02.01.1957

VERKAUF

Zu einer privaten Aktion, sich - unter Umgehung des Buchhandels - gegenseitig Bücher zu verkaufen, hat eine amerikanische Firma aufgerufen. Unter der Devise "Das ist neu! Das ist ergiebig! Das ist leicht! Das macht Spaß!" schlägt sie allen amerikanischen Buchbesitzern vor, Bücher, die sie gelesen haben, an andere Privatleute zu veräußern, und Bücher, die sie lesen möchten, bei anderen Privatleuten einzukaufen. Interessenten brauchen nur auf einem Formular zehn Buchangebote und die dafür geforderten Preise einzutragen. Gegen eine Vermittlungsgebühr von 25 cents (etwa einer Mark) leitet die Firma das Formular an fünf Privatleute weiter und schickt dem Anbietenden die Angebote von fünf anderen Privatleuten ins Haus. Ankauf und Verkauf werden ohne Provision für den Vermittler nur von den Privatleuten untereinander vorgenommen. Kommentierte das "Börsenblatt für den deutschen Buchhandel": "Die Vermittlungsgebühr ... klingt bescheiden. Man kann sich aber leicht vorstellen, daß dieses System dem schlauen Erfinder zu recht erheblichen Einnahmen verhelfen wird..."

DER SPIEGEL 1/1957
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