17.09.1958

NEU IN DEUTSCHLANDDer große Diktator (USA).

Achtzehn Jahre nach der amerikanischen Uraufführung dieser Hitler-Parodie wird der inzwischen zum Nato-Partner herangezogene deutsche Kinogänger für reif befunden, sich in zwei filmischen Nachholstunden mit Chaplins Attacke gegen den größenwahnsinnigen NS-Diktator - im Film heißt er Hynkel - bekannt zu machen. Wenngleich die Verbrechen des Nationalsozialismus Charles Chaplins Befürchtungen aus dem Jahre 1940 weit übertreffen sollten und damit die Satire zuweilen etwas abgeschmackt und töricht erscheinen lassen, erzielen die parodistischen Gedankenblitze des "einzigen Genies der Leinwand" (George Bernard Shaw) in vielen Szenen auch heute noch optische und akustische Volltreffer. Lediglich in der Sentimentalität einer
eingefügten Liebesgeschichte und im Pathos einer angepappten Schlußrede für Menschlichkeit und Menschenrechte ließen Autor und Regisseur Chaplin den Hauptdarsteller Chaplin im Stich. (Charles -Chaplin-Produktion.)
Chaplin in
"Der große Diktator"

DER SPIEGEL 38/1958
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Titelbild
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