02.01.1957

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Im Auswärtigen Amt erwartet man mit Interesse, welche Instruktionen Sowjet-Botschafter Smirnow aus Moskau zurückbringt, wohin er in der vorletzten Woche kurzfristig beordert wurde. Smirnow hatte vor seiner Abreise im Auswärtigen Amt anfragen lassen, ob der Kanzler ihn noch zu einer kurzen Audienz empfangen könne. Freiherr von Welck, der Leiter der Länderabteilung im Auswärtigen Amt, ließ den Botschafter zunächst wissen, daß sich ein solcher Besuch aus Termingründen wohl kaum einrichten lasse. Als Bundeskanzler Adenauer von Smirnows Bitte unterrichtet wurde, zeigte er sich jedoch sogleich bereit, den Botschafter zu empfangen. In der Besprechung bekundete Smirnow das Interesse der Sowjet-Union an einem deutschsowjetischen Handelsvertrag. In Bonn ist man der Ansicht, daß den Vorschlägen zur Intensivierung der Handelsbeziehungen bald konkrete sowjetische Vorschläge zur deutschen Frage folgen werden.

DER SPIEGEL 1/1957
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