30.05.1977

Heroin-Welle: „Mord auf Raten“

Eine Mafia mit Sitz in der Chinatown von Amsterdam steuert den Markt: Seit zwei Jahren ist Heroin in Westdeutschland zum Drogenproblem Nummer eins geworden. Die Zahl der Fixer hat sich in den letzten fünf Jahren verzwölffacht. Mehr als 500 Heroin-Tote, so fürchten die Experten, werde es 1977 in der Bundesrepublik geben.
Unbekleidet, neben sich ein leeres Schlafmittel-Röhrchen, wurde Anfang dieses Jahres in einer Berliner Fixer-Wohnung die Leiche der 22 jährigen Ariane Bremer* aufgefunden. Kurz vor ihrem Tod, stellte der Polizeiarzt fest, sei sie noch vergewaltigt worden. Dennoch wurde es kein Fall für die Polizei -- Ariane war Fixerin.
Arme und Beine waren von neun großen Abszeß-Narben gezeichnet. Das Mädchen war polizeiregistriert" stand unter Bewährungshilfe. Die Frage Mord oder Selbstmord stellte sich nicht mehr -- ihr Fall, beispielhaft für viele Fixerschicksale, gehörte in die Statistik der Rauschgift-Toten.
Tochter aus kleinem Angestellten-Milieu, der Stiefvater stolz auf sie, in der Realschule Musterschülerin, Abschluß der Buchhändler-Lehre mit eins, auffallend hübsch, sehr apart, "ordentlicher, von den Eltern streng überwachter Freundeskreis", wie die Bewährungshelferin später sagte. Sie
* Name von der Redaktion geändert.
selber engagiert und "wie ein Fremdkörper in dieser kleinbürgerlichen Familie" -- das war die damals Neunzehnjährige" ehe sie auf einer Kreuzberger Party ("Die fremden Typen und die ganze Stimmung haben mich an diesem Tag unheimlich fasziniert") erstmals Hasch konsumierte.
Nach Hasch kam die "Berliner Tinke" -- eine Opiat-Aufschwemmung in Essigsäure -, danach Heroin. Die Süchtige verkaufte ihre Wohnungseinrichtung. Zunächst waren da noch, um die Heroin-Sucht zu finanzieren (zwischen 3000 und 6000 Mark im Monat), "gute Gönner" -- Ärzte, Rechtsanwälte, leitende Angestellte, die sie aushielten. Nach einem Diebstahl-Verfahren kam Ariane unter Bewährungsaufsicht, unter anderem wegen des Verdachts" "in einem Massagesalon zu arbeiten" (Behördenprotokoll).
Dann drehte sich"s immer schneller: Von der Betreuerin vermittelter Job in einer Buchhandlung, aber schon nach Tagen ("Die ersten Kunden waren Dealer") Rückfall in die Sucht. Entzug in einer West-Berliner Nervenklinik ("Bonnies Ranch"), danach wieder Rückfall. Erneuter Entzugsversuch in Schweden -- Abbruch nach drei Wochen. Dann Prostitution als Callgirl und schließlich zunehmender, auch körperlicher Verfall. Ein Psychiater, fünf Wochen vor Arianes Tod: "Ansätze guten Willens sind da, aber sie ist sozial kaputt." Die Bewährungshelferin: "Wir haben machtlos zusehen müssen, wie sie verfiel."
Der Tod der Ariane B. ist kein Einzelfall. Wenn die Entwicklung der zurückliegenden Monate anhält, wird es nach den Schätzungen der Polizei in diesem Jahr mehr als 500 Herointote in Westdeutschland geben -- fast doppelt so viele wie 1976, fünfmal so viele wie noch vor fünf Jahren.
Die Öffentlichkeit nimmt kaum Notiz davon. Einspaltige Meldungen in der Tagespresse, bei denen nur die Fundorte wechseln, mal -- Beispiel West-Berlin -- die Damentoilette des Kaufhauses Wertheim, mal das Badezimmer einer Hinterhofwohnung in Spandau, mal das Oberdeck in einem Bus der Linie 62 (Märkisches Viertel -- Bahnhof Zoo); mal "in einem Benommenheitszustand" aufgefunden, mal "in halb verwestem Zustand" (Polizei-Bericht).
"Der hat 'nen Abgang gemacht", "die Augen auf Null gestellt", kommentieren die Fixer aus der Szene, wenn es einen von ihnen erwischt hat: sei es durch eine unfreiwillige Überdosis, weil das Zeug, das die Händler mischen, oft nicht kalkulierbar ist, sei es durch den bewußt gesetzten "Goldenen Schuß" -- Endpunkt auf der kurzen Einbahnstraße der Sucht.
Heroin, seit 20 Jahren Geißel der Slums in den amerikanischen Millionenstädten, zu Beginn der siebziger Jahre auf der deutschen Szene noch exotisch, ist in Westeuropa zum drängendsten Drogenproblem geworden:
* 1975 wurden in den westeuropäischen Ländern 258 Kilogramm, 1976 schon 703 Kilogramm Heroin beschlagnahmt, erstmals mehr als im gleichen Zeitraum in den USA (siehe Graphik Seite 186). Nach Schätzungen der Polizei sind das jedoch nur etwa zehn Prozent der tatsächlich hereingeschmuggelten Menge. Jeweils ein Kilogramm Heroin reicht für bis zu 20 000 "Schüsse".
* Zwischen 1972 und 1977 stieg die Zahl der polizeibekannten Heroinsüchtigen in der Bundesrepublik und West-Berlin von 2000 auf 25 000.
* Die wachsende Sucht verstärkt das Problem der sogenannten Rand- oder Folgekriminalität: Apotheken-Einbrüche, Rezept-Diebstähle, Bankeinbrüche, Autoknacken und Handtaschenraub, um an den begehrten Stoff zu kommen. Ministerialrat Dr. Heinz Huther, Drogenbeauftragter beim Bayerischen Innenministerium: "Jeder Heroinsüchtige, der nicht Millionär ist, wird früher oder später kriminell."> Die Aussicht, Süchtige dauerhaft zu entwöhnen, ist gering. Zumindest 90 Prozent der Drogenabhängigen, die in geschlossenen Anstalten entwöhnt werden, sind rückfällig. Bei anderen, etwas aussichtsreicheren Therapie-Modellen, etwa in Selbsthilfegruppen, gibt es ein "krasses Mißverhältnis" zwischen Bedarf und Angebot (so der Berliner TU-Professor Klaus Eyferth jüngst bei der Ankündigung eines Pilotforschungsprojekts "Heroinabhängigkeit unbetreuter Jugendlicher").
Vor allem zwei Faktoren sind es nach Meinung der Experten, die in den letzten fünf Jahren zu einer drastischen Verdüsterung der westdeutschen Rauschgiftszene beigetragen haben: Arbeitslosigkeit, Engpässe hei der Studienzulassung und wirtschaftliche Rezession haben die pessimistische Grundhaltung der Jüngeren verstärkt. Und: Der internationale Heroinhandel kam der wachsenden Suchtbereitschaft entgegen.
Nach dem Wegfall des Heroin-Marktes bei US-Soldaten in Vietnam
* Links: Mitarbeiter; vorn: Hilfesuchender.
und nach der Zerschlagung des Schmuggelringes zwischen der Türkei, Marseille und den USA ("French connection") drängten große Mengen Heroin in Europa auf den Markt.
So verlor die Drogen-Szene das heitere Blumenkinder-Image der sechziger Jahre. Gewichen sind die friedlich ihr Hasch-Pfeifehen rauchenden Grüppchen in Stadtparks und Teestuben. Der Traum von der Bewußtseinserweiterung durch harmlose Drogen, vom heraufdämmernden dionysischen Hasch-Zeitalter, hat sich verflüchtigt.
"Erheblich gesunken" sei in den letzten Jahren der "Modekonsum leichter Drogen", konstatierte Dr. Helmut Waldmann, Leiter der Münchner Drogenklinik.
Dagegen sei "sehr deutlich der Trend zu harten Drogen", und zwar "zunehmend in Richtung Opiate" -- in den letzten zwei Jahren dominiert Heroin. Und alles andere als strahlend und heiter ist diese für Europa neue Variante der Rauschgiftsucht.
Ein "jämmerliches Hundeleben" nennen es die Fixer, deren ganzes Denken und Treiben nur noch auf das eine Ziel gerichtet ist: Wie komme ich an den nächsten Schuß?
Die meisten können sich gerade genug Spritzen verschaffen, um die schrecklichen Entzugserscheinungen abzuwenden -- wer "auf der Rolle ist", braucht schon jeweils nach ein paar Stunden die nächste Spritze. Sogenannte Sonntagsschüsse, bei denen sich ein "erhebendes Gefühl" einstellt, können sich von den Heroinabhängigen nur noch die wenigsten erlauben.
Erschreckend sei die Zunahme der Selbstmorde unter den Drogensüchtigen, erklärte Anfang Mai Professor Manfred Franke vom Bundesgesundheitsministerium" nach einer Bonner Sitzung der westdeutschen Drogenreferenten.
So war im Jahr 1975 jeder zehnte Selbstmörder (10,6 Prozent) süchtig, 1976 schon jeder siebte (14,5 Prozent). Hinzu kommen jene nicht als Selbstmörder gezählten Süchtigen, die sich unter Drogeneinwirkung ums Leben brachten.
Die jüngste Statistik der Drogen-Taten dokumentiert auch, daß sich die Rauschgift-Szene zunehmend in die Wohnungen verlagert hat. Von den 337 Drogen-Toten des Jahres 1976 wurden 60 Prozent in Wohnungen aufgefunden, 17 Prozent kamen in Toiletten und U-Bahnhöfen um, der Rest starb in Krankenhäusern, auf der Straße oder im Hotel.
Zwei Drittel der Drogen-Toten im letzten Jahr gehörten der Altersgruppe der 21- bis 30jährigen an. Ins Gegenteil verkehrt hingegen hat sich, wie Kriminaldirektor Erich Strass, Leiter des Rauschgiftdezernats beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden, konstatiert, der bis 1971 andauernde "Trend zu immer jüngeren Süchtigen": Während 1971 noch rund 22 Prozent aller polizeibekannten Süchtigen Jugendliche waren, sank im letzten Jahr ihr Anteil auf 10,8 Prozent.
Heroin-Preise seit Januar mehr als verdreifacht.
Aber "wenn nicht quantitativ, so doch qualitativ", erklärt der West-Berliner Drogenexperte Berndt Georg Thamm, "sind diese Jugendlichen unsere größte Sorge". Immer wieder gibt es Fälle, in denen die Drogenabhängigkeit bereits mit 13 oder 14 Jahren beginnt; die Jugendlichen seien in bezug auf Drogen "risikofreudiger", und sie seien schnell "gefühlsverroht, aggressiv und rehabilitationsunwillig" (so der West-Berliner Gesundheitssenator Erich Pätzold).
Symptomatisch, so die Berliner Experten, sei der Fall eines Fünfzehnjährigen: Ingo Hillmer, blaß, schulterlanges Haar, war aus "Liebeskummer" (sagt seine Mutter) ein halbes Jahr vor seinem Tode an Hasch geraten. In einer Jugend-Diskothek vermittelten ihm Freunde härtere Drogen. Er wurde süchtig.
"Wenn er im Rausch war", so die Mutter, "dann sang er; mitten im Winter erfreute er sich an den blühenden Bäumen, dabei lag Schnee auf den Ästen." War die Wirkung verflogen, wurde er aggressiv.
Der Musterschüler (Notendurchschnitt: gut) mußte schließlich die 9. Klasse der Justus-Liebig-Oberschule verlassen. Die Mutter: "Seit er rauschgiftsüchtig war, behandelte man ihn als Ausgestoßenen. Oft stand er am Schulhofzaun und weinte. Und ich weinte, weil ich ihm nicht helfen konnte."
Beobachtet wird eine soziale Umschichtung der Drogen-Szene. So berichtet etwa der Münchner Drogen-Mediziner Waldmann: Seien zu Beginn seiner Tätigkeit vor allem Kinder der Oberschicht betroffen gewesen, so stellten seine Patienten jetzt einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung dar.
"Der Konsum", heißt es auch in einer Presseerklärung der Frankfurter Beratungsstelle für Drogengefährdete, "verlagerte sich ... von Studenten und Gymnasiasten auf Haupt- und Berufsschüler, in ganz besonderem Maße auf jugendliche Arbeitslose und Angehörige gesellschaftlicher Randgruppen." Deutlich wird dies auch am Beispiel Saarland: Von 589 polizeibekannten Rauschgiftsüchtigen im letzten Jahr waren nur 48 Schüler und Studenten, aber 207 "ohne Beruf".
Mit Überraschung auch konstatierten die Drogenreferenten der Bundesländer bei ihrem Bonner Meinungsaustausch Anfang Mai eine bisher nicht dagewesene "Schwankung auf dem Heroinmarkt".
Mit Ausnahme von Berlin ist "in allen Städten eine spürbare Verknappung des Heroin zu verzeichnen. Damit einher geht ein immenser Preisanstieg" (Professor Franke). Ende letzten Jahres noch kostete ein Gramm Heroin zwischen 200 und 300 Mark. Seit Januar, so BKA-Dezernent Strass, ist Heroin in Deutschland "fast nicht mehr zu bekommen, der Preis stieg auf 800 bis 1000 Mark je Gramm". Prompt machte sich ein Anstieg beim Verbrauch von Ausweichmitteln bemerkbar, so vor allem des Schmerzmittels Valoron.
Über die Gründe dieser jüngsten Entwicklung auf dem Heroin-Markt gibt es mehrere Hypothesen:
* künstliche Verknappung, um die
Gewinne zu steigern;
* Konkurrenzkämpfe zwischen den
verschiedenen Großimporteuren; > möglicherweise Erschöpfung der vorjährigen Erntebestände; > am wahrscheinlichsten: Engpässe beim Nachschub durch beträchtliche Erfolge der Polizei, vor allem in Amsterdam, der Drehscheibe des Heroinhandels für Westeuropa.
90 Prozent des in Westdeutschland gehandelten "H" kommen über die "Dutch connection" ins Land. Eine von Chinesen gesteuerte Heroin-Mafia mit Hauptsitz in der Chinatown von Amsterdam hat den Import großen Stils fest in der Hand.
"Der Hydra ist ein neues Haupt gewachsen", so umschrieb es der bayrische Drogen-Experte Senatspräsident a. D. Robert Adam in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift "Deutsche Polizei": Mohnanbau nicht mehr in der Türkei, sondern im "Goldenen Dreieck" der Länder Burma, Thailand und Laos; Umarbeitung des Rohstoffs zu Heroin vorwiegend in Thailand und Hongkong -- und Heroinschmuggel nach Europa auf vielfältigen Wegen.
Als Kuriere dienen häufig Uneingeweihte und Unbedarfte, die in Südostasien von der Straße aufgelesen werden.
Sie bekommen einen neuen Anzug. das Flugticket nach Europa und eine Adresse, bei der sie den Samsonite-Koffer mit doppeltem Boden oder die (mit Heroin gefüllten) Bowling-Kugeln im Reisegepäck abzuliefern haben. Wenn sie am Zoll geschnappt werden, wissen sie nichts, der große Hintergrund bleibt im dunkeln.
Die Transporteure bringen gewöhnlich mit jedem Trip sieben bis acht Kilogramm Heroin, verpackt in Plastiktütchen zu je einer Unze (28 Gramm).
Besonders schlau wähnte sich ein Kurier-Quartett aus Thailand und Hongkong: Um die Drogenhunde der Zollbeamten an der luxemburgischen Grenze irrezuführen, hatten die Männer den Stoff in den doppelten Böden mehrerer mit faulen Fischen gefüllter Thermosbehälter untergebracht. Sie wurden geschnappt -- mit fünf Kilogramm Heroin.
Das Gros der Ware ist Heroin Nr. 3, wegen seines graubraunen, körnigen Aussehens in der Szene auch "Hongkong Rocks", "Brown Sugar" oder "Vogelfutter" genannt. Nr. 3 enthält zwischen 35 und 90 Prozent, meist etwa 60 Prozent reines Heroin.
Die Unterteilung richtet sich nach der Reinheit des Stoffes: Nr. 1 und 2 sind minderwertig, in Europa praktisch nicht im Handel. Nr. 4, in Deutschland nur etwa zehn Prozent des Angebots, ist die hochwertigste Ware -- zu mehr als 95 Prozent reines Heroin, ein weißes Pulver, das daher den Namen "Weißer Schnee" führt.
Startflughäfen der Heroinschmuggler sind vor allem Bangkok, Singapur und Kuala Lumpur. Zielorte sind praktisch alle europäischen Hauptstädte. Doch gleichgültig, wo ein Heroin-Kurier in Europa landet, er bringt seinen Stoff immer zuerst nach Amsterdam. Drogenexperte Strass: "Dort sitzen die Auftraggeber, und jeder, der Heroin haben will, muß nach Amsterdam."
Seit jüngstem beobachten die niederländischen Polizeibeamten, angeführt von Kommissar Jan van Straaten, dem Chef der überregionalen Narkotika-Brigade mit Sitz in Den Haag, ein Ausweichen der chinesischen Heroin-Mafia nach London. Und neuerdings reist
Rechts; verdächtige, die von der Polizei mit Handschellen um den Baum gefesselt wurden.
ein Teil des aus Ostasien stammenden "Horse" per Schiff -- nach Verschärfung der Flughafenkontrollen und der Verhaftung zahlreicher Heroin-Kuriere auf europäischen Flughäfen.
Von den etwa 1000 Kilogramm Heroin, die nach Schätzung des Chefs der Amsterdamer Rauschgiftbrigade, Kommissar Gerard Torenaar, im letzten Jahr nach Holland eingeführt wurden, konnte die Polizei 172 Kilogramm sicherstellen.
Die Drahtzieher des chinesischen Heroinsyndikats -- die sich untereinander heftige Bandenkämpfe liefern -- konnten sich dem Zugriff der niederländischen Polizei bislang entziehen.
Per "Ameisenhandel" in die Bundesrepublik.
Van Straatens Männer scheitern schon bei dem Versuch, hinter die "Bambusvorhänge" der Chinesenkolonie an der Binnenbantammerstraat und neuerdings am Zeedijk in Amsterdam zu blicken: "Für uns Europäer, auch für die Polizei, ist ein Chinese nun einmal ein Chinese ..."
Aber die Überbringer der heißen Ware werden mitunter schon im Ursprungsland geschnappt. So ließ die thailändische Regierung Mitte April zum erstenmal nach zehn Jahren wieder einen Heroinschmuggler erschießen: Er hatte 14 Kilogramm "H" im Kofferraum seines Autos mitgeführt.
Und derzeit läuft in Bangkok der Prozeß gegen zwei holländische Heroin-Schmuggler, die im Auftrag eines chinesischen Syndikats gearbeitet hatten: Der Amsterdamer Unterweltler Andries Meyer und der Fluglehrer Hans Cornelis hatten 135 Kilogramm Heroin, verpackt in zwei Kunststoff-Fässer mit der Aufschrift "Flugzeug-Schmieröl", von Bangkok nach Amsterdam einfliegen wollen.
Ein Flughafenangestellter in Bangkok alarmierte die Polizei. Ihm war aufgefallen, daß sich ein Europäer (Cornelis) so liebevoll um die Fässer kümmerte -- und daß man Schmieröl für gewöhnlich nicht als Luftfracht um die halbe Welt schickt.
Der Geld- und Auftraggeber für diese Schmuggelaktion, der Chinese Suan Tschin-tan, wurde Anfang des Jahres von der Amsterdamer-Kripo in seinem Vorort-Appartement verhaftet. Aber bei den großen Hintermännern bleibt der Polizei einstweilen nur die Hoffnung, daß sie einander selbst beseitigen -- wie geschehen.
So wurde am 3. März 1975 Tschung Mon, der damalige chinesische "Pate" in Amsterdam, durch zwei Mietmörder ausgeschaltet, die eigens aus Hongkong herübergeflogen waren. Tschung Mon, der ein Spielcasino mit Restaurant und Reisebüro an der Prins Hendrikkade besessen hatte, wurde stattlich zu Grabe getragen. Der Trauerzug war, quer durch Amsterdam, 3,5 Kilometer lang. Ein knappes Jahr später widerfuhr dem vermutlichen Auftraggeber Tschang Tschuen-muk (der in das Mon-Geschäft eingestiegen war) das gleiche Schicksal.
"Wir greifen jetzt schärfer durch", erklärt Drogen-Kommissar Torenaar. "Seit 1. November letzten Jahres haben wir 400 illegale Chinesen ausgewiesen. Die Unerwünschten werden -- Flugschein auf Kosten der niederländischen Regierung -- nach Hongkong verfrachtet und dort "von den chinesischen Kollegen übernommen, die bereiten denen einen warmen Empfang" (Torenaar).
Hoppnehmen mußten die Amsterdamer Drogenpolizisten freilich auch einige Unerwünschte aus den eigenen Reihen: insgesamt acht Polizeibeamte sitzen seit einigen Wochen in U-Haft; sie stehen im Verdacht, von chinesischen Spielhöllen und Bordell-Wirten Bestechungsgelder angenommen zu haben.
Fast ausschließlich per "Ameisenhandel" (Polizeijargon) gelangt das Amsterdamer Heroin ins derzeit wichtigste europäische Absatzgebiet: in die Bundesrepublik. Kleinhändler, oft selber Fixer oder Einzelgänger aus dem Milieu, die eine schnelle Mark machen wollen, bringen das Zeug in Gramm- oder Hundertgramm-Mengen ins Land.
Die Gewinnspannen sind hoch: Das Sechs- bis Zehnfache des Amsterdamer Einkaufspreises nehmen die Pusher dem Endverbraucher ab. Etwa 500 Mark am Tag muß ein schwer Drogensüchtiger bei den gegenwärtigen Preisen aufwenden, um seinen Bedarf zu (lecken.
"Die (Düsseldorfer) Altstadt wird zum Supermarkt der harten Drogen", schrieb kürzlich die "Neue Rhein-Zeitung". 100 Herointütchen im Dealerwert von rund 10 000 Mark wurden Ende letzten Jahres auf dem Marktplatz vor dem Düsseldorfer Rathaus beschlagnahmt, zu Füßen des Jan-Wellern- Denkmals.
Ein 28jähriger wurde verhaftet, der gerade im Düsseldorfer Hofgarten ein dort verstecktes Heroinpaket abholen wollte. Und auf die Frage, wie ein Fixer an den Stoff gelange, verriet der 19jährige Martin: "Du stellst dich an den Anfang der Bolkerstraße (in der Düsseldorfer Altstadt), und wer so aussieht wie ich, wird ziemlich schnell angesprochen."
Umschlagplätze in West-Berlin sind etwa die U-Bahnhöfe Kudamm und Kurfürstenstraße, die TU-Mensa oder die Freianlagen in den Außenbezirken wie der Neuköllner Jahn-Park -- direkt neben dem ehrwürdigen Denkmal des Turnvaters.
Aber mitunter sind es auch seriösere Verstecke: in Augsburg, dem Rauschgiftzentrum Bayerns (acht Herointote seit Beginn dieses Jahres), lagerten, abgepackt in sogenannten Fugger-Päckchen zu je 50 Milligramm, 400 Gramm fast reines Heroin in zwei Bankschließfächern.
Relativ wenige Zwischenhändler in Westdeutschland sind größeren Kalibers -- gelegentlich gehen der Polizei welche ins Netz.
So kassierte die Düsseldorfer Kripo im August letzten Jahres auf einen Schlag 1,75 Kilogramm Heroin; es befand sich, in handelsüblichen 28-Gramm-Päckchen, in einer großen Plastik-Einkaufstüte am Tisch eines Oberkasseler Lokals. Die Heroinbesitzer, drei Indonesier (darunter Vater und Sohn), hatten sich dort mit einem als Dealer getarnten Kripobeamten niedergelassen, um ins Geschäft zu kommen. Mit einem Leihwagen hatten die drei Indonesier (mit niederländischen Pässen) das Zeug in die Bundesrepublik geschafft.
Mit harten Strafen suchen westdeutsche Richter die Heroinhändler abzuschrecken. "Wir haben Zweifel, ob die gesetzliche Höchststrafe (zehn Jahre) ausreicht", meint der Düsseldorfer Richter Jochen-Peter Schottmann, dessen 12. Strafkammer, seit sie sich auf Rauschgiftdelikte spezialisiert hat, bei Anwälten und Verurteilten nur noch "Terror-Kammer" genannt wird.
Staatsanwalt Hans Hallmann prägte dort das Wort vom "Mord auf Raten", ein Ausdruck, der nun in den Urteilsbegründungen des Gerichts häufig auftaucht. Hallmann plädiert für höhere Strafen bei professionellen, nicht bei süchtigen Dealern. Letztere nämlich seien "menschliche Wracks", wenn sie vor Gericht erschienen: "Apathisch und abgestumpft, das sind alles ganz junge Leute -- deren Leben ist verpfuscht."
Auch bei der Drogenfahndung in Bayern hat, nach Auskunft des Drogenreferenten Huther, das Heroin "absoluten Vorrang". Dabei gehe es, so Huther, "nicht in erster Linie um die Verfolgung der armen Kranken, sondern um den kriminellen Hintergrund".
Dazu gehört vor allem das breite Spektrum der Anschlußkriminalität. "Wie nach dem Gesetz der kommunizierenden Röhren", so Amsterdams Drogen-Kommissar Torenaar, funktioniere das: "Steigt der Heroinpreis, steigt die Randkriminalität."
Prostitution, männliche und weibliche, um an den Stoff zu kommen, ist die Regel. Auch zahlreiche westdeutsche jugendliche Fixer laufen auf dem Amsterdamer Strich; sie hatten gehofft, dort leichter und billiger an Heroin zu kommen.
Berichtet wird von dem jungen amerikanischen Drogenabhängigen in Amsterdam, der seinem Pusher für die tägliche Dosis Heroin jeden Tag zwei fast neue Sport-Fahrräder klauen mußte. Und das Autoknacken ist in der holländischen Drogen-Metropole so verbreitet wie in italienischen Großstädten: Zu Ostern wurden dieses Jahr mehr als 600 Autos in Amsterdam ausgeraubt, zwei Drittel davon gehörten westdeutschen Touristen.
"Für Heroin tut ein Süchtiger alles", so der Leiter des Deutschen Hilfsvereins in Amsterdam, der Theologe Karl-Ernst Hesser; er betreut drogenabhängige Ausreißer und "Ameisenhändler" aus der Bundesrepublik, die Schiffbruch erlitten haben oder in holländischen Gefängnissen einsitzen.
Hessers Wort könnte das Motto sein für den alljährlich erscheinenden Report des Bundeskriminalamtes, in dem von der Szene der Rauschgiftkriminalität berichtet wird: von dem Süchtigen in Bremen, der einen Tankwart niederschlug, um mit den erbeuteten 1500 Mark sogleich nach Amsterdam zu reisen; von der Fixerin, die in Kaufhäusern 16 Pelz- und Lederjacken stahl, für jede Jacke gab ihr der Dealer zwei Gramm Heroin. ihre tägliche Dosis; von dem 20jährigen Süchtigen in Köln, der einer 73jährigen die Handtasche mit 2300 Mark entriß -- die Frau stürzte die Treppe hinab zu Tode.
Der Horrorpfad, der in solches Fixer-Elend mündet, beginnt oft schon mit der allerersten Spritze, die einer als Neugieriger oder Verführter verpaßt bekommt. Das "Anfixen", die ersten beiden Spritzen, gibt es gewöhnlich umsonst -- so wird der Markt erweitert. Schon eine einzige Heroin-Injektion ist potentiell geeignet, die Sucht in Gang zu setzen.
Als "starke psychische Abhängigkeit" definiert das von dem Amerikaner Thomas H. Bewley verfaßte Opiat-Kapitel in dem Standardwerk "Side Effects of Drugs", was dann kommt: "Eine Abhängigkeit, die sich manifestiert als übermächtiger Trieb oder Zwang, die Droge weiterhin einzunehmen und sie sich zu beschaffen, auf welchem Weg auch immer ...
Zu dieser psychischen kommt unweigerlich die physische Abhängigkeit, die nicht nur die fortgesetzte Einnahme, sondern auch eine kontinuierliche Erhöhung der Dosis erzwingt, wenn der Körper nicht mit den Symptomen des Entzugs antworten soll.
Diese Begleiterscheinungen des Heroin-Entzugs aber lesen sich -- wieder in dem Handbuch -- wie eine Aufzählung Dantescher Höllenqualen: "Angstgefühle, Ruhelosigkeit, starke Schmerzen im ganzen Körper, Schlaflosigkeit, krampfartiges Gähnen, tränende Augen, Nasenbluten, Schweißausbrüche, Pupillenerweiterung, Gänsehaut, Hitzeanfälle, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Fieber, Anstieg von Atemfrequenz und Blutdruck, Unterleibs- und Muskelkrämpfe, Austrocknen des Organismus, Gewichtsverlust."
Schmaler als bei fast allen anderen Drogen ist beim Heroin die Toleranzbreite zwischen der Dosis, die für die erwünschte Wirkung nötig ist, und der, die tödlich wirkt.
Deshalb kommt es zu -- mitunter tödlichen -- "Zwischenfällen", wenn sich die Zusammensetzung des Pulvers ändert, das der Fixer über der Kerzenflamme auflöst und auf die Spritze zieht.
Nach der Entziehung erhöhtes Risiko.
Zu hohe Dosen spritzten sich Ende letzten Jahres viele Hamburger Fixer, als plötzlich fast reines Heroin in den Handel kam, das aber schlecht löslich war und deswegen irrtümlich für "gestreckt" gehalten wurde. Ähnlich gefährliches, weil reines Zeug war während der letzten Monate auch in den Augsburger "Fugger-Päckchen".
Das größte Risiko einer Überdosis tragen Neulinge und solche Fixer, die gerade einen Entzug hinter sich haben.
So wurden etwa in Dortmund in der ersten September-Woche des letzten Jahres zwei Heroin-Tote aufgefunden, ein 22jähriger in der Herrentoilette des Hauptbahnhofes, ein 28jähriger im Badezimmer seiner Wohnung. Wolfgang Rust, Leiter des Dortmunder Rauschgiftkommissariats: "Beide hatten Entziehungskuren hinter sich, und ihre Körper waren nicht mehr an das Rauschgift gewöhnt, als sie wieder spritzten."
Zwei Monate später fixte sich ein 22 jähriger Düsseldorfer in der Wohnung seiner Eltern zu Tode -- nur wenige Stunden nach seiner Entlassung aus dem Landeskrankenhaus, wo er eine Entziehungskur gemacht hatte.
"Heroinsüchtige sind vielseitig", so umschrieb Bayerns Drogenbeauftragter Huther die Beobachtung, daß die meisten Fixer, wenn das "H" ausbleibt, sich mit anderen Rauschmitteln über die Runden retten, seien es Alkoholika oder Tabletten.
Die derzeit beliebteste Ausweichdroge in der Bundesrepublik ist das "Valoron", ein Schmerzmittel der Freiburger Firma Gödecke, das trotz jahrelanger Mahnungen der Experten nach wie vor der einfachen, und nicht der speziellen Rezeptpflicht für Betäubungsmittel unterliegt*.
Valoron, von dem ein Süchtiger etwa eine Flasche (20 Milliliter) pro Tag braucht und das einen "Zustand der Gelassenheit" erzeugt (Rundschreiben des Apothekervereins Nordrhein), werde von westdeutschen Ärzten "sehr
* Betäubungsmittel müssen auf einem Sonderrezept mit zwei Durchschlägen verordnet werden, wovon einer an die Bundesopiumstelle weitergeleitet werden muß.
freihändig verschrieben", kritisiert der Bonner Drogen-Experte Professor Franke.
Denn einerseits stabilisiert das Medikament die Rauschgiftszene -- als allzu bequemes Ausweichmittel (Apothekenpreis für eine Flasche Valoron-Tropfen: 24,50 Mark. Preis in der Szene: 80 bis 100 Mark).
Andererseits bewirkt vielleicht ein Arzt, der einem Süchtigen Valoron -- oder, wie der deswegen umstrittene Münchner Mediziner Dr. Johannes Kapuste, das Ausweichmittel Methadon -- verschreibt, Gutes: Er hilft womöglich die Straftat verhüten, die sonst fällig wäre, um an die nächste Dosis "Hongkong Rocks" zu kommen.
Aber daß es auch die "schwarzen Schafe im weißen Kittel" gibt, "Dealer mit Lizenz", die Valoron oder Methadon gleich in Klinikpackungen verschreiben, mag etwa Professor Wolfram Keup, Leiter der West-Berliner Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik ("Bonnies Ranch"), nicht ausschließen.
Keup: "Die wirklichen Kriminellen sind an den Fingern von zwei Händen abzuzählen. Aber ein einziger korrupter Arzt kann die Szene eines ganzen Bezirks versorgen."
Mediziner, die mit Drogenkranken zu tun haben wie Keup -- er betreute im letzten Jahre fast 2000 Drogen- und Alkoholsüchtige -, machen sich über die Erfolgsaussichten von Entwöhnungskuren nur mehr wenig Illusionen. Als geheilt gilt erst, wer innerhalb von fünf Jahren nicht rückfällig wird. "Das ist wie bei Krebs", sagt der Münchner Drogenmediziner Waldmann und sinniert: Drei Auswege gebe es, etwa zu gleichen Teilen, aus der Szene -- "Tod, Knast oder Therapieversuch".
Dabei haben die Drogentherapeuten dem reinen klinischen Entzug längst verhaltenstherapeutische Programme und vor allem den Einsatz von Sozialhelfern hinzugefügt. "Was für ein Preis dafür,
daß man ein lebendiger Tote? ist."
Sichere Rezepte für einen Ausstieg gibt es nicht. Die relativ höchste Erfolgsquote verbuchen gegenwärtig Entwöhnungsgruppen, die den Entziehungswilligen, mit Brachialgewalt, erst einmal "auf Null" bringen und dann wieder aufrichten (siehe Seite 195).
Fast überall haben die Drogenberatungsstellen mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Auch das Bonner Gesundheitsministerium schoß kürzlich quer, als es weitere finanzielle Zuschüsse davon abhängig machte, daß für jeden Drogenkranken, der sich meldet, ein 33 Seiten starker Fragebogen ausgefüllt werde (dessen Daten auch der Kripo zugänglich sein sollen).
Die Drogenberater in den "Drop-ins" und "Free clinics" lehnten -- verständlicherweise -- ab.
Andererseits will Bonn einem "Großmodell präventiver Maßnahmen", das Ende dieses Jahres ausläuft, nun ein "Projekt der zweiten Generation" folgen lassen. Dazu soll ein ganzes Heer von Hilfskräften angeheuert werden, die viel mit Jugendlichen zu tun haben -- Studenten, Klassensprecher, Sozialarbeiter -, um Drogengefährdete in Diskotheken, Kneipen und Wohnkommunen aufzuspüren und rechtzeitig anzusprechen.
Mit Skepsis hingegen betrachten Experten die Pläne des West-Berliner Gesundheitssenators Pätzold, der Anfang letzter Woche "offensive" Schritte ankündigte: Noch in diesem Jahr will Pätzold die "gesetzlichen Grundlagen" dafür schaffen, daß Süchtige -- ähnlich wie Geisteskranke -- zwangsweise zum Entzug in Nervenkliniken eingewiesen werden können. Haupteinwand der Kritiker: Wer nicht wirklich zum Entzug motiviert sei, nehme nur anderen das Klinikbett weg, ohne Aussicht auf Erfolg.
Abschreckung durch Aufklärung -- das erscheint den Kennern der Szene als der noch am ehesten gangbare Weg, die westdeutsche Heroin-Welle einzudämmen.
"Man müßte einen Bericht beziehungsweise Film machen", so schwebt es beispielsweise auch einer westdeutschen TV-Mitarbeiterin vor, die weiß, wovon sie redet: "Einen Film, der vielleicht vielen Kindern einen solchen Schock einjagt, daß sie lieber die Finger von Hongkong Rocks, Weißem Schnee und Brown Sugar lassen." In einem Exposé schrieb die 28jährige Filmemacherin, die zwei Jahre "an der Nadel hing" und seit anderthalb Jahren "clean" geblieben ist:
"Man muß zeigen, was die "Königin" für Opfer fordert: Verlust jeglichen echten Gefühls -- Liebe, Freundschaft, Sex, Frühling, Sommer, Herbst, Winter. Gesundheit, Selbstachtung, Freude. Was für ein Preis dafür, daß man ein lebendiger Toter ist, der nur zum Leben erwacht, wenn kein "H" mehr da ist, zu einem so schmerzhaften Leben, daß man gezwungen ist, ins Schattenreich zurückzukehren."

DER SPIEGEL 23/1977
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