05.04.1976

Sturm im BP-Haus

Die Hamburger BP-Gruppe, 1975 durch rund 280 Millionen Mark Verluste irritiert, holte sich bei ihrer Londoner Konzernmutter Rückendeckung für einen drastischen Personalabbau. Bis zu 20 Prozent der 5000 deutschen BP-Werker, so Gerüchte im Hamburger BP-Haus, sollen das Feld räumen. Mit seiner Schrumpfkur will Vorstandschef Hellmuth ("Zack-zack") Buddenberg den hohen Chefs in London eine Goodwill-Vorleistung bringen. Buddenbergs BP, die als einzige deutsche Ölgesellschaft weder deutsche Öl- und Erdgasfelder noch Chemieunternehmen besitzt und deshalb keinen Ausgleich ihrer Verluste schaffen kann, braucht von den Briten Geld: Die Deutschen wollen sich durch Einstieg in die Petrochemie und die Eiweißproduktion auf lange Sicht gewinnbringende Fertigungszweige sichern. Bevor aber der Betrieb nicht durchrationalisiert ist, wollen die Briten nicht zahlen.

DER SPIEGEL 15/1976
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