Gabriele Wohmann über Jean Améry: „Hand an sich legen“ Sein Tod ist nicht einladend

Das neue Buch des österreichischen Autors Jean Améry, 63, dessen Essay-Band „Ober das Altern“ 1968 starke Beachtung fand, ist ein radikales Plädoyer für den Freitod als Akt „der äußerster, möglichen Bekräftigung meiner Freiheit. Améry verteidigt das Recht des „Suizidärs“ auch gegen die hilfsbereite „Anmaßung der Gesellschaft dem gegenüber, der aus ihr ausbricht“. -- Gabriele Wohmann, 44, schrieb unter anderem die Romane „Abschied für länger“ und „Ernste Absicht“ und veröffentlicht in diesem Herbst die Erzählung „Ausflug mit der Mutter“
Von Gabriele Wohmann

DER SPIEGEL 35/1976

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