28.06.1976

Nur im Quartett

Westdeutschlands Fernseher müssen endgültig auf das vom CDU/CSU-Kanzlerkandidaten geforderte TV-Duell zwischen Helmut Schmidt und Helmut Kohl verzichten. Mit Rücksicht auf den kleineren Koalitionspartner wollten Schmidt und SPD-Chef Willy Brandt nur gemeinsam mit dem FDP-Vorsitzenden Hans-Dietrich Genscher auftreten. Auch ein Kompromiß-Vorschlag des ZDF fand nicht die Billigung von SPD und FDP. Danach sollten sich in vier Sendungen jeweils Schmidt und Kohl. Schmidt und Franz Josef Strauß. Kohl und Genscher sowie Genscher und Strauß gegenübertreten. Wie in dem berühmten TV-Duell zwischen Richard Nixon und John F. Kennedy von 1960 wollte das Fernsehen nur einen technischen Moderator stellen. Die Wähler müssen nun mit Vierer-Auftritten vorliebnehmen. Höhepunkt soll eine Diskussion zwischen Schmidt, Genscher, Kohl und Strauß werden, die am 30. September von beiden Fernsehanstalten -- nach dem Beispiel von 1972 -- gemeinsam veranstaltet wird.

DER SPIEGEL 27/1976
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