13.12.1976

„Waffen sind das Bombengeschäft“

Um 15 Prozent haben letztes Jahr in der Bundesrepublik Gewalttaten mit Schußwaffen zugenommen. Schwarzhandel und Schmuggel mit Schießgerät aller Art florieren wie nie zuvor. 2,5 Millionen Revolver und Pistolen, Flinten und Gewehre haben die Westdeutschen angemeldet, aber illegal halten sie sich womöglich das Zehnfache. Es ist „immer leichter“ geworden, so ein Fachmann, „an Waffen aller Art heranzukommen“, und sie werden auch immer „leichter und brutaler“ eingesetzt -von Kriminellen ebenso wie von braven Burgern.
In der Berliner "Mexico-Bar" schießt ein Zecher seine Ehefrau vom Hocker, auf seinem Grundstück in Stade empfängt ein Zöllner kontrollierende Polizeibeamte mit einer Ladung Schrot, in der Hamburger Innenstadt feuern zwei Jugendliche aus einem fahrenden Wagen auf ein Funktaxi -- so geschehen am vorletzten Wochenende, und so oder ähnlich geschieht es Tag für Tag. Irgendwo hat immer einer den Finger am Abzug in der Bundesrepublik.
Geläufig ist den Westdeutschen wieder, was sie vor 30 Jahren aus den Händen legen mußten, die Schußwaffe. Aber anders als früher, da es auf höheren Befehl zu schießen galt, geben sich die Bürger heute selber Feuer frei.
Gezogen wird im Affekt. Nach Auseinandersetzungen im Büro einer Frankfurter Werbeagentur ging der Kaufmann Wolf-Dieter Rüterbusch zum Schreibtisch, holte zwei amerikanische Colts sowie eine 4-mm-Pistole hervor und richtete die Waffen, eine nach der anderen, auf Geschäftsfreund, Geschäftspartner und dessen Ehefrau -- ein Toter und zwei Schwerverletzte, auch der Täter tot nach selbstmörderischem Fenstersturz.
Geschossen wird aus Versehen. Im Kleiderschrank fand ein 14jähriger Schüler in Fulda eine 7,65er Walther, die der Vater bei Kriegsende gefunden und seitdem aufbewahrt hatte. Die Geburtstagsfeier, die dem Jungen Anlaß war, die Waffe seinem Freund zu präsentieren, endete tödlich: Beim ungewohnten Hantieren mit der Pistole löste sich ein Schuß, dem 15jährigen Freund ging die Kugel in den Bauch.
Gezielt wird mit Vorbedacht. Als ein Bankräuber im bayrischen Moosach die Zweigstelle der Dresdner Bank überfiel, nahm er zur Sicherheit eine Kundin als Geisel, drückte ihr den Revolver ins Genick, kassierte "Geld her, sonst knallt's" -- 33 000 Mark und war weg.
Kaum eine Woche vergeht, in der nicht Maskenmänner mit Revolver oder Maschinenpistolen abkassieren, kaum ein Tag, an dem nicht ein Bürger mit einer Feuerwaffe droht, schießt und womöglich trifft, aus Zorn auf die abtrünnige Geliebte, aus Ärger mit dem Nachbarn. nur so aus Jux.
"Leichter und brutaler" gehen Kriminelle wie brave Bürger mit der Waffe um. findet Jürgen Klös vom Bundeskriminalamt (BKA). Und es ist auch "immer leichter" geworden, "an Waffen heranzukommen", sagt Waldemar Burghard, Chef des niedersächsischen Landeskriminalamtes (LKA).
Schußwaffen als Tatwerkzeuge stellte die Polizei letztes Jahr in 15 600 Fällen fest, sei es als Mord- und Totschlaginstrument, sei es als Drohmittel bei Raub oder Nötigung. Der Trend weist, nach vorübergehender Abschwächung der Waffenkriminalität in den Vorjahren, eindeutig nach oben. In diesem Jahr, für das noch keine Statistiken vorliegen, wird die Waffenkriminalität nach Polizei-Schätzungen das Ausmaß von 1975 erreichen -- das hessische Landeskriminalamt beispielsweise sieht "eine anhaltende Tendenz
* Um 16 Prozent nahmen 1975 die Straftaten zu, bei denen von der Schußwaffe Gebrauch gemacht wurde, allein in Hamburg um 25 Prozent, in Hessen sogar um 30 Prozent -- eine "besorgniserregende" Entwicklung für das hessische LKA.
* Um zehn Prozent nahmen die Straftaten zu, bei denen die Schußwaffe wohl mitgeführt, aber nicht benutzt wurde -- "immer mehr Täter", so der Hanauer Kriminalist Günter Buhlmann, "haben eine Pistole in der Tasche".
* Um 65 Prozent größer war die Menge der beschlagnahmten Schußwaffen, insgesamt 15 500 Stück illegales Schießgerät -- "im Volk sind mehr illegale Waffen", so BKA-Klös, "als bisher angenommen wurde".
Angemeldet und damit legal waren am 30. Juni 1973, dem Zählstichtag laut Waffengesetz, rund 2,5 Millionen Waffen. Seitdem sind nach Experten-Schätzung noch einmal 500 000 neu registrierte, aber noch nicht amtlich gezählte Stücke hinzugekommen -- macht rund drei Millionen Waffen von der Bockdoppel-Flinte FN Broadway des Tontaubenschützen bis zur 12-mm-Smith & Wesson des Geldtransport-Bewachers.
Mindestens ebenso viele Waffen vermuten Polizisten und Strafverfolger unerlaubt in unbekannter Hand. Manche Experten halten das Zehnfache für möglich -- 30 Millionen illegale Waffen, mehr Handfeuerwaffen, als die Bundeswehr benutzt oder in Reserve hat.
Fast immer sind es die unbefugt geführten Waffen, mit denen einer drohend herumfuchtelt, im Zorn losballert oder vermeintlich in Notwehr abdrückt. Jedes vierte Schießeisen in illegalem Besitz wird zu Straftaten genutzt, "überwiegend schwerer und schwerster Art", so eine Erhebung des BKA. Nur bei etwa vier Prozent aller strafbaren Handlungen mit Waffen ist genehmigtes Schießwerkzeug im Spiel.
Und die heimliche Waffe wird nicht selten beschafft oder scharf gemacht
* Geiselnehmer Hans Georg Rammelmayr nach dem Banküberfall in der Münchner Prinzregentenstraße am 4. August 1971.
"mit jener menschlichen Phantasie", so der Frankfurter Staatsanwalt Wolfgang Heinrich, "der bekanntlich keine Grenzen gesetzt sind".
Da taucht einer in den oberbayrischen Seen nach versenktem Kriegsgerät und fischt sich einen Revolver. Ein anderer hat eine MP über den Krieg gerettet, etwa die englische Sten, die Briten dutzendweise über dem Kontinent abwarfen. Und mit ein wenig Geschick macht mancher, so Klös, Referent für Waffen- und Sprengstoffkriminalität beim BKA. "kastrierte Waffen wieder schießfähig".
"Auch Angst spielt da eine Rolle."
Da kommt Feuerkraft zusammen. und was allein in Kellern und Kammern der bundesdeutschen Waffensammler an tüchtigem Schießgerät steht, reicht aus, eine ganze Division auszurüsten. Zwar dürfen Sammler sieh ein beliebig großes Arsenal zulegen, wenn es, so die Bestimmung des Waffengesetzes. "eine kulturhistorisch bedeutsame Sammlung" und diese bei der Ordnungsbehörde gemeldet ist woran es mitunter freilich hapert.
Eine Stichprobe, die Staatsanwaltschaft und Kripo im letzten Winter bundesweit bei 355 Waffenbesitzern vornahmen, brachte es an den Tag. Bei der bislang umfangreichsten Waffenrazzia im Bundesgebiet stellten die Fahnder neben ausgefallenem Geschütz wie einer Panzerabwehrrakete vom Typ "Bazooka" an illegalem Waffenmaterial 442 Pistolen und Revolver, 392 Gewehre, 95 Maschinenpistolen, 19 Maschinengewehre sicher.
Aufschluß gab die Aktion auch, wer sich alles unerlaubt Waffen hält oder sie gar hortet. "Das ging querbeet", wundert sieh Staatsanwalt Heinrich, "vom Regierungsdirektor bis zum Hilfsarbeiter." Unter den knapp zweihundert Ertappten, gegen die Verfahren eingeleitet wurden, war auch ein Professor aus Nordrhein-Westfalen, der sich eine Waffenkammer mit 168 Exemplaren zugelegt hatte.
Die nach dem Krieg verpönte Waffe gehört wieder zum Interieur. Neben dem Alpenglühn in Öl hängt heute schon mal eine feuertüchtige Replik von Wildwest-Büchsen (Versandhandelspreis für eine handgravierte "Peacemaker"-Luxusausführung: 568 Mark) oder ein echtes Brown-Bess-Steinschloßgewehr aus dem 18. Jahrhundert (Preis inklusive Bajonett: rund 650 Mark).
Das gesteigerte Bedürfnis bei Arbeitern wie bei Akademikern, einen Vorderlader an die Wand zu hängen und Waffen wie Briefmarken zu sammeln. erklärt aber nur zum Teil die heimliche Aufrüstung der Deutschen. "Auch Angst", so ein Hamburger Kriminalist, "spielt da eine Rolle", und zwar die erklärliche wie die unbegründete.
Das Verhältnis der Bürger zum Schießzeug, so scheint es, hat sich auch in demselben Maße geändert, wie die Gewalt in allen Spielarten eine zeittypische Erscheinung geworden ist. Seit in Westdeutschland Anarchisten-Bomben explodierten, seit Geiselnahmen hin und wieder abendfüllendes Live-Programm im Fernsehen abgeben, teilt sich Bundesbürgern zunehmend mit, was der nordrhein-westfälische LKA-Chef Hamacher so umschreibt: "Offenbar ist der Preis der menschlichen Gesundheit und des menschlichen Lebens geringer geworden."
Immerhin hat sich die Zahl der klassischen Gewaltverbrechen Mord und Totschlag in den letzten beiden Jahrzehnten verdreifacht. Die Raubtaten, "Indikator für Recht und Ordnung", wie der Freiburger Kriminologie-Professor Günther Kaiser sagt, und "Gradmesser für die Sicherheit des Bürgers", haben um das Fünffache zugenommen, 1975 wurden 20 362 Fälle registriert. Und wenn schiere Kriminalität noch nicht hinreicht, den einen oder anderen zu verunsichern, dann sind es doch die Brutalitäten jugendlicher Lederjacken -- und die Reaktion darauf.
Bei "Bild" liest"s sich dann noch mal so schlimm, und auch ein christdemokratischer Ministerpräsident wie Hans Filbinger setzt gerne noch einen drauf: "Dunkles Gelichter, Räuber, Gewalttäter und Triebverbrecher stellen die Sicherheit des Bürgers auf Straßen und Plätzen, in Parkanlagen und vor dem Bankschalter, ja in den eigenen vier Wänden in Frage."
Wem da nicht bange wird: Einen Einbruchsversuch in sein Haus nahm ein Wuppertaler Arzt zum Anlaß, bei der Ordnungsbehörde "höflich" um einen Waffenschein zu bitten, "da ich mich in meinem Haus nicht mehr sicher fühle und ich auch die Verantwortung für meine Familie trage".
Ein Standeskollege begründete seinen Antrag damit, daß er "in einem großen Haus als Junggeselle ganz allein" lebe, "oft in der Nacht herausgeklingelt" werde. Und immer wieder, wenn in der Bundesrepublik Spektakuläres passiert, etwa nach der Lorenz-Entführung, häufen sich bei westdeutschen Ordnungsämtern die Anträge auf Erteilung von Waffenscheinen.
Die wenigsten werden genehmigt, auch die beiden Ärzte bekamen eine Absage. Denn eine Waffe zur Selbstverteidigung ist nur dem erlaubt, der "wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder Leben" gefährdet ist. Da dies aber nach ihrer Selbsteinschätzung weit mehr Bürger sind, als es die Polizei erlaubt, gibt es auch genügend Kundschaft für das heimliche Geschäft mit Waffen.
Pistolen und Revolver, sogenannte Faustfeuerwaffen, dürfen seit jeher nur mit amtlicher Erlaubnis erworben werden. Seit 1973 gilt das ebenfalls für Langwaffen, Jagdflinten etwa oder Kleinkalibergewehre, und seit März dieses Jahres besteht auch Erlaubnispflicht für den Erwerb von 4-mm-Waffen -- schwachkalibrige Pistolen und Revolver, die als harmlos gegolten hatten, bis die ersten damit umgebracht wurden.
Frei käuflich ist jetzt, bis auf antikes Schießgerät bestimmter Bauart und bis auf leistungsschwache Luftgewehre oder Schreckschußpistolen, so gut wie keine Schußwaffe mehr. Aber es gibt kaum ein Gesetz von solcher Strenge, das so wenig wirksam ist.
Für Ganoven, die noch nie die Polizei gefragt haben, womit sie ihre Jackentaschen ausbeulen dürfen, "sind die Bestimmungen des Waffenrechts"" sagt Staatsanwalt Heinrich, "ohnehin Kinkerlitzchen" -- und das sind sie mittlerweile für jeden, der unbedingt was zum Feuern haben will.
"Man braucht nur mal", sagt Käte Biebel, Erste Hauptkommissarin im hessischen LKA" "ein bißchen auf den Busch zu klopfen, dann bekommt man auch eine Waffe. Beziehungen zur Unterwelt sind da gar nicht nötig." Im Frankfurter Bahnhofsrevier wie auf der Hamburger Reeperbahn oder am Zoo in Berlin gehört Waffenhandel zum Milieu. Niedersachsens LKA-Chef Burghard würde sich zum Beweis, wie leicht das ist. "verpflichten, in Hannover an einem Abend zwei, drei Waffen zu besorgen. Man braucht im Steintorviertel nur einen Kellner zu fragen
Die Unterwelt wundert sich derweil über die Kundschaft. "Das gibt es gar nicht", staunt ein Frankfurter, "wer alles so ein Ding haben will. Die feinsten Leute kommen da" Sie kommen nicht ungelegen. Denn "seit es mit der Prostitution nicht mehr so läuft", so die Stimme aus dem Untergrund, "sind Waffen nach Rauschgift das Bombengeschäft".
Es verdienen Einbrecher und Schmuggler daran. Diebe und Schieber, Waffenhändler. die ihre Lizenz verwirkt haben und nun ihre Kontakte nutzen, Waffenhändler aber auch, die aufs schleppende legale Geschäft pfeifen und lieber auf die einträgliche krumme Tour gehen.
Noch immer wird ein Großteil des illegalen Bedarfs aus Diebstählen gedeckt. 2170 Fälle wurden im vergangenen Jahr der Polizei gemeldet, und mehr denn je wurden die handlichen Kurzwaffen vermißt. Seltener sind die Depots der Bundeswehr und die Waffenkammern der Polizeidienststellen, die vor Jahren mitunter serienweise geplündert wurden, Ziel der Diebeszüge.
Hersteller und Händler sind die bevorzugten Opfer, bei Privatleuten "machen Diebe nur Zufallsfunde", stellte Lothar Krumsiek vom LKA in Hannover fest. Pistolen gehen da mit wie Schmuck und Bargeld, wie viele insgesamt, darüber kann keine Statistik Auskunft geben. "Wer seine Waffe nicht gemeldet hat", erklärt BKA-Klös die große Dunkelziffer, "meldet auch den Diebstahl nicht."
Betroffen registrierten die Behörden das Verschwinden von 123 Revolvern Marke Smith & Wesson auf dem Gelände einer Hamburger Spedition. Mit den Handfeuerwaffen Kaliber .375 Magnum, in zwei Pappkartons mit der Tarnaufschrift "Jagdartikel" gelagert, sollten in der Hansestadt Fahndungseinheiten der Polizei neu ausgerüstet werden.
Aber auch Waffen, die schon im Halfter der Beamten steckten oder in den Asservatenkammern verstaut waren, tauchen mitunter wieder auf dem schwarzen Markt auf -- statt auf dem Schrottplatz oder als Dekorationsstück in einer Vitrine.
Ein Werkzeugmacher, der sieben Jahre lang als Waffenmechaniker im Münchner Polizeiverwaltungsamt Pistolen und Karabiner in Schuß hielt, gestand vor dem Landgericht München. er habe Teile für den Schrott bestimmter Waffen mit nach Hause genommen, dort zusammengesetzt und "an Liebhaber verkauft".
Wunderlich war der Weg zweier Polizeiwaffen, die vor sechs Jahren in Hamburg zum alten Eisen gelegt werden sollten. Beide tauchten in Zürich wieder auf, der Lauf der einen und der Griff der anderen, an den Fabriknummern erkannt, zu einem Stück zusammengepaßt. Ein Jugoslawe erschoß damit einen Landsmann.
Interpol rekonstruiert: Beide Pistolen waren von der Hamburger Behörde als Dekorationswaffen an Händler im Ruhrgebiet und in Unterfranken verkauft worden, eine wurde dann nach Kanada weiterverhökert, die andere nur unzureichend unbrauchbar gemacht. Die Puzzle-Pistole, die daraus entstand, erwarb der Täter in Mailand.
Ins Zwielicht geraten immer häufiger etablierte Waffenhändler, die sich nur allzuoft in dunkle Geschäfte einlassen, stets neue Tricks ersinnen, wie gesetzliche Auflagen umgangen und behördliche Aufsicht hintergangen werden können. "Der Waffenhandel", so sieht es Hagen Saberschinsky von der Abteilung Waffenkriminalität beim BKA, "kann auf jeder Ebene vom Legalen ins Illegale rutschen."
Auf Rutschpartie gehen Händler, weil, erläutert BKA-Kollege Klös, "kaum einer vom legalen Geschäft noch leben kann". Und Wilhelm Friedhoff, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler, beklagt denn auch, daß "eine ganze Menge" aus der Branche schon habe dichtmachen müssen: "Das Geschäft blüht im Untergrund."
Dort entfaltet sich auch die angeschlagene Branche wieder. Da melden Händler mal ein Schock Revolver als gestohlen, die in Wahrheit über Ladenpreis illegal unters Volk gehen, da löschen Händler in ihren Waffenbüchern seitenweise Maschinenpistolen, die nur unzureichend unbrauchbar gemacht sind und mit einem Augenzwinkern als Dekorationswaffe zum selben Preis losgeschlagen werden.
Ein Händler in Konstanz etwa verkaufte 4000 Pistolen als Zierstücke, auf besonderen Wunsch der Kundschaft lieferte er, wie die Kripo ermittelte, die ausgebauten Kleinteile nach.
Schliche und Schleichwege, auf denen ordnungsgemäß georderte Waffen in dunkle Kanäle geschleust werden, machte eine Kette von Prozessen gegen Händler aktenkundig, die alle mal in zwielichtiger Geschäftsverbindung zueinander standen. Die Hauptfiguren waren
* der Waffenhändler Eckhard Damaschke, 39, aus Grünberg in Oberhessen, der ein halbautomatisches Luftgewehr für Schausteller entwickelte, dann Jagd-, Sport- und Selbstverteidigungswaffen im Großversand losschlug und schließlich den Schwerpunkt seines Geschäfts auf Jägerhüte und Trachtenröcke verlegte, als strengere gesetzliche Bestimmungen den freien Vertrieb beschränkten (wegen illegalen Waffenhandeis wurde Damaschke letztes Jahr zu fünfeinhalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt);
* der Waffenschieber Jean Jakob Siebzehner, 56, aus Budapest, Fremdenlegionär und Doppelagent, der nach dem Krieg in der Bundesrepublik zuerst mit Kohlen und Eisen handelte, dann mit einer erschlichenen Einfuhrgenehmigung für den afrikanischen Staat Burundi Pistolen en gros kaufte und mit gefälschten Bahnpapieren den wirklichen Bestimmungsort verschleierte, der sich schließlich als V-Mann anheuern ließ, als seine Schiebereien aufflogen (Siebzehner wurde kürzlich zu drei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt).
Der Ungar, ohne Konzession, aber mit potenter Kundschaft, hatte laut Anklage für insgesamt 1,6 Millionen Mark 13 141 Pistolen und Revolver bei Damaschke und anderen Waffenhändlern bezogen -- auch bei Karl-Friedrich Hebsacker aus Schwäbisch-Hall, gegen den die Staatsanwaltschaft in Heilbronn jüngst Anklage wegen illegaler Waffengeschäfte erhob.
Schwarz über die Grenze auf den schwarzen Markt.
Der Oberhesse, mit Lizenz, aber ohne ausreichend legale Abnehmer, hatte, so die Urteilsbegründung des Frankfurter Landgerichts, "sich nicht gescheut, die öffentliche Sicherheit aufs Spiel zu setzen", selbst dann keinen Abstand von den Geschäften genommen, "als er erfuhr, daß die Waffen durch die Hände Siebzehners in kriminelle Kreise der Unterwelt gelangten, wo sie bei Straftaten wieder auftauchten".
Waffen, die auf den schwarzen Markt geraten, kommen oft auch schwarz über die Grenze. Der Zoll ertappte im vergangenen Jahr 503 Schmuggler, mehr als im Jahr zuvor, 1294 Pistolen und Revolver wurden am Schlagbaum kassiert, doppelt soviel wie 1974. Und was unbemerkt die Kontrollen passiert, ist womöglich noch einmal soviel. Die Dunkelziffer siedeln Zöllner bei 90 bis 95 Prozent an.
Was da über die Grenzen auf den illegalen Waffenmarkt kommt, stammt aus aller Welt. Belgien produziert für Deutschland FN-Pistolen, Italien Berettas, Spanien Astras vom Kaliber 6,35. Die USA sind unter anderem mit Revolvern der Marke Colt vom Typ Diamond Back, Kaliber .38, vertreten, der Ferne Osten etwa mit der Nambu-Pistole vom Kaliber acht Millimeter aus japanischer Herstellung. Aus der ungarischen Staatsfabrik Ferunion stammt die 7,65-Millimeter-Feg.
Mit sowjetischen Kalaschnikow-MPs -- der Standard-Waffe der Warschauer-Pakt-Armeen -- werden in der Bundesrepublik ebenso Schwarzmarkt-Geschäfte gemacht wie mit der tschechischen Scorpion-Maschinenpistole. einem besonders handlichen Ding: zerlegt läßt sich diese MP in einem Necessaire verstauen.
Immer zur Reisezeit ist Hochkonjunktur. "Wenn der Lindwurm an den Beamten vorbeizieht", resigniert Gerd Grau, Waffenreferent beim Zollkriminalinstitut in Köln, "dann hilft nur ein guter Riecher:" Unbehelligt bringen Urlauber mal eine Rig-Armi zum Eigengebrauch mit, auf dem Rücksitz des Wagens mit einer Zeitung zugedeckt.
Italienische Gastarbeiter finanzieren ihren Osterbesuch bei der Familie mit ein paar Berettas, die sie im Stuttgarter Bahnhof in Schließfächern verstauen und mit einer Gewinnspanne bis zu 200 Mark nach und nach losschlagen. Straff organisierte Schmuggelbanden schaffen Pistolen und Revolver sackweise in präparierten Fahrzeugen über die Grenze, manchmal gar in einer gecharterten Sportmaschine.
Lasche Kontrollen am Schlagbaum. loyale Bedienung beim Einkauf: Vielerorts können Händler ohne große Formalitäten Waffen erwerben, sofern garantiert ist, daß sie auch außer Landes verfrachtet werden. Muß eine Einfuhrgenehmigung vorgelegt werden, ist die Überprüfung der Papiere meist nachlässig. "Den Waffenfabrikanten reicht irgendein Papier". so drückt es Staatsanwalt Heinrich aus, "das sie sich als Feigenblatt vorhalten können."
In der Tschechoslowakei bekommt jede Menge Pistolen, wer nur genügend West-Währung vorzeigt. Brünner Waffen mauserten sich zum Renner im Schmuggelgeschäft. Die beherrschen den Markt", weiß auch Kriminaloberrat Klös vom BKA.
Ihre Erkenntnis belegen die Kriminalisten mit Zahlen über Aufgriffe. Im vergangenen Jahr wurden 1021 Pistolen und Revolver tschechoslowakischer Herkunft (1974 waren es 784 Stück, davor 472) beim Schmuggeln oder illegalen Handel im Bundesgebiet sichergestellt, so viele kamen aus keinem anderen Land. (Italien, an zweiter Stelle, war mit knapp über 600 Kurzwaffen beteiligt.)
Und die spektakulärsten Fänge, die Waffenfahnder in den vergangenen Jahren machten, durch Zufall oder den gezielten Einsatz von Scheinaufkäufern, das waren Schmuggeltransporte aus der CSSR.
500 Ceska-Pistolen vom Typ Vzor, Kaliber 7,65, stellte die Kripo im Dezember 1974 in der Garage des ägyptischen Kaufmanns Nadi Ebeid im hessischen Dieburg sicher. Die Waffen hatte den Ermittlungen zufolge der ehemalige österreichische Generalmajor Franz Hanisch in Prag organisiert. Zwei österreichische Fahrer kutschierten die Ware in präparierten Fahrzeugen nach Hessen. Die vier wurden zu Freiheitsstrafen zwischen zwei und drei Jahren verurteilt.
500 Stück vom selben Fabrikat beschlagnahmten Fahnder letztes Jahr auf dem Flugplatz Beilngries in Bayern. In einer von einem Münchner Rechtsanwalt gecharterten Piper flogen der ehemalige Biafra-Söldner Friedrich Herz und der Flugzeugführer Bernd Wiesner das Schmuggelgut über die Grenze. Das brachte ihnen vier und zweieinhalb Jahre Freiheitsentzug ein.
270 Ceska-Pistolen holte die bayrische Polizei im Juli vergangenen Jahres an der Autobahn München-Augsburg aus einem VW-Bus mit doppeltem Boden. Der Mechaniker Hubert Kominek aus Wien hatte insgesamt 383 Waffen in einem Wald bei Brünn geladen und einen Teil bereits in der Münchner Unterwelt abgesetzt. Zu zwei Jahren und zehn Monaten Freiheitsstrafe wurde der Österreicher verurteilt.
Auch ohne Vorlage einer Einfuhrgenehmigung waren die Waffenschieber in Prag jeweils prompt bedient worden. Anlaufstelle war die staatliche Außenhandelsfirma Mercuria. Dort reservierten die Kaufleute den Flugzeugschmugglern -- wie immer gegen Vorkasse -- insgesamt tausend Pistolen, Generalmajor a. D. Hanisch wurde an Waffenschieber Siebzehner "Rutsch ins Illegale"
einen gewissen "Karel" verwiesen und Kominek, den ein Mann namens "Branco" in die Prager Praktiken eingeführt hatte, in ein Waldstück bei Brünn geführt.
An dem geheimen Treffpunkt, so schilderte Kominek vor dem Landgericht München I den Ladevorgang, seien die Pistolen "aus Säcken wie die Kartoffeln" ins Versteck eines VW-Busses verstaut worden. Was nicht reinging, berichtete der Angeklagte, "das sackelten die Männer wieder ein". Sicherheitsbeamte hätten den Transport bis zur Grenze streng bewacht. "Das funktioniert immer so", bestätigt Zollfahnder Grau, "an der Grenze kriegen die Fahrer dann noch einen Tritt in den Hintern."
Mechaniker Kominek war bei Schmugglern wegen seiner Fertigkeit geschätzt, in Autos raffinierte Verstecke einbauen zu können. Auch an den beiden Wagen, mit denen die Ceska-Pistolen ins hessische Dieburg befördert wurden, hatte der Wiener gewerkelt. Im VW-Käfer und im Saab de Luxe waren Federn und Stoßdämpfer verstärkt, unter den Sitzen Lagerräume geschaffen und die Benzintanks verkleinert, "gerade noch so groß wie eine Schnapsflasche", entdeckte BKA-Fahnder Klös nach der Sicherstellung der Schmuggelwagen, "die mußten doch alle 20 Kilometer tanken".
Und nach den Aufgriffen der jüngsten Zeit schlagen die illegalen Waffentransporteure neue Wege ein, um die Ceskas ins Bundesgebiet zu schaffen, etwa über Bulgarien oder andere Rou-
* Nach einer Trinkerei feuerte am 28. November im niedersächsischen Loxstedt ein 32jähriger Handwerker mit einem Kleinkalibergewehr auf Nachbarn und Passanten. Dann richtete der Mann die Waffe gegen sich selbst und schoß sich in den Kopf. Er starb kurz darauf.
ten, denen die Fahnder "noch nicht auf die Spur gekommen sind".
Einfuhr und unkontrollierter Umlauf von Waffen im eigenen Land, wegen der inneren Sicherheit, tunlichst verhindern, Ausfuhr aber, wegen der Zahlungsbilanz, um jeden Preis ermöglichen -- "solange jeder so denkt", befürchtet Waffenfahnder Klös, "bekommen wir die Sache nie in den Griff".
Auch die Praxis italienischer Waffenhersteller und Händler bringt die Fahnder in Verlegenheit. So bezog etwa ein aus Konstanz gesteuerter Schmuggler- und Verteilerring, der in den letzten Jahren in Baden-Württemberg, aber auch in Rheinland-Pfalz am Waffengeschäft gut verdiente, vorwiegend Pistolen der Marke Rig-Armi, Kaliber .22 lr von der Firma Galesi in Brescia. Mit den geschmuggelten und verschobenen Pistolen, die durch einen weißen Perlmuttgriff auffallen, wurden, wie das LKA Stuttgart ermittelte, "schwerste Straftaten wie Mord, Totschlag und Raubmord verübt".
Denn immer wieder stoßen Polizisten. wenn sie an einen Tatort gerufen werden, auf die blutigen Spuren illegal beschaffter Waffen -- nicht nur dann, wenn Kriminelle und Terroristen am Werke, sondern auch, wenn brave Bürger wild geworden waren.
Weil sich seine Frau einem anderen Mann zugewandt hatte, erschoß im Münchner Vorort Ramersdorf ein 35jähriger Tischler Ehefrau und Nebenbuhler. Dann tötete er sich selbst mit der Waffe, einer 7,65er tschechischen Fabrikats aus illegalen Importen.
Weil ein Mannheimer beim Skat in seiner Stammkneipe fünf Mark verloren hatte, zückte er eine Pistole und tötete den Skatbruder sowie den Wirt, der schlichtend eingreifen wollte. Die Waffe, eine spanische Astra vom Kaliber 7,65, hatte der Schütze nach eigener Darstellung von einem Unbekannten in der Mannheimer City gekauft.
Als ein Teichwirt bei Wadern im Saarland zwei Angler beim Wildern in seinem Gewässer erwischte, drückte er. weil die Ertappten davonlaufen wollten, einen Colt vom Kaliber .22 Long Rifle ab; einer der Männer wurde tödlich getroffen. Herkunft der Waffe: "Von einem Unbekannten erworben."
Den Soziologen und Kriminologen, die das Crime-Geschehen beobachten, gelten solche Fälle als immer neue Belege für einen seit geraumer Zeit unverkennbaren Trend: die zunehmende Verrohung zwischenmenschlicher Beziehungen. Auch Streitigkeiten seien einst gedämpfter ausgetragen worden.
Nordrhein-Westfalens LKA-Chef Hamacher: "Wo früher die Beleidigung langte, setzt es nun einen Hieb. Wo früher ein Schlag genügte, ist ein Messerstich zu befürchten. Wo früher eine Verletzung mit dem Schuh oder ein anderes gefährliches Werkzeug dem Täter die Befriedigung verschaffte, greift er nun zur Schußwaffe."
Das geschieht häufig genug aus Berechnung, etwa bei der Mehrheit der Kassen- und Geldbotenüberfälle, bisweilen aus vermeintlicher Notwehr und meistens im Affekt, und kaum eine andere Waffe kommt dem Täter, was immer ihm Anlaß oder Motiv sein mag, so entgegen.
Denn mit der Distanz, die der Colt oder das Gewehr erlauben, fallen auch die Hemmungen -- es schießt sieh leichter als jemand zu würgen oder niederzustechen: Man geht dem körperlichen Kontakt und damit womöglich risikovollem Kampf aus dem Wege, und man erspart sich die Überwindung, die dazu gehört, "mit nackten Händen an das Opfer heranzugehen", wie es der Kriminologe Professor Armand Mergen ausdrückt.
Außerdem, so Mergen, "haben Schußwaffen einen viel größeren Symbolwert als zum Beispiel ein Messer: "Wer eine Pistole hat, der weiß, hier liegt meine Macht", und wenn ein Mann nach einem Streit oder einer persönlichen Niederlage seine Waffe holt, "dann geht er, sich seine Macht zu holen", die nun einmal größer ist als die seiner Fäuste oder eines Messers, von einem Argument ganz zu schweigen.
Das setzt ein Minimum an Überlegung voraus und könnte erklären, warum die klassische Affekthandlung bei Schießereien von minderer Bedeutung ist; denn sie, die Kurzschlußhandlung, läßt den Täter zu allem greifen, was er kriegen und womit er etwas anrichten kann. Mergen: "Wenn ein Küchenmesser da ist, nimmt er das, wenn eine Schußwaffe da ist, nimmt er eben die."
Häufiger stellen Kriminologen bei schießenden Tätern einen "protrahierten, also verzögerten und nicht durchgearbeiteten Affekt" (Mergen) fest, sozusagen eine Kurzschlußhandlung in Zeitlupe, die es dem Täter ermöglicht, die Waffe, so nicht gleich parat, herbeizuholen, gegebenenfalls zu laden und auch noch zu entsichern.
Wie leicht einen ein derart protrahierter Rappel überkommen kann, erhellt am Beispiel zweier pflichtbewußter Beamter, die eher als besonnen gegolten hatten: in Bonn ein Regierungsdirektor des Bundestages, der außer Fassung geriet, als sich geladene Gäste über geplatzte Grillwürstchen lustig machten -- er holte eine Flinte und beschoß seine Party mit Schrot; in Hamburg der Senatsdirektor und Chef des Strafvollzugsamtes, Harald Pieper, 49, der in der "Tilbury Bar" offenbar einige Whiskys zuviel gekippt hatte -- er legte auf den Mann hinter der Bar an, lud durch und drückte ab; Glück für beide, daß die Walther PP Ladehemmung hatte.
Wenn das schon mit der Dienstpistole des Waffenscheininhabers passiert. der Zuverlässigkeit wie Sachkunde unter Beweis stellen mußte, ehe er die Lizenz erhielt, um wieviel leichter geht die illegal besorgte 7,65 in unbefugten Händen los: 19 von 20 Waffentätern feuern aus nicht gemeldeten Waffen.
Auch Frauen und Kinder haben den Finger häufiger am Abzug.
In den Kriminalstatistiken fehlt denn auch keine Deliktart, bei der Schußwaffen nicht hätten herhalten müssen. Nach einer BKA-Aufstellung waren unter 9490 Straftaten des Jahres 1975, bei denen eine Pistole, ein Revolver oder ein Gewehr abgedruckt wurde,
* 278 Morde und Mordversuche,
* 287 Fälle von Totschlag,
* 22 Vergewaltigungen.
* 235 Raubüberfälle, darunter 52 auf Banken und Geschäfte,
* 2434 gefährliche und schwere Körperverletzungen,
* 397 Fälle von Menschenraub. Nötigung und Erpressung,
* 3616 Sachbeschädigungen sowie
* 1272 Fälle von Wilderei.
Und offenbar greift der Hang zur Waffe immer stärker um sich. Kriminalisten wie dem Hamburger Kripo-Direktor Zühlsdorf fällt die "zunehmende Bewaffnung unter jungen Leuten" auf. "Sogar Kinder" schleppen laut Käte Biebel vom hessischen LKA immer öfter scharfes Schießgerät mit sich rum, und auch Frauen haben den Finger häufiger als früher am Abzug.
Geschossen, gedroht und herumgefuchtelt wird mit allem, was nur eben dazu taugt -- von der handlichen 7,65er bis zur sperrigen Steinschloßflinte, vom Schießkugelsehreiber bis zum Spazierstock, in den ein Schießgewehr eingearbeitet ist.
Das BKA warnte jetzt die Polizeidienststellen vor Stoßdämpfern, die mit Schrotpatronen geladen werden, und vor einer Tabakspfeife vom Typ "Seeeret Sam's Pipe Shooter", bei der "das Geschoß mittels Zusammendrücken der Zähne abgefeuert werden kann".

DER SPIEGEL 51/1976
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