29.11.1976

Popmusik-Flaute im WDR

Schlechte Zeiten für Popmusik-Fans: Nach der Entscheidung, die Hörer nicht mehr zum Mitschneiden zu animieren, will der WDR seinen Rock-Service weiter einschränken. Auf einer Tagung des Deutschen Musikrates ("Musik in der Medienpolitik") am vorletzten Wochenende verkündete Programmdirektor Manfred Jenke, im Kölner Sender würden künftig "allenfalls noch zwei" Stücke von einer Pop-LP hintereinander abgespielt: "Es kann nicht unsere Aufgabe sein, den Konsumenten den Kauf einer LP zu ersparen. Das nimmt uns freilich die Möglichkeit von Interpretenporträts." Nicht genug: Der WDR erwägt, sich "von Industrieschallplatten im Hörfunkprogramm zu entlasten". Zunehmend sollen wieder Eigenproduktionen gesendet werden: "Die Existenz unserer Orchester legitimiert sich schließlich daraus." Zurück zum Tanzmusik-Einerlei: Rockbands sind beim WDR nicht angestellt.

DER SPIEGEL 49/1976
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