09.02.1976

Literatur: Englische Böll-Kritik

"Wie gut ist Heinrich Böll?" Die Frage stellt, als Schlagzeile auf der Titelseite, jetzt das "Times Literary Supplement" ("TLS"). Antwort des angesehenen Londoner Literaturblattes: Nicht so gut wie Günter Graß. In einer Rezension der Böll-Bücher "Katharina Blum" (soeben auf Englisch erschienen) und "Berichte zur Gesinnungslage der Nation" spricht "TLS"-Kritiker J. P. Stern der "Danzig-Trilogie" von Graß "größere Kraft und Vitalität" bei der künstlerischen Bewältigung deutscher NS-Vergangenheit zu als dem OEuvre Bölls. An "Katharina Blum" bemängelt er "die vorgefaßten moralischen Stereotypen"; der satirische Humor der "Berichte" stimme den Leser eher "matt-melancholisch". Überschrift von Sterns Böll-Besprechung: "Ein ehrenwerter Mann."

DER SPIEGEL 7/1976
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