05.01.1976

Neues Arzt-Image mit CSU-Hilfe

Mit einem Appell an die Standesehre ihrer besten Kunden, der Ärzte, hat sich die Film-Abschreibungsgesellschaft Cinema 77 auch politischen Beistand erhandelt. Vom Verkaufstrick der Abschreiber, die Drehbücher ihrer Arzt-Filme von prominenten Medizinern gegenlesen zu lassen, war der Gesundheitspolitische Arbeitskreis der Christlich-Sozialen Union so angetan, daß sein Vorsitzender, Hartwig Holzgartner, der Cinema 77 volle Unterstützung zusagte. Holzgartner, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesärztekammer, hält Arzt-Schnulzen wie "Frauenstation" und "Das chinesische Wunder" (mit Heinz Rühmann) -- beide kürzlich fertiggestellt -- für geeignet, "das medizinische, standespolitische und menschliche Image des deutschen Arztes ins rechte Licht" zu rücken. Besonders lobenswert findet der CSU-Internist, daß die Streifen noch vor der Bundestagswahl auf dem Markt sein werden: als "interessantes Gegengewicht zu den ständigen Angriffen der linken Presse und gewisser linker Fernseh- und Funk-Anstalten".

DER SPIEGEL 1/1976
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