26.05.1975

Hilfe aus Japan

Nachdem die Vereinigten Staaten. Frankreich. Italien und England ihre Forschungsarbeiten an unkonventionellen Schnellbahnsystemen (Luftkissen- und Magnetschwebetechnik) weitgehend eingestellt haben, sollen nun auch in der Bundesrepublik die Forschungsmittel für schienenfreie Bahntechnologien gekürzt oder gar gestrichen werden. Obwohl-noch in der vorletzten Woche auf den Teststrecken in München-Allach, Manching und Erlangen Magnet-Schwebefahrzeuge vor Zuschauern über 300 Stundenkilometer erreichten, hält der Finanzminister solche Systeme für "zu anwendungsfern und auch für zu aufwendig: die weitere Entwicklung des bis 1974 mit 117 Millionen Mark aus dem Forschungsetat geförderten Projekts würde bis 1977 noch einmal dasselbe kosten. Bei einem Arbeitsbesuch in Japan verschaffte sich der für Technologie zuständige Minister Hans Matthöfer jedoch Argumentationshilfe für die Schnellbahn. Die Japaner haben, weit intensiver als bisher vermutet, mit dieser Zukunftstechnik experimentiert. Matthöfers Einfall: "Wenn wir das mit den Japanern zusammen machen könnten. dann würde es die Zukunftschancen für das Projekt erhöhen."

DER SPIEGEL 22/1975
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