17.09.1958

NEU IN DEUTSCHLANDWild ist der Wind (USA).

Nach ihrer unbändigen Darstellung der Serafina in dem hitzigen Tennessee-Williams-Film "Die tätowierte Rose", die ihr einen "Oscar" eintrug, beweist Anna Magnani auch in ihrer zweiten amerikanischen Filmrolle, daß sie sich nicht in die Glamour-Klischees von Hollywood pressen läßt, obgleich die Autoren das Korsett ihrer Rolle diesmal erheblich enger schnallten. Der Magnani weitgespanntes Temperament und die kaum minder überzeugende Mimenkraft ihres Partners Anthony Quinn ("La Strada") sicherten dem rustikalen Ehedrama, das unter der Regie des als Frauen -Spezialisten gerühmten George Cukor entstand, eine "Oscar"-Nominierung, einen "Silbernen Bären" der Berlinale und das Prädikat "Besonders wertvoll". Ein besonderer Effekt wird dem Film durch eine Gesangseinlage zuteil, in der die Rauchfang-Stimme der Magnani dem verschlagerten neapolitanischen Lied "Scapricciatiello" einen neuen Reiz abgewinnt. (Hal Wallis.)

DER SPIEGEL 38/1958
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