09.02.1976

Gewinn-Verzicht

Mit einer Milliarde Mark verbuchte die Deutsche Bundesbank 1975 einen Rekordgewinn. Grund: Die Neubewertung der Dollar-Reserven zum 31. Dezember, die praktisch einer Abwertung der Mark gleichkam. Dieser Gewinn steht freilich nur auf dem Papier. Er würde erst realisiert, wenn die Bundesbank, wie gesetzlich vorgeschrieben, den Überschuß an die Bonner Bundeskasse abführt. Das aber liefe auf eine unerwünschte Ausweitung des Geldvolumens hinaus. Finanzminister Hans Apel will deshalb auf die 400 Millionen Mark, die ihm die Notenbank nach Abzug von Rücklagen transferieren müßte, verzichten und dafür Schuldverschreibungen des Bundes zurückkaufen. Für mehrere Milliarden Mark hatte die Bundesbank 1975 solche Papiere aufgekauft, um den Rentenmarkt vor weiterem Zinsanstieg zu bewahren.

DER SPIEGEL 7/1976
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