17.10.1977

„Du sollst zerbrechen!“

8. 11. 76
Biermann darf reisen. Zum ersten Mal. Eine neue Strophe: Die BRD braucht eine KP
Wie ich sie wachsen und reifen seh Unter Italiens Sonnenschein So soll es sein So soll es sein So wird es sein.
Na hoffentlich. Ein Auftritt vor vielen Menschen, endlich raus aus den Hinterzimmern, wie gut. Wenn sie ihn nicht zurücklassen, gibt es Krawall. Sie wollen Ruhe. Eine Absage wäre Blödsinn.
9. 11.
Lili läuft. Sie wird ein Mensch. Ich habe ein Kind. Zuerst lag sie im Ställchen, dann zog sie sich am Gitter hoch, jetzt rennt sie die Burgwallstraße runter. So ist es immer: Der Sprung über das Gitter. Lachend und leicht. "Reißt die Zäune nieder, reißt sie nieder." Da hilft nichts, so ist es immer, der Mensch ist nicht zu halten. 10. 11.
Arbeit läuft gut. Bin dabei, das Manuskript neu zusammenzustellen. "Gedächtnisprotokolle"? Vielleicht nur Prosa, ohne Dokumente. Kunst? Kommt Literatur gegen die Sprache der Büros an? 11. 11.
Irgend etwas stimmt nicht. Bin ich ein Panikmacher? R. H. (Robert Havemann) ist optimistisch, wie immer. Aber was ist, wenn sie Biermann nicht zurücklassen und mich verhaften? Warum läuft alles so glatt? Diese Ruhe stört mich. Solidarität mit [dem aus dem DDR-Schriftstellerverband ausgeschlossenen Reiner] Kunze schwach, noch keine Zeile Prosa von ihm gelesen. "Die wunderbaren Jahre", Titel sehr gut. 12. 11.
Biermann soll unser Tonband im Westen vorstellen. Pannach muß jetzt zu hören sein, Kunert auch. "Für uns, die wir noch hoffen." Und unsere Hoffnung liegt hier.
13. 11.
ABER VOR ALLEM Möchte ich arbeiten Wenn sie kommen
OFFEN UND EHRLiCH Und meinen Stift weglegen WIR WiSSEN ALLES Wie ein Arbeiter überrascht
Seinen Hammer neben das eingespannte Werkstück legt
DIE FRAGEN STELLEN WIR Wenn er vor Arbeitsschluß Ins Büro gerufen wird. 14. 11.
Erste Mitschnitte aus Köln. So viele Leute. Bis jetzt nur Bruchstücke über Funk. Wenn es doch auf dem Alex wäre. Nur ein Punkt: Kunze-Solidaritätserklärung nicht ausgewogen: Natürlich kann ein verlogener Mensch mit der Wahrheit lügen, aber Kunze ist kein Lügner. Differenziertes werten ist notwendig, aber keine Differenzen aufkommen lassen. Sonst lachen sie sich ins Fäustchen. 15. 11.
"Neues Deutschland": Gefahr. "Abs nach Halle", die müssen doch wahnsinnig sein. Abs und Biermann. Hitler und Brecht. Jetzt geht es los. Ich habe es geahnt.
16 Uhr:
Mit R. H. in Erkner gewesen. Überall Stasi, mindestens vier Wagen. Offene Beschattung: Wir sollten es merken.
17 Uhr:
Nachrichten. Rausschmiß. " Recht auf weiteren Aufenthalt in der DDR entzogen." Das ist höhnisch. Es war eine Falle. "Feindseliges Auftreten in Köln", das war der bedeutsamste Auftritt eines DDR-Künstlers im Westen, ohne unnötige Spitzen. Aber was er dort sagte und sang, war völlig unwichtig für diese Herrschaften und ihre Pläne. Sie waren schlauer. Gefahr für alle. Im Lärm wollen sie bestimmt reinen Tisch machen mit den anderen Störenfrieden. Und ich störe. Was wird aus Pannach? 17. 11.
"Neues Deutschland": "angemessene Antwort" eines "Dr. k." -- ist das [Vize-Chefredakteur Günter] Kertzscher? "Biermann konnte über zehn Jahre in der DDR leben ohne zu arbeiten", gegen diese Zyne kommt kein Menschenwort an. Und gegen die "geschaffenen Tatsachen"? Wer holt ihn zurück? Dr. K. & Co. nicht. Es geht nicht um Argumente, sondern um Interessen. Und wann kommt die Stasi? Warum zögert sie? 18. 11.
In Jena rumort es. Viele werden sagen: Die Grenze ist erreicht, das nehmen wir nicht mehr hin. Wenn sie schon Biermann antasten, was wird dann aus uns? 21 Uhr:
Das Telephon wird abgestellt. Neue Wege finden. Sie wollen uns isolieren. Die Solidarität der Künstler ist großartig und bisher einmalig. Kann dieses ZK selbstkritisch sein und eine Entscheidung dieser Preislage korrigieren? Sie haben sich so festgelegt. [Der Schriftsteller Stefan] Heym fordert Milde. Werden sie nachgeben? Höchstens ein neues ZK. Und wenn nun die Verhältnisse in Bewegung geraten? Wann geraten sie in Bewegung? Jetzt? Es geht doch nicht nur um Biermann, es geht doch um unser Land. 19. 11.
Nachher mit R. H. nach Berlin. Am Nachmittag Stellungnahme schreiben. Werden sie die Chausseestraße 135 ausräumen? Wir müssen nach Berlin. Pannach und Kunert kommen mit. 11 Uhr:
Verhaftung.
(Ich muß ohne Papier und Stift auskommen. Ich notiere am Abend, nach den Verhören, schreibe mit dem Finger auf die Tischplatte-Plaste. Wenn ich aufdrücke und deutlich schreibe, kann ich die Buchstaben erkennen. Später notiere ich mit Stiften aus Silberpapier (Schokolade) und schreibe mit abgebrannten Streichhölzern auf Papierreste. Einzige Möglichkeit des Auf bewahrens: auswendig lernen. Mein Gedächtnis funktioniert gut, aber es sind nur Notizen, hastig hingeworfene Splitter. Was bald deutlich wird: Ich notiere die Reden derer, die nicht gern aufschreiben, was sie sagen, die aber gesagt haben, was ich auf den Tisch kritzle, um diese heimlichen Reden einzufangen, festzuhalten, auch, um sie zu beantworten und so zu bewältigen. Es wäre schade, denke ich mir, die eigenständige Sprache dieses Geheimdienstes nur ertragen zu müssen und nicht aufzubewahren, um sie im Kopf nach draußen zu transportieren, irgendwann. irgendwohin.) 19. 11.
"Zeigen Sie Ihren Personalausweis. Steigen Sie aus. Schließen Sie die Wagentür. Folgen Sie uns zu diesem Fahrzeug. Steigen Sie ein." Die Wagentür wird geschlossen und von innen verriegelt.
WER SIND SIE? "Ministerium für Staatssicherheit. Gegen Sie liegt eine Anzeige vor. Wir bringen Sie zu unserer Dienststelle. Dort erfahren Sie alles weitere."
WAS FÜR EINE ANZEIGE? WER HAT MICH ANGEZEIGT? "Alles weitere erfahren Sie in unserer Dienststelle."
WARUM BEHALTEN SIE MEI-NEN AUSWEIS? "Das ist bei uns so üblich. Das ist das Recht des Gastgebers."
Als ich meinen Ausweis gezeigt hatte, dachte ich: Vielleicht meinen sie einen anderen. Vielleicht meinen sie einen von denen' die auch im Wagen saßen, einen von meinen Freunden. Einen anderen, nicht mich. Aber sie meinten mich und keinen anderen. Schweigen Leere
diese Gesichter und ihre Schultern sie brüllen nicht sie schlagen nicht
warum brüllst du nicht?
warum schlägst du nicht um dich? was ist sinn voll, was sinnlos? und worin liegt der Sinn? und wo die Absicht? und wohin und warum?
Woher kommt dieser Schock? Es ist etwas eingetreten, womit zu rechnen war. Aber womit habe ich denn gerechnet? Ich habe von der "Möglichkeit einer Verhaftung" gesprochen. Aber das waren Worte. Ich habe doch gar nicht gewußt, was es heißt, verhaftet zu werden. Ich habe Worte verwendet, deren Bedeutung, deren Erlebnisinhalt ich nicht kannte. Ich habe nicht gewußt, wovon ich sprach. Aber
kläglich und wirr kommt es hoch aber: ich bin doch unschuldig also wird alles schnell wieder gut und klärt sich au! und stellt sich heraus als halb so schlimm als Einschüchterung als Schuß vor den Bug Bäume
Kreuzungen
der Geruch des Polsters
das Geräusch eines Autos, das nicht schneller fährt, als es die Straßenverkehrsordnung zuläßt
in gesch losseneu Ortschaften.
WOHIN BRINGEN SIE MICH? "Das werden Sie schon sehen."
Das Erschreckende und Beispiellose besteht nicht in dem gewöhnlichen, alltäglichen Vorgang einer Verhaftung, die unzählige Entsprechungen hat. Das Nicht-Sagbare besteht darin, daß du verhaftet wirst. Du und kein anderer. Auf eine Art und Weise wie viele andere. Warum ist es kein Krimi, warum keine Erzählung, warum kein Traum, meinetwegen ein Angsttraum. bei dem man aufwacht und schreit? Warum ist es die Wirklichkeit? Alles ist so, wie du es geahnt hast, und das gerade ist das Furchtbare, das Banale.
Sie sind drei und du bist allein. Sie steuern den Wagen, ohne zu sagen, wohin sie fahren. Fragen werden nicht beantwortet oder nach Schablone abgewimmelt. Sie geben Befehle, die du zu befolgen hast. Ein fremder Wille dominiert und ordnet dich unter. Im Namen eines "Ministeriums", eines "Staates", des "Rechts". Aber die es sagen, sind Menschen mit Köpfen, Armen und Beinen, Menschen wie du.
Was sie von dir unterscheidet, ist etwas Unsichtbares, Ferngelenktes, Anmaßendes: "Macht". Sie haben die Macht und du nicht. "Kusch" müßten sie von Anfang an sagen, "auf den Bauch", "wir sind die Stärkeren "Kusch" müßten sie sagen. Aber das sagen sie nicht. Jedenfalls nicht gleich.
"Steigen Sie aus. Kommen Sie mit. Jeder Fluchtversuch ist sinnlos."
Aber ich will doch gar nicht fliehen, ich habe doch zwei Beine, die jetzt gehorsam in einen Hausflur gehen und vor einer Wohnungstür Aufstellung nehmen. Der eine klingelt und die anderen warten, bis die Tür geöffnet wird. Das ist keine Wohnung, in der eine Familie lebt, das ist kein Haus mit Mietern und Mülltonnen und Kindergeschrei. Ein Korridor und Türen.
"In dieses Zimmer. Setzen Sie sich auf diesen Stuhl." Ein Schreibtisch eine Couch zwei Sessel
Stühle, Wände
Bilder? Ich weiß nicht, ich kann mich nicht erinnern, ob ich Landschaften sah oder jeweilige Führer ich sah nur Wände
und ein großes, vergittertes Fenster und einen leeren Schreibtisch einer kommt, ein anderer geht keiner sagt ein Wort
was innen geschieht, ganz innen, geht jetzt keinen mehr etwas an nicht einmal dich selbst
hör jetzt auf, halt jetzt die Fresse, laß die Fragerei
und ruhig, ganz ruhig auch wenn alles schreit.
Der Druck ist groß und die Verdrängung beginnt. Das Bewußtsein des Drucks ist Ballast, weg damit. Du willst nichts mehr fühlen, damit dich nichts mehr verletzen kann, auch weil du ahnst, daß es noch ganz anders kommt, daß es gerade erst beginnt.
Was da beginnt, weißt du nicht. Das ist nicht nur ein Nachteil. Du sitzt in der Falle und suchst einen Ausweg. Deine erste Taktik: keine Panik. Ruhe. Orientierung. Weil du kein Tier bist, das auf Bedrohung mit Flucht oder Aggression reagiert. kratzend und beißend die Wände hochgeht, die fest sind und nicht fallen. Wurten
vielleicht eine Stunde, vielleicht zwei sie lassen dich warten
du sollst flattern, wenn sie kommen "Mario und der Zauberer" der kam auch immer zu spät
er stand hinter dem Vorhang und beobachtete das Publikum.
"Guten Tag" sagt er und stellt die Aktentasche auf den Schreibtisch. "Guten Tag, warum hat man denn Sie weggefangen?"
DAS FRAGEN SIE MICH? SIE HABEN MICH DOCH VERHAF-TET. "Sie wurden vorläufig festgenommen, das ist ein Unterschied. Haben Sie schon zu Mittag gegessen, nein? Dann wird es Zeit."
ICH DACHTE, SIE TEILEN MIR NUN ENDLICH MIT, WAS DAS HIER SOLL. "Das hat Zeit. Nur keine Hektik. Wie heißt es doch bei Brecht? Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral. (Lacht.) Ich hol mal schnell was Eßbares aus der Kantine, Moment." (Verläßt den Raum, kommt mit einem Tablett zurück, 2x Mittagessen.) "Guten Appetit." Nach dem Essen: "So, nun wollen wir mal anfangen." (Legt Papier und Kugelschreiber auf die Schreibtischplatte.) "Namen, Vorname ..."
SIE WISSEN GENAU, WER ICH BIN. "Immer langsam, alles muß seine Ordnung haben, also: wann geboren?"
WAS SOLL DAS? "Sie befanden sich auf der Fahrt nach Berlin ..." ICH FORDERE EINE ERKLÄ-RUNG. "Was wollten Sie in Berlin?~
ICH FORDERE EINE ERKLÄ-RUNG. "Herr Fuchs, also gut ..." (Öffnet das Strafgesetzbuch.) "Sie stehen im dringenden Verdacht, gegen den § 220 des StGB verstoßen zu haben, das ist Staatsverleumdung, ich darf mal vorlesen ..."
(Danach:) WEN HABE ICH VER-ÄCHTLICH GEMACHT, WEN VERLEUMDET?. "Das kommt alles noch, immer mit der Ruhe. Nicht alles auf einmal."
WIE LANGE WERDEN SIE MICH HIER FESTHALTEN'? "Sie stellen Fragen. Das hängt von Ihnen ab. Und von uns. Und möglicherweise vom Gericht. Das ist eben das Neue: Sie sind nicht mehr draußen, sondern drin." (Lacht.) "Sie waren auf der Fahrt nach Berlin, was wollten Sie dort?"
GEMÜSE EINKAUFEN. "So, so. Im Wagen befanden sich noch Robert Havemann, Pannach und Kunert, ist das richtig?"
JA. "Also, schildern Sie mal alles zusammenhängend."
DA GIBT ES NICHTS ZU SCHIL-DERN. IST ES STAATSVERLEUM-DUNG, NACH BERLIN EINKAU-FEN ZU FAHREN? (Er wirft den Kugelschreiber auf die Tischplatte und verläßt den Raum.)
Dieser Vernehmer ist bestens informiert. Wenn er dich nach den Personalien fragt und vorgibt, nichts zu wissen, wer du bist, dann ist das Taktik und hat nur eine Funktion: Dir klarzumachen, daß du ein Nichts bist, einer, der hier nicht zählt und der sich immer wieder zu erklären hat: was, wer, warum, wozu, weshalb ...
Daß er dir Essen vorsetzte, geschah nicht nur aus Freundlichkeit, er wollte auch sehen, wie du dich fühlst. Viele Menschen können im Zustand hochgradiger Erregung keinen Bissen zu sich nehmen, du hast gegessen, jetzt ist er sauer und sucht nach neuen Möglichkeiten, dich in den gewünschten Zustand zu versetzen.
Nach etwa zwanzig Minuten kommt er zurück, setzt sich: "Herr Fuchs. so kommen wir nicht weiter."
(Die Tür öffnet sich, ein Mann betritt den Raum, groß, leichter Fettansatz, um die Vierzig, kurze Haare, Scheitel, leicht abstehende Ohren, Schlips, Anzug, Kragen, setzt sich in einen Sessel, nach dem ersten Taxieren.)
"Is was?" (Danach, etwas lauter:) "Is was? Nein? Was gibts denn dann zu glotzen?"
Da suchst du den hinter dem Schreibtisch und siehst nur seine Brillengläser und zwei Mundwinkel, die sich nach oben biegen. Es geht los. Die Masken fallen, die Worte enttarnen sich und schießen los. Jetzt wird deutsch gesprochen, in welcher Sprache auch immer, jetzt kommt Klartext. Das ist die Sprache der Macht, die sprachlos macht. Immer kommt sie aus einem Mund, zu dem ein Gesicht gehört und Ohren. "Das Wort Mensch, im Duden zwischen Mensa und Menschengedenken."
"Is was?"
Nein, es ist nichts. Also, was zuckst du zusammen. Das sind doch nur Worte, zwei kleine, hingeworfene Worte. Keiner erhob die Hand, nichts ist geschehen. Es ist einer gekommen und hat sich in einen Sessel gesetzt, es ist einer gekommen und hat zwei Worte gesagt, zwei läppische Worte, in denen alles mitschwang, was noch kommt und lange da war: "Is was?"
Nein, es ist nichts. Still, zuhören, störe nicht diese Töne. Sprache abgehetzt
mit dem müden Mund
auf dem endlosen Weg zum Hause des Nachbarn.
Bobrowski, du bist tot, am Blinddarm gestorben. "Wo Liebe nicht ist"... Und sie sprechen diese Worte aus:
"Was gibts denn da zu glotzen? Sie sind bei der Stasi, Fuchs, und das hier ist meine Schnauze, wie der Biermann sagt. Und jetzt packen Sie aus. Biermann ist im Westen, den holt ihr nicht zurück. Unterschriften hin und her, in vier Wochen ist Ruhe. Zuerst ein bißchen Rummel, und dann ist er tot. Springer und der Bayern-Kurier werden uns dabei helfen. Sie werden sehen. Und mit dieser konterrevolutionären Situation hier werden wir schon fertig.
"Keine Angst, wir haben schon ganz andere Zeiten erlebt. Und einen Vorteil hat diese Geschichte: Die Herren Künstler haben wenigstens mal ihr wahres Gesicht gezeigt. Ohne Schmus und Phrasen, endlich sind die Hosen runter. Und sie haben Pech, jetzt fällt alles durch ein besonderes Prisma, jetzt haben wir unsere Vollmachten.
"Ich kann Ihnen nur soviel sagen: Wenn Sie hier nur rumhocken und nicht klar sagen, was Fakt ist, und heut abend geht irgend etwas los, Gnade Ihnen Gott, da werden wir eklig. Den Wolf holt ihr nicht zurück. Und illegal kommt der nicht, so mutig is er nich, siehe achtundsechzig. Jetzt bißchen Wirbel und dann Schluß, aus.
"Was wollten Sie in Berlin? Gemüse holen? Das können Sie Ihrer Großmutter erzählen, wenn die noch lebt, Sie spinnen wohl, Sie wollen uns wohl verscheißern. Remmidemmi machen wollten Sie auf dem Alex oder im ARD-Studio. Robert voran und ihr jungen Spunde hinterher. Nee, nee, daraus wird nichts, jetzt ist Schluß. Einmal ist der Ofen aus. Ja, ja, der Robert, Robbi, der Pantoffelheld. Und immer noch feste bumsen mit Schwindsucht und jungen Weibern. der große Philosoph. Ihre Frau macht da wohl auch mit, was ..."
DAS IST DOCH ENTSETZLICH. WIE KÖNNEN SIE ...
"Ich kann, ich kann. Ach Gottchen nee, der Kleine ist entsetzt, wenn ich was über den größten Philosophen aller Zeiten sage, ohne den die DDR verloren wäre, Robert der Antifaschist, der große Kommunist. Auch ZDF-Löwenthal saß im Zuchthaus, das will noch gar nichts besagen. Und noch was: Sie kennen doch "Fragen, Antworten, Fragen', da steht doch ein Gespräch drin, das wir mit Havemann führten. Namen hat er ja nicht genannt, der gute Robert, wir haben sie ihm auch nicht gesagt. Nummern sind wir für ihn. Zur Orientierung: Ich bin II von damals. Und sitze immer noch auf meinem Stuhl.
"Na klar, ich bin nur eine Nummer, und jetzt machen wir mit Ihnen eine, was sagen Sie dazu? Schmeckt Ihnen wohl nicht, dieser Ton, ist wohl nicht fein genug für den Herrn Schriftsteller, den größten Schmierfink deutscher Zunge? Ach, wir werden uns schon verstehen, denke ich, keine Angst, mit der Zeit läuft alles prima, oder sehen Sie das anders?"
(Noch einer kommt, etwa dreißig, groß, breite Backenknochen, etwas längere Haare, Lederjacke, Rollkragenpullover, setzt sich und lächelt hinter seiner Brille, die dunkle Gläser hat.)
III: "Guten Abend, Herr Fuchs, es freut mich, Sie zu sehen. Gelesen habe ich schon allerhand von Ihnen, aber Sie wissen ja, den Autor persönlich zu treffen, das ist etwas anderes. Sie scheinen diese Freude nicht ganz zu teilen. Sind Sie verstimmt? Nun ja, heute ist ein aufregender Tag, nicht nur für Sie, draußen ist allerhand los, der Fall Biermann, Sie wissen. Übrigens, Ihre Prosa ist bestimmt besser als die von Reiner Kunze. "Die wunderbaren Jahre', ein interessantes Buch, sehr interessant sogar; aber auch problematisch, nicht wahr. Oder was meinen Sie?"
"Ich meine gar nichts, ich habe nicht die Absicht, mit Ihnen literarische Gespräche zu führen. Sie holten mich in diesen Raum, lassen mich zuerst stundenlang sitzen, zur Zermürbung offensichtlich, und fragen mich dann als erstes, wer ich sei und wie ich hierher käme. Freundlich und höhnisch. Und dann kommt dieser Herr (zeige auf II) und schnauzt im widerlichsten Ton, befingert meine Freunde und verleumdet sie in übelster Weise. Was vorhin über Professor Havemann gesagt wurde ..."
II: "Professor Havemann? Habe ich richtig gehört? Den "Professor' wollen wir mal ganz schnell streichen, Freundchen, die Zeiten sind vorbei ..."
der eine spielt den Kellner und bringt mir Essen. Sie geifern weiter und wollen mich demütigen, dann kommen Sie (zeige auf III) und freuen sich, mich persönlich kennenzulernen. Zu dritt und mit verteilten Rollen, so eine Komödie, das ist schäbig und empörend ..."
II: "Aha, der Herr Psychologe macht sich schon seine Gedanken. Die Menschen sind eben verschieden, nur keine voreiligen Schlüsse ..."
"Ich sage ab jetzt gar nichts mehr." II: "Wie Sie wollen, reden werden Sie früher oder später sowieso wie ein Wasserfall, aber eines ist richtig: Zu sagen haben Sie hier gar nichts, einverstanden."
III: "Über Reiner Kunze und vor allem über Ihre Arbeiten werden wir noch ausgiebig sprechen können. Zeit haben wir, wir nehmen sie uns. Am ersten Tag ist das immer etwas schwierig ..."
(Der Raum füllt sich, zwei oder drei Männer kommen hinzu.)
I: "So, hier ist Ihr Personalausweis, ich hebe jetzt diese Gesprächsrunde auf. Herr Fuchs, wir bedanken uns. Es war uns eine Ehre. Auf Wiedersehen." (Steht auf.)
I: "Darf ich bitten, hier hinaus, bitte."
Korridore Treppen
zwei Uniformierte an einem Hinterausgang
ein grauer Kastenwagen wartet mit offener Luke und laufendem Motor davor einer in Uniform, der sich an deinen Händen zu schaffen macht blicklos und eisern und zum ersten Mal:
Handschellen
Sie haben Spaß gemacht
Sie haben dich oben nur ein wenig beschnuppert
jeder wollte mal sehen, wer da gekommmen ist
und wie er faselt im ersten Schock auf Wiedersehen
Und das Geräusch der Schellen Und das Vorzeigen der Hände, als wüßten sie lange Bescheid sie haben Spaß gemacht hier ist Ihr Ausweis
der denkt es geht heimwärts zu Frau und Kind Lili Lili
"Schau heim wärts, Engel"
setz dich in diesen Käfig und beginn deinen Tanz
eng soll dir werden, eng und kalt kalt in der Seele, weil du jetzt weißt, wo Gott wohnt
und mulmig im Kopf
daß kein Gedanke mehr hochkommt der sich lässig zurücklehnt und kühl kalkuliert: Angst, du alte Bekannnte, bau jetzt ab, verschwinde wir brauchen dich nicht.
(Eine kurze Fahrt, vielleicht zehn Minuten, eine der sieben winzigen Zellen, fensterlos, ohne Lüftung, wird geöffnet, die Handschellen werden aufgeschlossen.)
"Aussteigen."
Ein Flur mit Bürotüren und einem langen, roten Teppich.
Vom Rot, das brennt, wünsche ich mir die Welt
Und daß man sie beim Namen nennt. Mensch, Pannach. "Hier rein. Ausziehen."
Einer in Zivil sitzt am Schreibtisch, ein anderer steht neben dir, an der Tür ein junger Mensch in Uniform, ein Soldat, siehst du an den Schulterstücken. Es ist November, sie werden ihn gerade eingezogen und abkommandiert haben zum Gefängnispersonal. Seine Augen sind wach, sie nagen nicht, sie sehen einen Menschen, der sich auszieht: zuerst die Lederjacke, dann die Schuhe, die Hose, das Hemd, das Unterhemd, die Strümpfe. Jetzt zögert er. "Runter mit den Turnhosen."
Jetzt ist er nackt. Das ist nicht "der nackte Mann auf dem Sportplatz", das ist kein Defa-Film, Regie: Konrad Wolf, das ist keine Plastik, das lebt ja und zuckt und will sich verbergen.
"Bücken, die Backen auseinander, mit den Händen, wie sonst. Die Vorhaut zurück."
Sieh hin, Soldat, paß gut auf, du bist hier die Wache, daß nur niemand wegrennt oder flennt oder spuckt, paß gut auf, deine Augen sind sanft, was wird aus ihnen werden im Laufe dieser Zeit. Vielleicht kommt einer nach dem andern, und du mußt hier an der Türstehen und zusehen und mitmachen und alles in Ordnung finden. Was wird aus dir werden, Soldat im Grundwehrdienst, abkommandiert zur Wachmannschaft U-Haft Hohenschönhausen? Was wird bloß werden?
"Anziehen, Sie bekommen Hausschuhe, die Lederjacke brauchen Sie nicht, bei uns ist geheizt. Hier ist die Anstaltsordnung, gut durchlesen und alles beachten, da sind wir pinglig." Bürotüren
wieder diese, Teppich und sein Rot
eine Eisentür wird geöffnet
du bist im Gefängnis Zellen tür Riegel Spione
Eisen gitter
glänzender Fußbodenbelag
grelles, künstliches Licht
sieh doch nicht hin nimm es nicht an aber wo soll ich denn hinsehen
es ist doch überall.
"Gehn Sie rechts, Mann. Halt. Hier rein."
Borchert hast du gelesen. Du weißt also, wie eine Tür von außen verriegelt und verschlossen wird. Borchert hast du gelesen. Aber jetzt wird wirklich eine Tür verriegelt und verschlossen. Und der da in der Zelle steht, bist du
selbst. Und das ist eine richtige Zelle und ein richtiger Spion, der dich immer ansieht, auch wenn niemand vor der Tür steht, und da eine Pritsche und ein Wasserhahn und ein Klobecken.
Borchert hast du gelesen, aber jetzt denkst du gar nicht an ihn und hältst nur deinen Mund über dieses Klobecken und erbrichst, grünes und gelbes Zeug. Das ist nämlich die Wirklichkeit, das ist die Einzelzelle 117 und das in ihr befindliche Klobecken. Mit Wasserspülung. Und außerdem ist das keine Zelle, sondern dein Verwahrraum, laut Anstaltsordnung. Wo ist das Fenster wo ist denn das Fenster das ist doch kein Fenster
zwei Reihen Glasziegel, dazwischen ein Spalt
und atmen, wie soll ich denn atmen das könnt ihr doch nicht machen doch
das können sie machen das machen sie
und nicht nur mit dir denk bloß nicht nur mit dir
und denk bloß nicht, nur hier.
Gegen 19 Uhr (die Uhr wurde mir abgenommen) wird die Zelle geöffnet: "Komm Se."
Warum gehst du so schnell?
Läufst du etwa dieser Uniform nach, die zwei Schlüssel in der rechten Hand hält, zwei Schlüssel, die immer aneinanderschlagen beim Treppensteigen warum folgst du so gehorsam diesem fremden Menschen
weil er deine Zelle aufgeschlossen und "Komm Se" gesagt hat?
weil er irgend etwas zu sagen hat? hier, in diesem Treppenhaus
wo überall Lampen und Lämpchen angebracht sind
Drähte an den Wänden
auf dem Fußboden weiße Striche eine Puppenstube, die ein besessener Vater elektrifiziert hat
ein anderer Gebäudetrakt: Stahltüren dann parfümierter Büro geruch und ein sehr langer Gang, der sich verzweigt unzählige Türen rechts und links keine Riegel
keine Eisenbeschläge Holz
Halbdunkel Türklinken
Sicherheitsschlösser winzig zivil
kleine Schildchen mit Zimmernummern dreistellig 754
hier hocken sie also "Das Schloß" "Der Prozeß" Kafka, du hast es geahnt
und wir erleben es nur die "Verwandlung" gelingt nicht du bleibst ein Mensch und starrst diese Türen an
und läufst imEilschritt dieser Uniform nach hier hocken sie.
"Halt. Mit dem Gesicht zur Wand."
(Eine Doppeltür, schalldicht, wird geöffnet und hinter dir geschlossen.)
I (hinter dem Schreibtisch, fast vergnügt): "Nehmen Sie Platz. Sie sehen, es ist ernst."
Ich sehe: einen Schreibtisch, ein Glasfenster, Gardinen, vor dem Fenster ein Gitter mit Verzierungen, keine gewöhnlichen Stäbe, einen Safe, auf dem ein Tonbandgerät steht, einen Schrank, Polsterstühle, einen Tisch mit Kunststoffbelag, abwaschbar, pflegeleicht, ein Regal, ein halb verwelkter Gummibaum, links an der Wand: Thälmann, eine Photographie, rechts Dserschinski, eine Zeichnung, seine Augen auf den "Beschuldigten" gerichtet, nicht auf den Vernehmer.
I: "Setzen wir das Protokoll fort. Ich hoffe, Sie haben Ihre neue Heimstätte zur Kenntnis genommen. Der Ton in der Anstalt ist etwas rauher als im Zivilleben, aber Sie waren ja bei der Armee, da werden Sie nicht sonderlich überrascht sein. Und bei mir hier, gefällt Ihnen die Einrichtung? Sie sehen sich alles sehr interessiert an. Ach ja, Dserschinski (lacht), na, Stalin hängt nicht mehr hier ... Doch zurück zum Protokoll. Was sind Sie von Beruf, was soll ich eintragen? Ausgeübte Tätigkeit?"
"Tragen Sie ein, was Sie für richtig halten. Ich beschreibe Papier."
I: "Na, dazu werden Sie noch ausreichend Gelegenheit haben. Oder wollten Sie damit etwa sagen, daß Sie ein Schriftsteller sind? Als Psychologe waren Sie nicht tätig, also: ohne Beschäftigung, nicht wahr?"
"Was Sie da aufschreiben oder für sich notieren, ist mir völlig gleichgültig. Schreiben Sie meinetwegen Schmierfink oder Straßenkehrer." I: "Na, zur Sache." Zeit gewinnen
du lebst im Schock
du weißt nicht, was sie wollen Kommunikation abbrechen keinen Unsinn reden zur Ruhe zwingen beobachten Zeit gewinnen schweigen.
Der Vernehmer versucht mehrfach, das Verhör fortzusetzen: freundlich, schmeichelnd, witzig, sachlich, gehässig, stichelnd, uninteressiert, hektisch. Er verläßt den Raum, kehrt zurück, öffnet den Safe, bepackt den Schreibtisch mit Aktenbergen.
Es ist ein eigentümliches Gefühl, einen sprechenden Menschen zu ignorieren, auf Sprache nicht zu reagieren, sieh einem angestrebten Dialog zu entziehen. Dein eigenes Verhalten verunsichert dich. Du willst sprechen, erwidern, aber die Zentrale sagt: Stopp, sinnlos, schweig. Ablenken. Ich notiere einiges auf die Tischplatte.
I: "Ach, Sie dichten wohl?" "Wenn das Reden überflüssig geworden ist
fällt es nicht schwer zu schweigen." Das Schwere an meinem Schweigen: das Anfangen.
Ich bin nicht im Irrenhaus das ist keine Folterkammer
das ist ein Büro mit einem mickrigen Gummibaum und grünen Gewächsen an der Wand
halbhoch, in deiner Nähe: Dserschinski, Lenin starb
Stalin auch, aber erst viel später und gab es noch andere, die gestorben sind, Genosse Dserschinski und der polnische Kleinadel?
An Kipphardt mußt du denken: gibt es den psychischen Mord? Du bist nicht im Irrenhaus
dennoch bleibt das Künstliche, Schizophrene, Erpresserische dieser Situation
sie tragen Brillen und haben Augen wer kann dich zwingen, mit diesen Menschen zu sprechen? Woher kommt dieser Druck?
I: (liest offensichtlich Prosa von mir, ohne aufzublicken): "Nein, so was. Sie sind ja ein Schwindler, ein dreckiger, kleiner Schwindler, nein, so was. (Liest weiter.)
(Nach etwa zwei Stunden öffnet sich die Tür).
II: "Na, Fuchs, was muß ich sehen, frostiges Schweigen? So geht das aber nicht. Solange Sie so ein Verhalten zeigen, dreht sich hier kein Rad weiter. Wie heißt es doch: Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will. So ist das. Wir erwarten nichts Unmögliches von Ihnen. Sie sollen nur von Ihrem hohen Roß herunterkommen und zur Kenntnis nehmen, daß wir auch noch da sind. Na, wie ist es, sind wir noch da?"
(Nähert sich meinem Gesicht). "Um sie kümmert sich doch keiner: Havemann und Biermann haben jetzt andere Sorgen. Niemand wird überhaupt zur Kenntnis nehmen, daß Sie hier sind. Sie sind doch ein kleines Licht. Solche Fehler wie mit Biermann passieren uns nicht zweimal, den haben wir zehn Jahre wirtschaften lassen, Bücher, Platten und so weiter. Das war falsch. Biermann war nicht in Bautzen. Wer dort rauskommt, ist still. Sie werden sehen. (Winkt ab.) Also gut, brechen wir ab. Schluß für heute. Unterschreiben Sie das Protokoll?" "Nein."
I: "Wie Sie wollen, das werden Sie aber bereuen." (Telephoniert: "754" -das Zimmer, in dem ich mich befinde -- "abholen". Ein Uniformierter erscheint und bringt mich in die Zelle zurück.)
Nach 22 Uhr:
Wenn die Leuchtstoffröhre an der Zellendecke vom Flurposten ausgeschaltet wird, kommt nicht das Dunkel und nicht die Nacht. Wenn die Leuchtstoffröhre an der Decke ausgeschaltet wird, kommt der Posten und schaltet die Lampe über der Tür ein, um von außen das Geschehen im Inneren des Verwahrraumes 117 zu erkunden, indem er mit einem Auge durch den Spion sieht.
Wenn dieser Posten keine Verstöße gegen die Anstaltsordnung entdeckt, der Gefangene also mit geschlossenen Augen auf seiner Pritsche liegt oder auf dem Klo sitzt oder mit offenen Augen auf der Pritsche liegt -- was keinen Verstoß darstellt -, löscht er das Licht und sieht in anderen Verwahrräumen nach dem Rechten, um danach im Abstand von wenigen Minuten bis zum Morgen erneut den Verwahrraum 117 in Augenschein zu nehmen.
Wenn die Leuchtstoffröhre an der Decke vom Flurposten ausgeschaltet wird und eine Klingel die Nachtruhe verkündet, kommt nicht das Dunkel und nicht die Nacht. Schlafen abschalten
zur Wand drehen is was
Freundchen wir haben Zeit es ist ernst
das werden Sie bereuen
vielleicht erlassen sie keinen Haftbefehl 24 Stunden können sie dich festhalten morgen gegen II
vielleicht erlassen sie keinen Haftbefehl
dein Feind heißt: Hoffnung, Amnestie, Entlassung, vielleicht schon morgen
Er will dich fertigmachen: Du sollst hoffen und enttäuscht werden und zerbrechen abschalten
zur Wand drehen sofort, unbedingt.
"Die Tiere haben Höhlen, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester."
Im nächsten Heft
Fuchs soll eine Ergebenheitsadresse für das "Neue Deutschland" schreiben -- Streit mit den Vernehmern -- "Herr Fuchs, sind Sie nur vorsichtig mit solchen Reden!"

DER SPIEGEL 43/1977
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DER SPIEGEL 43/1977
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