß das Land so gut wie möglich regiert werde. Er sei kein Politiker, deshalb sei es die Aufgabe seiner Fachleute, dafür zu sorgen, daß die Verwaltung des Landes wieder reibungslos funktioniere.
Dann verkündete er, alle Minister sollten einen schwarzen Mercedes-Benz erhalten, jeder Wagen müsse hinten außer der Zulassungsnummer ein Schild mit der Aufschrift "Military Government" tragen.
Während der anschließenden Diskussion saß Amin ruhig da und hörte sich die Vorschläge der Minister an. Wenn einer zu Ende gesprochen hatte. fragte er, ob noch ein anderer etwas sagen wolle. Er war wirklich ein Muster an Würde und Großzügigkeit. Am Ende der Sitzung waren wir alle überzeugt von seiner Gutmütigkeit und seinem gesunden Menschenverstand.
In den nächsten Tagen jedoch gab es schon Anzeichen dafür, daß doch nicht alles so gut lief, wie es den Anschein hatte. Wenn Amin mit seinen Ministern über militärische Angelegenheiten sprach, drückte er sich sehr vage aus. Im Rundfunk verkündete er, daß die Militärregierung fünf Jahre lang an der Macht bleiben werde.
Nachdem Proteste laut geworden waren, hielt er eine zweite Ansprache, in der er versprach, in die Kaserne zurückzukehren, sobald sich die Situation gebessert habe. Eine Frist nannte er diesmal nicht. Aber er hatte immerhin politische Freiheit versprochen, und wir meinten, im großen und ganzen sei er doch ein vernünftiger Bursche, dem wir kleine Mißgriffe bereitwillig vergeben könnten.
Die Enttäuschung folgte rasch. Es begann damit, daß wir die recht zeitraubende Aufgabe bekamen, für Amin die meisten seiner Reden zu schreiben. Doch sein Englisch ist dürftig, und so bedeutete es für ihn eine große Anstrengung, sie abzulesen -- und seine Zuhörer langweilten sich. Schließlich wurde er deswegen sogar von ausländischen Zeitungen kritisiert. Wenn er dagegen frei sprach, wirkte er entspannt, und nach kurzer Zeit stellte er fest, daß er auf diese Weise mehr Eindruck machte.
Die Folgen dieser Erkenntnis waren fatal: Wo immer er auch auf seinen Triumphreisen auftrat, überall versprach er dem Volk das Paradies. Sah er, daß der Ort kein Schulhaus, kein Krankenhaus hatte -- sogleich spendierte er eins. "Der Gesundheitsminister ist hier", erklärte er und wandte sich an den armen Mann: "Hören Sie -- Sie bauen hier eins." Oder: "Hier ist der Minister für Bauwesen und Verkehr -- er baut euch eine Straße von hier bis dort."
Idi Amin genoß eine erhebende Zeit. Da er nicht in der Lage war, sich um Einzelheiten der Verwaltungsarbeit zu kümmern, zog er die Tuchfühlung mit denen vor, die das Ohr am Boden hatten. Er liebte es besonders, mit einfachen Menschen zu scherzen.
Er machte auch gern eine Schau daraus, seine Minister in aller Öffentlichkeit zu loben oder zu tadeln. Bei solchen Gelegenheiten konnte er wirklich den "Großen Papa" oder "Dada" spielen, wie er sich selbst gern nannte. Da wir nun aber ständig unterwegs waren, kamen wir überhaupt nicht dazu, seine spontanen Anweisungen auszuführen.
Natürlich wurden die Minister von seinen willkürlichen Ankündigungen völlig überrascht -- die Anordnungen ergingen entweder in seinen langen Ad-hoc-Reden oder in Rundfunkansprachen. Zum Rundfunk hatte Amin immer direkte Verbindung.
Die Minister gewöhnten sich also an, Notizbücher bei sich zu haben; sobald Amin zu reden begann, kritzelten sie auf, was er ihnen aufgetragen hatte. Ich mußte dann die Anweisungen an die verschiedenen Minister koordinieren. Im Anfang mochte das noch gutgehen, denn es wurde in der Ausführung unnial-Verwaltung verfahren. Bald jedoch war es unmöglich, allen Anordnungen auf der Spur zu bleiben.
Wir mußten die Zeitungen lesen und Radio Uganda hören, um zu erfahren, was für Entscheidungen der Präsident gefällt hatte. Die Regierungsbeamten gingen dazu über, das Radio als Leitfaden für die von ihnen verlangten Aktionen zu benutzen. Mehrmals sagten mir Kollegen, wenn sie bestimmte Maßnahmen ihres Ministeriums rechtfertigen wollten: "Der Präsident hat es mir aufgetragen -- haben Sie das nicht im Radio gehört?"
Anfangs wirkte dies Verfahren weniger unheilvoll als komisch -- jedenfalls solange es jemand anderen betraf. Weniger komisch wurde es, wenn man selber das Opfer war. So erhob sich im März die Frage meiner Ablösung als Erster Privatsekretär. Amin entschied, meinen Stellvertreter zu meinem Nachfolger zu ernennen, und gab diesen Beschluß über das Radio bekannt. Glücklicherweise war dies keine besonders wichtige Angelegenheit, da ich als Verantwortlicher für die Verwaltung in demselben Büro blieb.
Von Januar bis Juli 1971 war ich mit Amin sehr vertraut. Er hatte die Angewohnheit, mich in sein Schlafzimmer zu rufen, selbst wenn er im Bett lag, und lange mit mir zu plaudern. Er sprach dann viel von seinen Freundinnen: Amin führte ein ungewöhnliches Sexleben.
Trotz dieser Vertrautheit erfuhr ich nichts von den grauenhaften Ereignissen, die sich damals in den Kasernen abspielten. Der Putsch selbst war nicht besonders blutig gewesen, doch kurz danach begannen die Ermordungen.
In diesem Stadium waren Amins "Feinde" hauptsächlich die Acholi und die Langi. Obote gehörte zu den Langi, aber die Streitkräfte setzten sich zum großen Teil auch aus Acqholi zusammen. Amin erzählte uns zwar immer wieder, daß "Aufwisch-Aktionen" im Gange seien, aber wir hatten keine Ahnung, was er damit meinte. Erst später erfuhren wir es.
Von den Offizieren, die zur Zeit des Putsches im Rang eines Oberstleutnants oder in höherem Rang standen, sind die meisten ermordet worden. Nach der Rückkehr aus einem Urlaub im Sommer 1971 erlebte ich mit, wie der Major Emmanuel Ogwal an der Residenz des Präsidenten vorbeigehetzt wurde. Er suchte Zuflucht im Haus eines Arztes und wurde während einer Schießerei, die wir alle in unseren Büros mit anhörten, getötet.
Der nichtsahnende Besitzer des Hauses, Dr. George Ebine, wurde dann in seinem Krankenhaus aufgespürt, zur Malire-Kaserne gebracht und von einem Panzer zerquetscht. Ich war dabei, als Amins Boys ihrem Chef triumphierend Ogwals Führerschein als Beweis ihres Erfolgs übergaben.
Später sickerte durch, daß überall im Lande Greueltaten verübt wurden. Im Mai eröffnete Amin seinen Soldaten, sie dürften jeden auf der Stelle niederknallen, den sie verdächtigten, ein Verbrechen begangen zu haben oder zu planen. Außerdem gab er einen Erlaß heraus, der Inhaftierung ohne Gerichtsverfahren ermöglichte. Hunderte von Menschen kamen zu Tode. In Malire wurden 32 ranghohe Langi und Acholi in einen Raum getrieben und mit Sprengstoff umgebracht.
Zwei Amerikaner, Nicholas Stroh und Robert Siedle, wurden ermordet, als sie den Versuch machten, Gerüchte von Massakern in ugandischen Kasernen zu überprüfen. Sie setzten an bei einem Offizier der Mbarara-Kaserne, Major Juma Aiga, der zur Zeit des Putsches Taxifahrer war und heute als Distriktskommissar von Toro fungiert. Es kam zu einem hitzigen Streit zwischen Stroh und Juma. Die beiden Amerikaner wurden getötet, ihre Leichen in einem flachen Grab verscharrt. Der Major wurde später in dem blauen Volkswagen der Amerikaner gesehen.
Als die amerikanische Botschaft in Kampala eine Woche später Nachforschungen anstellte, wurden die Leichen ausgegraben, in Säcke verpackt und auf dem Kasernengelände verbrannt. Die Überreste warf man dann in einen Fluß. Auch das Auto wurde in Brand gesteckt und in eine Schlucht in den Bergen geworfen.
In meiner Gegenwart gab Amin niemals ausdrücklich Befehl, jemanden zu töten. Statt dessen benutzte er gewisse beschönigende Formulierungen, die als Befehl zur Hinrichtung zu erkennen waren. Eine dieser Formeln lautete: "Gebt ihm die VIP-Behandlung", das hieß Tod nach Folterung -- ich hörte ihn diesen Satz sagen, als er im September 1972 den Tod des Informationsministers Alex Ojera befahl.
Mit Planierraupen die Leichen aufgehäuft.
Andere Code-Ausdrücke waren: "Bringt ihn nach Malire" oder einfach "Kalasi", ein Wort der nubischen Sprache, die nur von wenigen Ugandern gesprochen wird -- es bedeutet "Tod". Mir war auch bekannt, daß viele Militäreinheiten von einem Ort zum anderen fuhren, um Exekutionen auszuführen.
Niemals gab es schriftliche Befehle. Erstens konnte Amin selbst nicht schreiben (ich kenne niemanden, der je einen handschriftlichen Brief von ihm erhalten hat), zweitens zog er mündliche Anweisungen vor, damit er später abstreiten konnte, irgend etwas mit der Sache zu tun zu haben.
Die nächste große Mord-Runde fand im Juli 1971 in der Jinja-Kaserne statt. einen Tag nachdem Amin zu einer Reise nach Israel und Großbritannien abgeflogen war. Ganz offenkundig hatte er die Morde für die Zeit seiner Ahwesenheit geplant, damit er leugnen konnte, direkt verantwortlich zu sein. Diese Taktik sollte er immer wieder anwenden, bis bei jeder seiner Auslandsreisen das Ausmaß der Gewaltsamkeit zu wachsen drohte.
Eine Gruppe von Acholi- und Langi-Soldaten -- die Zahl ist nie festgestellt worden -- wurde zusammengetrieben und in einem Wachraum in der Nähe des Kasernentors zusammengepfercht. In ihrer Todesangst durchbrachen die Männer die Wand zu dem anstoßenden Raum und bemächtigten sich eines Maschinengewehrs.
Die ganze Nacht hindurch verteidigten sie sich gegen ihre Wachen. Einigen gelang es, zu entkommen, doch die meisten wurden getötet.
Nach dem Ende des Kampfes rollten Planierraupen an, um die Leichen aufzuhäufen und das Gebäude zu demolieren. Von der Gemeindeverwaltung wurden Karren angefordert, mit denen die Leichen abtransportiert werden sollten. Ich erfuhr davon, weil Amin kurz nach seiner Rückkehr eine Besichtigung der Kaserne ankündigte und ich an Ort und Stelle Vorbereitungen treffen mußte.
Das Gebäude, in dem man die Gefangenen eingeschlossen hatte, war nur noch ein Trümmerhaufen. An vielen Backsteinen entdeckte ich Blutspritzer. Es wurde mir gesagt, Armeeoffiziere hätten versucht, die Kaserne in ihre Gewalt zu bekommen.
Meldungen über Massaker im Ausland nicht ernst genommen.
Amin kann die Verantwortung für diese Morde nicht leugnen. Der Kommandant, ein Oberst Suleiman, war ein Verwandter von ihm. Es ist unvorstellbar, daß er auf eigene Initiative gehandelt haben würde.
Ein Einzelfall, den ich direkt miterlebt habe, betraf den Polizei-Kapellmeister Mohammed Oduka. Er war kurz nach dem Putsch nach Mombasa geflohen, wo ihn einer von Amins Männern aufsuchte und ihm versicherte, er könne gefahrlos zurückkehren.
Als Oduka eintraf, wurde er zu Amin geführt, der ihn aufforderte, im Gefängnis Makindye eine Erklärung zu Protokoll zu geben. Die Zusammenkunft verlief freundlich, doch kaum war Oduka gegangen, da befahl Amin, ihn "nach Malire zu bringen". Dort wurde ihm mit einem Knüppel der Schädel eingeschlagen.
Ich war gerade bei Amin, als der Chef des Sanitätskorps der Armee anrief und die Meldung vom Tod Odukas durchgab. Amin wandte sich zu mir und sagte: "Oduka ist tot" -- so als spreche er von irgendeinem belanglosen Auftrag. Ich kannte ihn damals schon so gut, daß ich jede Reaktion vermied.
So sonderbar es erscheint -- die Zivilisten wußten wenig von diesen Vorgängen. In den ersten Monaten nach dem Putsch ereigneten sich die Morde fast ausschließlich innerhalb der Armee, die Einzelheiten wurden geheimgehalten. Meldungen über Massaker erschienen nur im Ausland, und dort nahm man sie nicht allzu ernst.
Wir in Uganda waren meistens geneigt, im Zweifelsfalle für Amin Partei zu ergreifen. Wir nahmen es hin, daß er von Anti-Obote-Operationen und von Ereignissen sprach, über die er keine Kontrolle habe.
Die geheimen Morde hatten jedoch sichtbare Auswirkungen. Um die Lücken im Offizierskorps wieder zu füllen, begann Am in, neue Offiziere zu ernennen. Die Männer seiner Wahl waren geradezu grotesk ungeeignet. Er gab Feldwebeln und Oberfeldwebeln die Verantwortung für Bataillone. Er ernannte Panzer- und Pkw-Fahrer -- mit solchen Leuten plauderte er täglich am liebsten zu Majoren oder Nachrichtenoffizieren.
Ismail, jener Fahrer, der mich bei meiner Rückkehr aus Singapur am Flughafen abgeholt hatte, wurde zum Hauptmann und zeitweiligen Chef des Nachrichtendienstes gemacht. Das ging ganz einfach: Ich sollte Ismail einem britischen Offizier vorstellen, doch ich hatte das Gefühl, einen Gemeinen nicht gut als Chef des Nachrichtendienstes vorstellen zu können. Ich, sprach mit Amin, und der meinte: "Sagen Sie, daß er Hauptmann ist." Von da an war er Hauptmann (bis zu seiner nächsten Beförderung).
Solche Beförderungen wurden nie schriftlich bestätigt. Die Männer gingen einfach zum Zahlmeister, sagten "Ich bin Hauptmann" oder "Ich bin Major" und forderten von diesem Tag an den * Rechts (im Stuhl) Vizepräsident Mustafa Adrisi, neben ihm Isaac Malyamungu.
entsprechenden Sold. Natürlich wurde diese Praxis mißbraucht. Die Leute beförderten sich einfach selbst, und die Zahlmeister wagten nie, bei Amin rückzufragen.
Bald wurde Uganda praktisch von einem Korps unerfahrener, untergeordneter Offiziere regiert. Einer von ihnen, zugleich der am meisten gefürchtete, war Leutnant Isaac Malyamungu, der den Auftrag hatte, nonkonformistische Meinungen in der Armee zu unterdrücken.
Nach dem Putsch war er Chef von Amins Exekutions-Banden und hatte unbegrenzte Macht, jeden in der Armee zu töten, selbst vorgesetzte Offiziere. Seine Hinrichtungsmethoden waren unvorstellbar grausam. Er liebte es, seine Opfer auszuweiden oder sie dadurch hinzurichten, daß er sie von Panzern überfahren ließ.
So gewalttätig und brutal war Malyamungu, daß sogar Amin mir einmal sagte, er fürchte, Malyamungu verliere den Verstand.
Im nächsten Heft
Idi Amin: "Ich habe Menschenfleisch gegessen" -- Das einträgliche Gewerbe der Leichensucher -- Ugandas Diktator und seine Frauen

DER SPIEGEL 38/1977
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