09.02.1976

Zuwenig Zeit für kranke Kinder

Kinder im Krankenhaus sind sehr verlassen: Nur ein Fünftel ihrer Arbeitszeit widmen Krankenschwestern dem direkten Kontakt mit ihren kleinen Patienten -- die Pflege eingeschlossen. Über diese Beobachtung der österreichischen Psychologin Beate Puchinger an der psychosomatischen Abteilung des Karolinen-Kinderspitals in Wien berichtete kürzlich das Fachblatt "psychologie heute". Die Kontakte zu den Patienten, so stellte die Wissenschaftlerin fest, seien "eindeutig hierarchisch orientiert". "Höherrangige Schwestern" redeten oder spielten noch seltener als ihre Kolleginnen mit den kranken Kindern. Statt dessen bevorzugten sie Tätigkeiten, die "den ärztlichen Aufgaben angenähert sind", etwa Infusionen verabreichen oder Spritzen geben.

DER SPIEGEL 7/1976
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