24.12.1973

Krach um Studenten

Der christlich-soziale Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bonner Bundestag, Albert Probst, weigert sich, einen Beschluß des parlamentarischen Gremiums auszuführen. Mit ihrer absoluten Mehrheit hatten die sozial- und freidemokratischen Bildungspolitiker beschlossen, den Verband Deutscher Studentenschaften (VDS), den DKP-nahen Spartakus und den Sozialistischen Hochschulbund (SHB) wie andere Studenten-Organisationen und Verbände auch zu dem Entwurf eines Hochschulrahmengesetzes anzuhören. Erbost lehnte der CSU-Mann ab: "Das ist unter der Würde des deutschen Parlaments." Doch die Ausschuß-Mehrheit will sich den Widerstand ihres Vorsitzenden nicht gefallen lassen. SPD-MdB Günter Wichert fordert: "Wenn Herr Probst sich nicht in der Lage sieht, Mehrheitsbeschlüsse auszuführen, soll er doch gehen."

DER SPIEGEL 52/1973
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