17.09.1958

NEU IN DEUTSCHLANDTaiga (Deutschland).

Seit das bundesdeutsche Kinopublikum offenbar der Front -Helden müde ist, folgen die Produzenten dem Lauf der Geschichte mit einem Stellungswechsel in die Kriegsgefangenenlager: Nach dem "Arzt von Stalingrad" verabreicht nun eine kurzgeschorene deutsche Jungärztin (Ruth Leuwerik) den Zurückgehaltenen seelische Mullbinden. Der Autor und Bundesfilmpreisträger Herbert Reinecker, dem seit "Canaris" kein eindeutig überzeugendes Kinostück mehr gelang, ersann für diese unwahrhaftige Geschichte eine Vielzahl symbolträchtiger Kalendersprüche, die den schablonisierten Männertypen wie Trostpflaster an den Lippen kleben. Regisseur Wolfgang Liebeneiner, der sich in der letzten Zeit höchst erfolgreich auf gemütswirksame Konfektionsware spezialisiert hat ("Die Trapp -Familie"), war in seiner Inszenierung sichtlich um den Stil einer Romanze in Mull bemüht. (Bavaria.)
Ruth Leuwerik in "Taiga"*
Romanze in Mull
* Mit Hannes Messemer.

DER SPIEGEL 38/1958
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