08.01.1958

NEU IN DEUTSCHLANDDer letzte Akkord (USA).

München, Salzburg und der Starnberger See wurden in diesem amerikanischen Film als kostensparende Cinemascope-Szenerie für eine Dreiecksaffäre mit musikalischem und psychopathischem Dekor verwandt. Ein unberechenbares Dirigiertalent (Rossano Brazzi), dessen geistesgestörte Frau (Marianne Koch) und eine mit eiserner Ethik versehene Amerikanerin (June Allyson) üben untereinander traurig verklärte Geduld und wohlerzogene seelische Grausamkeit zu auserwählten Werken von Wagner, Mozart, Brahms und Sigmund Freud. Die erlesene Langeweile der mit absonderlichen Gefühlswerten betrachteten Beziehungen wird schließlich einem erstaunlichen Ende zugeführt: Der Selbstmordversuch der geistesgestörten Gattin im Starnberger See ähnelt in Machart und Schauplatz dem Tod des romantisch-verwirrten Bayern-Königs Ludwig II. (Universal.)

DER SPIEGEL 2/1958
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 2/1958
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

NEU IN DEUTSCHLAND:
Der letzte Akkord (USA).

  • Erstmalig gefilmt: Die Schildkrötenknacker
  • Europawahl: Wer wählt wen?
  • Fridays for Future goes global: Studenten unterstützen Schüler
  • Video zu Therea Mays Rückzug: Die Premierministerin, die aus der Reihe tanzte